Modellverbindungen
Ein Ansatz, um physikalische Eigenschaften besser verstehen zu können, besteht darin, möglichst einfach aufgebaute Modellsysteme zugänglich zu machen, deren Beschreibung mit Hilfe verhältnismäßig anschaulicher Modelle möglich ist.
Metall-Metall-Wechselwirkungen können in Systemen mit "isolierten" Metall-Paaren studiert werden. Die Enneahalogenodimetallate der Zusammensetzung A3M2X9 (A=Alkalimetall, M=Übergangsmetall, X=Halogen) können als Modellverbindungen angesehen werden, um direkte Wechselwirkungen zwischen zwei Metall-Zentren zu untersuchen.
Durch Synthese und Charakterisierung neuer Verbindungen dieses Typs und Analyse der strukturellen Verhältnisse (Bindungsabstände und -winkel) sowie der physikalischen Eigenschaften (z.B. magnetisches Verhalten), ist es möglich, Aussagen über Art und Stärke von Metall-Metall-Wechselwirkungen in diesen quasi nulldimensionalen Systemen abzuleiten, die das Verständnis dieser Bindungsart weitreichend vertiefen könnten.
