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Männersprache, Frauensprache: Geschlechtsunterschiede in der Kommunikation

 

 

Dozentin: 

Prof. Dr. Evelyn Ferstl

 

Zeit:              WICHTIG: verlegt auf Do 12 - 14
Ort:                IIG / Friedrichstr. 50
Raum-Nr.:      Seminarraum, 2. Etage
Beginn:          25. 10. 2012

 

Abstract


Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars… Schön knapp wird mit solch einem populären Vorurteil die These unterstützt, dass sich die Kommunikationsstile von Männern und Frauen fundamental unterscheiden. Ist das wirklich so? In diesem Seminar wollen wir von einer kognitions- und neurowissenschaftlichen Perspektive aus beleuchten, welche empirischen Ergebnisse diese These unterstützen oder auch widerlegen und welche Theorien zur Erklärung eventueller Unterschiede entwickelt wurden.

Speziell sollen Fragen untersucht werden, wie

  • ·         Sprechen Frauen tatsächlich mehr als Männer?
  • ·         Beeinflusst eine geschlechtsneutrale Sprache das Verstehen und/oder das Gefühl von Inklusion?
  • ·         Werden Frauen im Gespräch häufiger unterbrochen als Männer? Und wenn ja, von wem?
  • ·         Haben Frauen bessere verbale Fähigkeiten als Männer?
  • ·         Gibt es Geschlechtsunterschiede in der funktionellen Neuroanatomie der Sprache?
     

Neben einer Rezeption von empirischen Studien und Überblicksartikeln zu diesem Themenbereich, wird vor allem Wert darauf gelegt, verschiedene methodische Verfahren und Erklärungsansätze kennen zu lernen und kritisch zu evaluieren.

  

Zeitplan

 

Datum

Thema

Referat

25.10.2012

Einführung

Referatvergabe

---

01.11.2012

---- Feiertag: Allerheiligen ---

 

06.11.2012
18 - 20 Uhr

Verlegt auf DIENSTAG! Gender-Theorien: Doing gender…  Doing psychology...

 

15.11.2012

 

Stimme und Prosodie:
Biologie oder Impression-Management

Sebastian

20.11.2012
18-20 Uhr

Verlegt auf DIENSTAG! Verbale Fähigkeiten: Wortschatz, Lexikon, Quantität

Berit

29.11.2012

Pragmatik:
Höflichkeit, Humor, Metaphern
Tim

13.12.2012

Dialogverhalten:
Turn taking, Unterbrechungen

Lejla

20.12.2012

para- und
nicht-verbale Kommunikation

Sylvia

27.12.2012

---- Weihnachten ----

 

03.01.2013

---- Weihnachten ----

 

10.01.2013

Grammatisches Geschlecht

Genus

Mirjana

17.01.2013

Sprache als Instrument: Wie drücken sich Sexismus und Diskriminierung aus?

Andre

24.01.2013

Geschlechtsneutrale Sprache – ist das wirklich nötig? Stereotypien, Exklusion und political correctness

Florian

31.01.2013

Frauengehirn, Männergehirn?
Neuroanatomie der Sprache

Philipp

07.02.2013

Sprachdefizite: Legasthenie, Autismus, Aphasie – sind das Männerkrankheiten?

Saskia

14.02.2013

Abschlussdiskussion

Besprechung der Hausarbeitsthemen

---

 


Literatur

 
Zu empfehlen ist das Taschenbuch:
 
Klann-Delius, G. (2005). Sprache und Geschlecht. Stuttgart: Metzler.
 
Für die einzelnen Seminarthemen werden Originalartikel herangezogen. Diese werden im Verlauf des Semesters zur Verfügung gestellt bzw. angegeben.
 
Eine grosse Auswahl von Büchern befasst sich mit Geschlechtsunterschieden allgemein und bei Sprache im besonderen. Zur Vertiefung können z.B. die folgenden herangezogen werden: 

 

Bücher:
Geschlechtsunterschiede allgemein

Bischof-Köhler, D. (2006). Von Natur aus anders. Die Psychologie der Geschlechtsunterschiede, 3. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer.

