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Hauptseminar: Analogien im Denken und Problemlösen

Veranstaltungsseite für das Hauptseminar Analogien im Denken und Problemlösen im WS 09/10

 

 

 

Dozenten:

Prof. Dr. Gerhard Strube

Dr. Marco Ragni

 

Hauptseminar

Mi 16 -18
Ort: IIG-Seminarraum, 2. Stock
Raum-Nr.: 02009
Beginn: 21.10.2009

 

Abstract

Analoges Schließen spielt eine immer bedeutendere Rolle in Kognitionswissenschaft und Künstlicher Intelligenz. Grundlegend lässt sich dabei eine Analogie durch das Finden einer  Abbildung zwischen zwei strukturell ähnlichen Domänen, genauer einer Quell- und einer Zieldomäne, definieren. Trotz der Einfachheit der Definition und einer langen Forschungstradition gibt es dabei dennoch starke Kontroversen in nahezu allen Bereichen, die sich von den zugrunde liegenden kognitiven  Prozessen bis zu optimalen informatischen Ansätzen zur Lösung solcher Probleme erstrecken.
Neben allgemeinen theoretischen Ansätzen sind dabei auch die Theorien und Ansätze von Gentners Structure Matching Engine (SME), Holyoak und Thagards Analogical Constraint Mapping Engine (ACME), sowie Mitchels und Hofstadters COPYCAT, von zentraler Bedeutung. Unterschiede zwischen den Systemen beinhalten dabei Annahmen darüber, ob die Konstruktion einer Repräsentation von der entsprechenden Abbildung zu trennen ist (z.B. Hofstadters Ansatz) oder nicht (Gentners Ansatz). Auch die Art der Abbildung, rein auf syntaktischer Ebene definierbar oder auch semantisches Wissen integrierend, ist Gegenstand der aktuellen Diskussion.
Eine Möglichkeit, analoges Schließen zu charakterisieren, besteht darin, es als eine Kategorisierung höherer Ordnung zu betrachten. Dabei bleibt eine interessante Fragestellung, ob Kategorisierung auf prä-konzeptueller Wahrnehmung von Ähnlichkeit beruht, oder diese eher aus einer Instantiierung von Konzepten einhergeht. Eine solche Kategorisierung beinhaltet dabei sowohl top-down (konzeptuelle) als auch bottom-up (wahrnehmungsbasierte) Ansätze.

Welche Stärken und Schwächen bieten die verschiedenen Ansätze? Kann es dabei ein Richtig oder Falsch geben? Welche psychologischen Phänomene und formalen Voraussetzungen sind für ein Verstehen der aktuellen Diskussion wichtig? Solche und ähnliche Fragen sind Gegenstand dieses Seminars. Dabei wird das Buch „The Analogical Mind: Perspectives from Cognitive Science“ von Gentner, Holyoak und Kokinov die Basis bilden, ggf. ergänzt um weitere Texte (z.B. Sternberg über Analogieaufgaben in Intelligenztests, Fauconnier zuConceptual Blending).

Das Seminar ist für Studierende nach dem Proseminar bzw. im zweiten Studienabschnitt geeignet.
Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 16.
Bitte melden Sie sich per E-Mail (idefix@cognition.uni-freiburg.de) bis zum 17. Oktober 2009 an, unter Angabe Ihres Namens, Semesters, Studiengangs sowie Ihrer Fächerkombination.  
Die Studienleistung besteht aus regelmäßiger aktiver Teilnahme und einem Referat. Die Prüfungsleistung besteht aus einer Hausarbeit (ca. 6000 Wörter; für BA-Studierende 4000).

 

 

Literatur

 The Computational Modeling of Analogy-making

 

 

Materialien

 Hier gehts zum Materialienordner

 

Zeitplan

 

 

21.10.2009 Vorbesprechung/Themenvergabe:

04.11.2009  Component Processes in Analogical Reasoning

11.11.2009 Analogical Problem Solving

18.11.2009 A Heuistic Program to Solve Geometric Analogy Problems

25.11.2009 The Copycat Project: A Model of Mental Fluidity and Analogy Making

02.12.2009 Allgemeine Diskussion

09.12.2009 Analogical Reasoning in General Problem Solving

16.12.2009 Allgemeine Diskussion

13.01.2010 Allgemeine Diskussion

20.01.2010 Metaphor Analogy

27.01.2010 Conceptual Blending

03.02.2010 LISA

 

Links

 

HINWEISE ZUR HAUSARBEIT:

- Die Prüfungsleistung besteht aus einer Hausarbeit (ca. 6000 Wörter; für BA-Studierende 4000).

- spätester Abgabetermin B.A.-Studierende: t.b.a., Magister/Diplom: t.b.a.

- Insbesondere fürs Referenzieren von Literatur auf APA-Standard achten!: LINK

 

 

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