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Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

Lehrveranstaltungen im SS 18


 
 
Prof. Dr. Ulrich HerbertDr. Arvid Schors
PD Dr. Karin Orth
Ella Müller

Hinweis: Alle Zeitangaben sind c.t. sofern nicht explizit als s.t. angekündigt.

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Prof. Dr. Ulrich Herbert


Veranstaltungen:

Oberseminar

Prof. Dr. Ulrich Herbert
 

Hauptseminar

(gemeinsam mit Dr. Arvid Schors)
Kriegsende 1945 (Masterseminar)
 

Vorlesung

Überblicksvorlesung Weltgeschichte 1944-1950
 

Übung

Übung zur Vorlesung Weltgeschichte 1944-1950
 




 
 

Oberseminar

Prof. Dr. Ulrich Herbert


Mi: 18-20 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

Im Oberseminar werden neuere Forschungsarbeiten zur Neuesten Geschichte von Studierenden und Doktoranden aus Freiburg sowie von auswärtigen Gästen vorgestellt und diskutiert. Es ist für alle Studierenden offen und richtet sich vorwiegend an Studierende der höheren Semester, Examenskandidaten, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-201881

 

Hauptseminar (gemeinsam mit Dr. Arvid Schors)

 

Kriegsende 1945 (Masterseminar)

Mi: 13-16 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2

Inhalt:

Das Jahr 1945 steht symbolisch für eine relativ kurze Phase außerordentlicher, historisch nahezu beispielloser Wandlungen – militärisch, politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, kulturell. Das Seminar untersucht diese Wandlungen vor und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in mehreren Ländern im Vergleich. Am Beginn steht jeweils die letzte Phase des Krieges, wobei in Ländern der Achse und den von ihnen besetzten Gebieten der Moment der Transformation, die „Sekunde Null“, von besonderem Interesse ist. Im zweiten Schritt werden die Hinterlassenschaften des Krieges untersucht: die Opfer, die materiellen Schäden, die politische, soziale und kulturelle Situation. In einem dritten Schritt werden die Versuche des Neuanfangs analysiert, die in den Ländern der Sieger und der Besiegten naturgemäß sehr unterschiedlich ausfallen. Hier sind sowohl die großen Konferenzen mit ihren weitreichenden Auswirkungen wie die Neuordnungsversuche in den einzelnen Ländern zu berücksichtigen. Schließlich wird gefragt, ob und wann die einzelnen Länder zur Normalität zurückkehren – und ob es eine solche überhaupt gegeben hat.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 24.09.2018.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 16.07.2018 und 05.10.2018.
 
Literatur:

Gregor Dallas: Poisoned Peace. 1945 - The War that never ended, London 2006.
Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Bd. 3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014.
Ian Buruma: '45. Die Welt am Wendepunkt, München 2014.
Ulrich Herbert, Axel Schildt (Hg.): Kriegsende in Europa. Vom Beginn des deutschen Machtzerfalls bis zur Stabilisierung der Nachkriegsordnung 1944 – 1948, Essen 1998.
Deutsches Historisches Museum (Hg.): 1945 - Niederlage, Befreiung, Neuanfang. Zwölf Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, Darmstadt 2015.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-201859

 

Vorlesung


Überblicksvorlesung Weltgeschichte 1944-1950

Do: 10-12 UhrRaum:  KG II / HS 2004


Inhalt:

In der Vorlesung wird versucht, das außerordentlich vielfältige und widersprüchliche Geschehen in den fünf bis sechs Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu überblicken, zu ordnen und zu analysieren. Vier Schwerpunkte lassen sich dabei ausmachen: Europa, wo nach dem Sieg der Alliierten über Nazideutschland und seine Verbündeten der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion seinen Ausgang nahm, der Krieg aber in manchen Ländern bis in die frühen 50er Jahre fortdauerte. Ostasien, wo sich nach dem Sieg der Alliierten über Japan und dem Sieg der Kommunisten im chinesischen Bürgerkrieg eine neue Mächtestruktur entfaltete. Die Länder in Asien und Afrika, die nach dem Krieg die europäische Kolonialherrschaft abzuwerfen begannen. Und Nordamerika, das sich zum neuen Machtzentrum, aber auch zum politischen und kulturellen Modell des Westens herausbildete. Als ein fünfter Schwerpunkt sind die Versuche der Schaffung einer neuen internationalen Friedensordnung anzusehen, die mit den ersten Konferenzen der alliierten Mächte Anfang der vierziger Jahre beginnen und mit der Gründung der UNO einen ersten Höhepunkt erreichen. Die Vorlesung wird durch eine Übung ergänzt, in der das Vorgetragene diskutiert und vertieft wird. Beginn in der ersten Vorlesungswoche. Die Abschlussklausur findet voraussichtlich am 20. Juli 2018 statt.


