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Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive (Hauptfach)

Profil des Studiengangs "Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive"

 

Der Studiengang wird gemeinsam vom Deutschen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität und dem Département d'études allemandes der Université de Strasbourg durchgeführt. Die Studierenden, die in Freiburg ihr Studium beginnen, werden im zweiten Studienjahr gemeinsam mit den Studierenden, die in Strasbourg begonnen haben, in Freiburg studieren und dann im dritten Studienjahr gemeinsam nach Strasbourg wechseln.  Dadurch sammeln die Studierenden Erfahrungen mit zwei unterschiedlichen nationalen Bildungssystemen und erwerben interkulturelle Kompetenzen durch den Umgang mit der deutschen und französischen Kultur.

Ziel des Studiengangs ist es, vertiefte Einblicke in die deutsche Sprache, Literatur, Kultur und Zivilisationsgeschichte zu vermitteln. Sie werden zur methodisch und theoretisch strukturierten Analyse sprachlicher und literarischer Phänomene befähigt. Sie lernen die Struktur der deutschen Gegenwartssprache sicher zu beschreiben und werden mit Varianten geschriebener und gesprochener Sprache vertraut gemacht. Im Zusammenhang mit den genannten Aspekten spielen die deutsch-französische kontrastive Analyse und die Übersetzung zwischen den beiden Sprachen eine besondere Rolle. Sie erwerben grundlegende Kenntnisse über die Struktur des Mittelhochdeutschen und die sprachgeschichtliche Entwicklung bis zum Neuhochdeutschen sowie ein breites, diachron ausgerichtetes Überblickswissen über die deutsche Literatur, das durch die Anwendung literaturwissenschaftlicher Methoden und gattungspoetologischer Kategorien in exemplarischen Analysen vertieft wird.

Genauere Informationen zum Aufbau des Studiums im Fach "Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive" finden Sie in der Prüfungsordnung

Wer sein Studium in Freiburg mit dem Hauptfach "Germanistik aus deutsch-französischer Perpektive" beginnt, muss dieses Hauptfach mit einem Nebenfach aus dem Fächerkatalog der Gemeinsamen Kommission der Philologischen Fakultät und der Philosophischen Fakultät kombinieren.

Nach erfolgreichem Studium an den beiden Hochschulen erhalten Sie den Grad "Bachelor of Arts" der Albert-Ludwigs-Universität sowie den Grad "Licence" der Université de Strasbourg verliehen.

 

Kombinationsoptionen

Das Hauptfach "Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive" muss mit einem Nebenfach aus dem gemeinsamen Fächerpool der Philologischen Fakultät und Philosophischen Fakultät kombiniert werden. Neu hinzu kommt zum Wintersemester 2018/19 auch das Nebenfach "Europäische Gesellschaften und Kulturen" (36 bis 38 ECTS-Punkte). Die Module dieses Nebenfaches können sowohl an der Albert-Ludwigs-Universität als auch an der Université de Strasbourg absolviert werden. Es bietet den Studierenden die Möglichkeit, durch individuelle Schwerpunktsetzungen exemplarisch Kenntnisse in kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen und Fremdsprachenphilologien zu erwerben und so ihr Wissen zur kulturellen europäischen Entwicklung sowie zu europäischen Sprachen zu erweitern. Die Studierenden werden dazu befähigt, ihre sprach- und literaturwissenschaftlichen Kenntnisse in einem größeren historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang zu verstehen und sie in einen europäischen Kontext einzuordnen. Hier finden Sie die vom Senat der Albert-Ludwigs-Universität verabschiedete Lesefassung der Prüfungsordnung

Zulassung zum Studium

 

Der Studiengang "Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive" ist zum Wintersemester 2018/19 zulassungsbeschränkt, d.h. Sie müssen sich um einen Studienplatz bis zum 15. Juli 2018 bewerben.

Zulassungsbedingung ist - neben einer Hochschulzugangsberechtigung - Französischkenntnisse auf dem Niveau B2. Genauere Informationen finden Sie  in der Auswahlsatzung zu dem Studiengang. Bei dem Auswahlverfahren wird eine Rangliste nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung gebildet. Sollten Sie in der schriftlichen oder mündlichen Abiturprüfung im Fach Französisch mindestens 10 Punkte erhalten haben, wird Ihre Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung um 0,1 angehoben. Sollten Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen auch einen Nachweis über einen mindestens dreimonatigen ununterbrochenen Aufenthalt im französischsprachigen Ausland vorlegen können (nicht älter als drei Jahre vor Aufnahme des Studiums im Hauptfach Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive), so wird Ihre Durchschnittsnote um 0,2 angehoben.

 

Berufliche Perspektiven

Der germanistische B.A.-Studiengang bildet Absolventinnen und Absolventen aus, die dank ihres ausgeprägten, historisch fundierten Wissens über deutschsprachige Literatur und deutsche Sprache, über ihre Entstehungszusammenhänge, medialen Bezüge und Funktionsweisen für  berufliche Betätigungsfelder im Bereich des kulturellen und medialen Dienstleistungs- und Informationssektors (Beratungs-, Schulungs-, Medienbranche) prädestiniert sind. Durch das gemeinsame Studium von deutschen und französischen Studierenden an einer deutschen und einer französischen Universität erwerben die Absolventinnen und Absolventen ausgeprägte interkulturelle Kompetenzen, die sie dazu befähigen, mit Individuen und Gruppen in Deutschland und Frankreich verständnisvoll und zu beiderseitiger Zufriedenheit umzugehen.

 

Mögliche Arbeitsbereiche für Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sind

  • Bereiche, in denen es auf den Transfer von Wissen und damit auf das verständliche Verfassen von Texten unter Berücksichtigung bestimmter Zielgruppen ankommt, z. B. in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Werbung oder im PR-Bereich; bei der Abfassung technischer Dokumentationen (z. B. für Software, für technische oder medizinische Produkte) oder generell im Bereich der (neuen) Medien;
  • Bereiche, in denen die sprachliche Schulung im Mittelpunkt steht: z. B. zur Behebung von Kommunikationsproblemen, beispielsweise in Form von Trainings in der innerbetrieblichen Kommunikation (kundenorientierte Gesprächsführung/ Rhetorikschulung);
  • Bereiche, in denen es um die Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache (DaF) geht;
  • der deutsche und französische Mediensektor (Printmedien, Hörfunk und Fernsehen);
  • regionales und internationales Kulturmanagement; 
  • Öffentlichkeitsarbeit (Werbung, Promotion);
  • Kulturarbeit in Institutionen der Erwachsenenbildung.

 

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs haben auch die Möglichkeit, sich in Deutschland und Frankreich um einen Platz in einem Masterstudiengang zu bewerben, in Frankreich auch um einen Master mit Option Lehramt.

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