B.A.-Studiengang
Im Bachelor-Studiengang können Sie am Deutschen Seminar zur Zeit das Hauptfach 'Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft' studieren. Daneben bietet das Deutsche Seminar noch verschiedene Nebenfächer an: 'Ältere deutsche Literatur und Sprache', 'Neuere deutsche Literatur', 'Sprachwissenschaft des Deutschen' und 'Deutsch als Fremdsprache'. Diese Nebenfächer kann man nicht mit dem germanistischen Hauptfach kombinieren. Eine Ausnahme gilt für 'Deutsch als Fremdsprache', wenn Sie Studierende/r mit auländischer Hochschulzugangsberechtigung sind.
Bitte beachten Sie, dass es zum WS 2006/07 eine neue Prüfungsordnung für das Hauptfach 'Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft' und das Nebenfach 'Neuere deutsche Literatur' gibt, die für alle Studierende gültig ist, die sich zu diesem Wintersemester immatrikulieren. Diese neue Prüfungsordnung wird auch für die Studierenden gelten, die sich im vergangenen Wintersemester (2005/06) immatrikultiert haben. Für alle davor immatrikulierten Studierenden gilt weiterhin die alte Prüfungsordnung!
Die jeweils für Sie gültige Version der Prüfungsordnung finden Sie auf den Seiten der Gemeinsamen Kommission: http://www.geko.uni-freiburg.de/studium/bachelor.php.
Struktur des Studiums
Credit-Punktesystem (ECTS = 'European Credit Transfer System')
Allen Veranstaltungen ist eine bestimmte Zahl von ECTS-Punkten zugeordnet. Darüber hinaus werden Punkte vergeben für bestimmte andere Leistungen, die nicht zwingend an Lehrveranstaltungen gekoppelt, aber dennoch im Rahmen des Studiums zu erbringen sind (z.B. Abschlussarbeit, Abschlussprüfung).
Das ECTS schafft europaweit mehr Kompatibilität und Mobilität zwischen den Studiengängen der Hochschulen in den verschiedenen Ländern. Es macht Aussagen über den zeitlichen Aufwand, der für eine bestimmte Lehrveranstaltung, Prüfung oder sonstige Aufgabe von den Studierenden zu erbringen ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass 1 ECTS-Punkt einem Arbeitsaufwand von 25 Stunden entspricht und die Jahresarbeitszeit eines Studierenden sich auf 1500 Stunden beläuft. Das ECTS hilft, die Struktur des Studiums und den zeitlichen Aufwand, der für seine einzelnen Bestandteile anzusetzen ist, transparenter zu machen. Es ermöglicht die Akkumulation von Punkten und Noten vom ersten Semester an, erleichtert die Dokumentation des Studienfortschritts und reduziert die Bedeutung der Abschlussarbeit und der punktuellen Endprüfung für die Gesamtnote.
Während eines Bakkalaureus-Studiums sind in jedem Semester ca. 30 ECTS-Punkte zu erwerben, die sich auf das Hauptfach, das Nebenfach und den Bereich der berufsorientierenden Kompetenzen verteilen. Für das Hauptfach ‚Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft‘ bedeutet dies, dass pro Semester 18 bis 24 ECTS-Punkte erworben werden müssen.
Modulare Struktur des Studiums
Jedes Modul setzt sich aus mehreren Veranstaltungen zusammen. Dabei sind folgende Veranstaltungstypen zu unterscheiden: Vorlesungen, Einführungen, Pro- und Hauptseminare.
Die Vorlesungen informieren zusammenhängend über größere Problembereiche und führen in den Stand der aktuellen Forschung ein. Der erfolgreiche Besuch einer Vorlesung wird normalerweise mit 2 ECTS-Punkten honoriert; erforderlich ist dabei die regelmäßige Teilnahme und ein Leistungsnachweis. Das Arbeitszeitprofil für Vorlesungen sieht folgendermaßen aus: 2 ECTS-Punkte entsprechen 50 Stunden. Davon entfallen 30 Stunden auf die Anwesenheit in der Lehrveranstaltung (= Kontaktstunden), die übrige Zeit dient der Vor- und Nachbereitung sowie der Dokumentation einer Studien- oder Prüfungsleistung z.B. in Form eines Protokolls, einer mündlichen Prüfung oder einer Klausur.
