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►Vom Anglistik-Studium in den Beruf

Die Studiengänge der Anglistik sind zu einem beträchtlichen Teil sogenannte "Neigungsfächer". Das heißt, es studieren verhältnismäßig Wenige einen anglistischen Studiengang, weil sie ein bestimmtes Berufsziel anstreben - mit Ausnahme der meisten Lehramtstudierenden. Viele der Anglistik-Studierenden dagegen folgen bei der Wahl ihres Studienfachs ihren persönlichen Neigungen, ihrem Interesse an englischsprachiger Literatur, Kultur und der englischen Sprache.

 

Für die Berufswahl spielt die Wahl des anglistischen Studienganges eine wichtige Rolle.

 

Der großen Mehrzahl der Anglistik-Studierenden im Lehramtstudiengang schwebt ein konkretes Berufsziel vor Augen, nämlich das Ziel, LehrerIn am Gymnasium zu werden. In den anglistischen  Bachelor- Magister- und Masterstudiengängen dagegen sind die Berufswünsche Studierender sehr weit gefächert.

 

Dies hängt unmittelbar damit zusammen, dass die Studiengänge Bachelor, Magister und Master bewusst nicht auf einen bestimmten Beruf hin konzipiert sind.

 

Die Vorteile davon liegen auf der Hand: Anglistik-Studierende müssen sich nicht bereits zu Beginn ihres Studiums auf einen bestimmten Bereich festlegen, sondern können sich zum Beispiel mit Hilfe von Praktika und Volontariaten weitgehend selbst mögliche Arbeitsbereiche eröffnen. Im Bachelorstudiengang gibt es zusätzlich den Bereich Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK), in welchem gezielt praxisorientierte Fähigkeiten gefördert werden. So bietet sich am Ende des Studiums AbsolventInnen der Anglistik eine bunte und vielseitige  Berufspalette. Sie reicht vom Übersetzer über die Verlags-Lektorin bis hin zum Online-Redakteur, Personalreferenten und zur PR-Beraterin. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Anglistik-Studierenden strebt auch eine akademische Laufbahn an und möchte in der Forschung und Lehre tätig sein.

 

Die Tatsache, dass vor allem die Bachelor- und Magistergänge nicht auf direktem Wege zu bestimmten vorgegebenen beruflichen Tätigkeitsfeldern führen, kann also durchaus als große Chance angesehen werden. Allerdings sollten sich Anglistik-Studierende in den Studiengängen Bachelor, Magister und Master von vornherein darüber bewusst sein, dass bei ihrer Berufswahl Kreativität, Flexibilität, Neugier am Neuen und die Bereitschaft und das Interesse an der eigenen Weiterentwicklung gefordert sind. 

 

Damit der Übergang vom Anglistik-Studium möglichst gleitend gelingt, ist es außerordentlich empfehlenswert, sich bereits während des Studiums mögliche Berufsfelder zu erschließen. Hierbei kann beispielsweise der Job dienlich sein, den man vielleicht während des Studiums angenommen hatte, Praktika und Volontariate (nicht nur im Medienbereich, sondern auch in der freien Wirtschaft, z.B. in PR-Abteilungen, Personalbüros etc.). Man sollte auch durchaus das persönliche Netzwerk nutzen, das man während des Studiums innerhalb und außerhalb der Universität geknüpft hat.

 

 

Die Möglichkeiten, als AnglistIn tätig zu sein, sind vielseitig und bunt.

 

Man muss sich in nahezu allen der folgenden Bereiche gegen BewerberInnen durchsetzen, die auf völlig anderen Wegen (und mitunter auch schneller) zu einer äquivalenten Qualifizierung gelangt sind: So sollten zum Beispiel diejenigen, sie schon wissen, dass sie später als DolmetscherInnen tätig sein möchten, in Betracht ziehen, einen speziell auf dieses Berufsziel hin konzipierten Studiengang zu wählen (an der Universität Heidelberg beispielsweise ist dies möglich).

 

Es gilt in jedem Fall: Im Vorteil sind diejenigen, die sich neben dem Studium in anderen Bereichen selbst weiter- und fortbilden, beispielsweise durch Praktika und Volontariate, durch Teilnahme an interdisziplinären Seminaren, durch Auslandsstudien oder durch freiberufliche weiterqualifizierende Tätigkeiten.

 

Geisteswissenschaftler sind zunehmend auch in der freien Wirtschaft (wieder) gefragt, nicht immer nur wegen ihres Sach- und Fachwissens, sonder auch wegen sogenannter Soft Skills wie:

  • sehr gutes Ausdrucksvermögen
  • hoher Grad an Selbständigkeit und Selbstorganisation
  • Mut und Fähigkeit, selbst zu denken und sich selbst eine Meinung zu bilden (Urteilskraft, Kreativität, Kritikfähigkeit)
  • Flexibilität
  • Fähigkeit, sich selbst in kurzer Zeit Wissens- und Aufgabengebiete zu erschließen
  • Fähigkeit, eigenständig weiterführende Kompetenzen zu erwerben

 

 

Verschiedene Berufe, in denen Anglisten und Anglistinnen arbeiten:

  • LehrerIn (bei Abschluss Staatsexamen an öffentlichen Gymnasien und gelegentlich Berufsschulen, bei Abschluss Magister und Bachelor z.T. an privaten Schulen, Waldorfschulen, Freien Schulen)
  • PR-BeraterIn
  • Online-RedakteurIn
  • (Werbe)TexterIn
  • DolmetscherIn
  • ÜbersetzerIn
  • UnternehmensberaterIn
  • LektorIn
  • ProjektmanagerIn
  • FernsehjournalistIn
  • PrintmedienjournalistIn
  • LiteraturagentIn
  • DrehbuchauchtorIn
  • Ghostwriter
  • MedienagentIn
  • DozentIn an einer Hochschule 

 

Literaturhinweise und Links:

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