Brannon, L. (2008). Gender: Psychological perspectives (6th edition). Boston, MA: Pearson.

Halpern, D. F. (2000). Sex differences in cognitive abilities (3rd edition). Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum.

Hamilton, C. (2008). Cognition and sex differences. Basingstoke, UK: Palgrave Macmillan.

Lautenbacher, S., Güntürkün, O., & Hausmann, M. (2007). Gehirn und Geschlecht: Neurowissenschaft des kleinen Unterschieds zwischen Mann und Frau. Heidelberg: Springer.

 

Bücher:
Sprache und Kommunikation

Ayaß, R. (2008). Kommunikation und Geschlecht: Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.

Coates, J. & Pichler, P. (Hrsg.) (2011). Language & gender: A reader (2nd edition). Malden, MA, USA: Wiley-Blackwell.

Coates, J. (2004). Women, men and language: A sociolinguistic account of gender differences in language (3rd edition). Harlow, UK: Pearson Education.

Eckert, P., & McConnell-Ginet, S. (2003). Language and gender. Cambridge, UK: Cambridge University Press.

Holmes, J. & Meyerhoff, M. (Hrsg.) (2005). The handbook of language and gender. Malden, MA, USA: Blackwell.

Tannen, D. (1991). Du kannst mich einfach nicht verstehen. Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden. Hamburg: Kabel.

 

Materialien für die einzelnen Themen

 

Die beiden Taschenbücher von Klann-Delius und Ruth Ayaß werden im folgenden mit KD und RA abgekürzt.

Als allgemeinen Überblick lesen Sie bitte bis zur nächsten Sitzung am 6.11. den folgenden Artikel: Kotthoff (2006).

Ausserdem sind gute Einführungen ins allgemeine Thema der Erforschung von Geschlechtsunterschieden:
Halpern, Kapitel 1, sowie die Einführungskapitel in KD (S. 1-18) und RA (S. 11-21).

Speziell als Vorbereitung für die Methodendiskussion eignet sich Brannon, Kapitel 2

15. 11. 2012 - Stimme und Prosodie

Strand, 1999; Simpson, 2009; Nass, 1997; Cartei et al., 2012, KD, 39-42

20. 11. 2012 - Verbale Fähigkeiten, Quantität

Hyde, 2005; Newman et al., 2008; Halpern, 2004

 29. 11. 2012 - Pragmatik: Höflichkeit, Humor, Metaphern

Kotthoff, 2006b; KD, S. 79-86

13. 12. 2012 - Dialogverhalten, Turn Taking

Zimmerman & West, 1975; KD, S. 61-78; RA, 65-84

20. 12. 2012 - Nicht-verbale Kommunikation

Hall, 2006; KD, S. 93-106

10. 01. 2012 - Grammatikalisches Geschlecht

Prewitt-Freilino et al., 2012; RA, S. 22-40; KD, S. 20-24

17. 01. 2012 - Sexismus in der Sprache

UNESCO-Richtlinien (1993); Epple (2000); Steiger & Irmen (2007); Okamura (2006); Blake & Klimmt (2010);
KD, S. 24-37, 182-193

24. 01. 2012 - Stereotype Bezeichnungen

Gygax et al. (2008); Garnham et al., (2012); Kreiner et al. (2009).

 

31. 01. 2012 - Funktionelle Neuroanatomie

Kaiser et al., (2009); Schmitz (2002).

24. 01. 2012 - Autismus, Aphasie, Legasthenie

Baron-Cohen (2002); Baron-Cohen (2005); Hawke et al., (2009); Pedersen et al., (1995)

 

 

Links

 

Hier sind ein paar Links zum Thema, wie es in Presse und Öffentlichkeit besprochen wird. Nur zur "Anregung..." 

http://www.fem.com/private/liebesleben/maenner-frauensprache-interview-mit-eva-wlodarek-keine-bohrenden-fragen-8966.html?no_cache=1

http://www.sueddeutsche.de/karriere/frauensprache-maennersprache-war-doch-nur-ein-vorschlag-kein-auftrag-1.494644

www.rheinische-landeskunde.lvr.de/projekte/projekte_abgeschlossen/broschüre_miteinanderreden.pdf

 

 

 

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