Literatur:

Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Bd. 4: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014.
Ian Buruma: '45. Die Welt am Wendepunkt, München 2014.

 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11V-20186


 

Übung


Übung zur Vorlesung Weltgeschichte 1944-1950

Do: 14-16 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

In der Übung wird das in der Vorlesung Vorgetragene diskutiert und vertieft. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse von Quellen und Dokumenten zu den hier behandelten Themen.

Ersatz- bzw. Extratermine:
- 19.07. entfällt.

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-201825


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PD Dr. Karin Orth


Veranstaltungen:

Übung

Nationalsozialismus und (die eigene) Familiengeschichte

Übung

Theorie und Praxis der lebens-geschichtlichen Interviews (Schwerpunkt: „Hütekinder“)


 

 


 

Übung


Nationalsozialismus und (die eigene) Familiengeschichte

Do: 16-18 UhrRaum: Breisacher Tor / R 105


Inhalt:

Die Übung richtet sich an diejenigen Studierenden, die sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte beschäftigen - und dabei auf den Zweiten Weltkrieg und Nationalsozialismus stoßen. Zunächst wird es darum gehen, die Familiengeschichte zu rekonstruieren. Welche Personen, Orte und Ereignisse sind für die Familiengeschichte relevant? Welche Erzählungen sind historisch verbürgt und wo findet man weitere Informationen? Jenseits der Rekonstruktion der Fakten wird es jedoch auch darum gehen, sich mit den Erzählungen selbst zu beschäftigen. Welche gesellschaftlichen Diskurse und Topoi tauchen in den Erinnerungen der Familienmitglieder auf? Welche Muster des Sprechens (oder Schweigens) über die NS-Zeit, über Krieg und Bomben herrsch(t)en in der Familie vor und welche Funktion erfüllt(e) dies?
 

Die Veranstaltung beginnt in der 2. Vorlesungswoche.
Zusatztermin: Freitag 13.07.2018, 15.00-18.00 Uhr (KG IV / ÜR 2)

 

Literatur:

Harald Welzer u.a.: "Opa war kein Nazi". Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis, Frankfurt am Main 2002.
Per Leo: Flut und Boden. Roman einer Familie, Stuttgart 2014.

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-201815
 

 

Übung

 

Theorie und Praxis der lebens-geschichtlichen Interviews (Schwerpunkt: „Hütekinder“)
Mo: 13-16 UhrRaum: Breisacher Tor / R 107


Inhalt:

Das Befragen von Zeitzeugen hat sich als Methode in der Geschichtswissenschaft längst etabliert. Es geht - zunächst und ganz allgemein - darum, durch (meist lebensgeschichtliche) Interviews etwas über die Vergangenheit zu erfahren. Was genau erfragt werden kann und wie dies geschehen sollte, darüber wird seit einigen Jahren intensiv diskutiert. In der Übung stehen jedoch nicht nur die Auseinandersetzung mit der Theorie und der Forschungsliteratur zur Oral History im Mittelpunkt, sondern auch die Praxis. Mit anderen Worten: Es geht darum, selbst ein lebensgeschichtliches Interview zu führen. Der inhaltliche Fokus liegt auf dem Thema “Hütekinder” - ein Forschungsfeld, über das zurzeit in Freiburg und Umgebung intensiv gesprochen und diskutiert wird. Zudem sind viele ehemalige “Hütekinder”, die heute im Seniorenalter stehen, bereit, über ihre Erfahrungen und Erinnerungen Auskunft zu geben.

 

Literatur:

Obertreis, Julia: Oral History, Stuttgart 2011.
Heinecke, Julia: Zwischen Viehhüten und Hirtenschule. Schwarzwälder Hütekinder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Furtwangen 2010.