Die Einführungen vermitteln grundlegende Einblicke in Methoden und Forschungsrichtungen eines Faches und führen in die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel wie Nachschlagewerke, Fachbibliographien und Lexika ein. Die ‚Einführungen in die Linguistik‘ und in die ‚Sprachgeschichte und mittelalterliche Literatur‘ bestehen aus einem vorlesungsartig organisierten Veranstaltungsteil und einem begleitenden Seminar mit Übungscharakter. Für diese beiden Teile zusammen werden 6 ECTS-Punkte vergeben. Die Einführung in die ‚Neuere deutsche Literatur‘ besteht aus einer Seminarveranstaltung, für die ebenfalls 6 ECTS-Punkte erworben werden. Das Arbeitszeitprofil für die Einführungen sieht folgendermaßen aus: 6 ECTS-Punkte entsprechen 150 Stunden, davon sind 60 bzw. 30 Kontaktstunden, der Rest entfällt auf Vor- und Nachbereitung durch Lektüre und Übungsaufgaben bzw. Klausur- oder Referatvorbereitung.
Die Proseminare bauen auf den Kenntnissen auf, die in den Einführungsveranstaltungen oder in Vorlesungen erworben wurden. Sie tun dies anhand von ausgewählten Themen aus der Sprachwissenschaft und Sprachgeschichte sowie der älteren und neueren Literaturgeschichte. In Referaten oder anderen Aufgabenstellungen (z.B. mündlichen Kurzzusammenfassungen) sowie schriftlichen Ausarbeitungen (z.B. Hausarbeiten) werden Themen selbstständig bearbeitet und zur Diskussion gestellt. Für ein erfolgreich besuchtes Proseminar werden zwischen 4 und 6 ECTS-Punkten vergeben. Das Arbeitszeitprofil für Proseminare sieht wie folgt aus: Mit 4 ECTS-Punkten, 100 Arbeitsstunden entsprechend, wird ein Proseminar in der Sprachwissenschaft veranschlagt; davon sind 30 Kontaktstunden, der Rest entfällt auf Vor- und Nachbereitung bzw. Ausarbeitung der mündlichen und schriftlichen Aufgabenstellungen. In den Bereichen ‚Ältere deutsche Literatur- und Sprachgeschichte‘ und ‚Neuere deutsche Literatur‘ wird für Proseminare ein höherer Zeitaufwand wegen höherer Lektüreanforderungen (Primärliteratur) und wegen des Umgangs mit Texten aus einer früheren Sprachstufe kalkuliert. Daher werden hier für Proseminare 6 ECTS-Punkte vergeben, was einem Arbeitsvolumen von 150 Stunden entspricht. Davon sind 30 Kontaktstunden, der Rest entfällt auf Vor- und Nachbereitung durch Lektüre bzw. Ausarbeitung mündlicher und schriftlicher Aufgabenstellungen.
Die Hauptseminare sind Bestandteile der Spezialisierungsmodule. Der Unterschied zu Lehrveranstaltungen anderer Module besteht darin, dass in den Hauptseminaren der solide Umgang mit Theorien und Methoden des Faches vorausgesetzt wird und dieses Fachwissen bei der selbstständigen Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung in Form eines Referats und/oder einer Hausarbeit präsentiert werden kann. Für ein erfolgreich besuchtes Hauptseminar werden 8 ECTS-Punkte vergeben. Das Arbeitszeitprofil für ein Hauptseminar sieht wie folgt aus: 8 ECTS-Punkte entsprechen 200 Stunden, davon sind 30 Kontaktstunden, der Rest entfällt auf Vor- und Nachbereitung sowie die Ausarbeitung einer mündlichen Präsentation (z.B. Referat) und einer schriftlichen Arbeit (z.B. Hausarbeit).