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-201814
 

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Dr. Arvid Schors


Veranstaltungen:

Hauptseminar

(gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Herbert)
Kriegsende 1945
 
 
 
 
 

Hauptseminar (gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Herbert)


Kriegsende 1945

Mi: 13-16 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2

 

Inhalt:

Das Jahr 1945 steht symbolisch für eine relativ kurze Phase außerordentlicher, historisch nahezu beispielloser Wandlungen – militärisch, politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, kulturell. Das Seminar untersucht diese Wandlungen vor und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in mehreren Ländern im Vergleich. Am Beginn steht jeweils die letzte Phase des Krieges, wobei in Ländern der Achse und den von ihnen besetzten Gebieten der Moment der Transformation, die „Sekunde Null“, von besonderem Interesse ist. Im zweiten Schritt werden die Hinterlassenschaften des Krieges untersucht: die Opfer, die materiellen Schäden, die politische, soziale und kulturelle Situation. In einem dritten Schritt werden die Versuche des Neuanfangs analysiert, die in den Ländern der Sieger und der Besiegten naturgemäß sehr unterschiedlich ausfallen. Hier sind sowohl die großen Konferenzen mit ihren weitreichenden Auswirkungen wie die Neuordnungsversuche in den einzelnen Ländern zu berücksichtigen. Schließlich wird gefragt, ob und wann die einzelnen Länder zur Normalität zurückkehren – und ob es eine solche überhaupt gegeben hat.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 24.09.2018.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 16.07.2018 und 05.10.2018.

Literatur:

Gregor Dallas: Poisoned Peace. 1945 - The War that never ended, London 2006.
Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Bd. 3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014.
Ian Buruma: '45. Die Welt am Wendepunkt, München 2014.
Ulrich Herbert, Axel Schildt (Hg.): Kriegsende in Europa. Vom Beginn des deutschen Machtzerfalls bis zur Stabilisierung der Nachkriegsordnung 1944 – 1948, Essen 1998.
Deutsches Historisches Museum (Hg.): 1945 - Niederlage, Befreiung, Neuanfang. Zwölf Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, Darmstadt 2015.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-201859


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Ella Müller


Veranstaltungen:

Proseminar

The Age of Reagan. Die USA in den 1980er Jahren
 
 

Proseminar


The Age of Reagan. Die USA in den 1980er Jahren

Mo: 13-16 Uhr    Raum: KG IV / Mediaraum
 

Inhalt:

Acht Jahre regierte der Republikaner Ronald Reagan die USA. Je nachdem wen man heute fragt, handelte es sich bei dem ehemaligen Schauspieler aus Kalifornien entweder um den erfolgreichsten Präsidenten der Nachkriegszeit, dem es gelungen sei, ein verunsichertes Land zu alter Stärke zurückzuführen, im Kalten Krieg den Sieg über das „Reich des Bösen“ zu erringen und der nach Jahrzehnten umfassender gesellschaftlicher Veränderungen wieder Stabilität und Ordnung herstellte. Oder aber Reagan wird als der erste ideologische Hardliner an der Spitze der republikanischen Partei bezeichnet, dessen politische Entscheidungen die Kluft zwischen arm und reich, weiß und schwarz in den USA vergrößerten und dessen Deregulierungs- und Schuldenpolitik sich auf Dauer als verheerend erwiesen hätten. Diese unterschiedlichen Bewertungen deuten auf eine der wirkmächtigsten Folgen der Reagan-Jahre hin, über die ausnahmsweise Einigkeit herrscht: Die zunehmende Polarisierung der US-Gesellschaft, die das Land bis heute prägt.
Im Seminar wird es darum gehen, möglichst viele Facetten der politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen in den 1980er Jahren in den Blick zu nehmen. Wir werden uns dabei sowohl mit Reagans Kurswechsel in der Außenpolitik im letzten Jahrzehnt des Kalten Krieges als auch mit den unter dem Namen Reagonomics bekannt gewordenen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen beschäftigen. Außerdem werden wir uns mit der Bedeutung der Neuen Rechten, den eskalierenden Rassenkonflikte und den Versuche, die kulturelle und gesellschaftliche Liberalisierung seit den 60er Jahren einzudämmen ebenso auseinandersetzen, wie mit neuen Herausforderungen der Zeit wie etwa AIDS oder den zahlreichen Korruptionsskandalen der Reagan-Administration. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach dem Ort und der Bedeutung der 80er Jahre in der amerikanischen Nachkriegsgeschichte und nach dem Stellenwert der Ära Reagan als unmittelbarer Vorgeschichte unserer Gegenwart.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 09.09.2018.
Mündliche Prüfungen finden nach individueller Absprache zwischen dem 16.07.2018 und 05.10.2018 statt.


Literatur:

Philipp Gassert, Mark Häberlein, Michael Wala: Kleine Geschichte der USA, Stuttgart 2008, S. 478-493.
William H. Chafe: The Unfinished Journey. America since World War II, 8. Aufl. Oxford 2015, S. 448-474.
 

Lehrversanstaltungsnummer:

06LE11S-20182