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Forschungsgruppe Zeitgeschichte
Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität

Postadresse:
Historisches Seminar
D-79098 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

Büros:
Erbprinzenstraße 13
79098 Freiburg

 

Lehrveranstaltungen im SS 19


 
 
Prof. Dr. Ulrich Herbert Dr. Arvid Schors
Prof. Dr. Karin Orth
Dr. Jörg Später
Dr. Helke Rausch  

Hinweis: Alle Zeitangaben sind c.t. sofern nicht explizit als s.t. angekündigt.

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Prof. Dr. Ulrich Herbert

Veranstaltungen:

Oberseminar

Prof. Dr. Ulrich Herbert
 

Hauptseminar

Der Zweite Weltkrieg in Europa
 

Vorlesung

Historische Wegmarken im 20. Jahrhundert (Überblicksvorlesung)
 

Übung

Mentorat
 




 
 

Oberseminar

Prof. Dr. Ulrich Herbert

Mi: 18-20 Uhr Raum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

Im Oberseminar werden neuere Forschungsarbeiten zur Neuesten Geschichte von Studierenden und Doktoranden aus Freiburg sowie von auswärtigen Gästen vorgestellt und diskutiert. Es ist für alle Studierenden offen und richtet sich vorwiegend an Studierende der höheren Semester, Examenskandidaten, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter.

Beginn voraussichtlich in der zweiten Vorlesungswoche.

 
Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11OS-20192

 

Hauptseminar

Der Zweite Weltkrieg in Europa

Mi: 13-16 Uhr Raum:  KG IV / ÜR 2

Inhalt:

Der Zweite Weltkrieg wurde und wird in der Regel aus je nationalgeschichtlicher Perspektive erzählt, übergreifende Herangehensweisen sind hingegen selten. In diesem Seminar soll versucht werden, die zentralen politischen und militärischen Entwicklungen zu verknüpfen mit vergleichenden und transnationalen Ansätzen, um die Situation in verschiedenen Ländern und Regionen zu untersuchen und zueinander in Beziehung zu setzen. Dabei stehen Themen wie deutsche Besatzung, Kollaboration, Partisanen und Widerstand, wirtschaftliche Entwicklung, Judenverfolgung, Zwangsarbeit u.a. im Vordergrund.

Anforderungen: Klausur in der 4. Semesterwoche, wöchentliche Essays.

Die Lehrveranstaltung beginnt am 24.04.2019.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 23.09.2019.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 22.07.2019 und 10.10.2019.


Hinweis:
Das Seminar entfällt am 22.05. und am 05.06., Ersatztermine finden am 21.05. und am 04.06. jeweils von 18-21 Uhr in HS 4450 (KG IV) statt.

 
Literatur:
Richard J. Evans: Das Dritte Reich, Band 3: Krieg, München 2009.
Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens, Band 2: Die Zeit der Weltkriege 1914 – 1945, München 2011.
Mark Mazower: Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, München 2009.
Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014.
Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation. Europa 1914 – 1945, München 2011.
 

Lehrveranstaltungsnummer:
06LE11S-201958


zur Auswahl

 

Vorlesung 

Historische Wegmarken im 20. Jahrhundert (Überblicksvorlesung)

Do: 10-12 Uhr

Raum:  KG II / HS 2004


Inhalt:
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte des „langen“ 20. Jahrhunderts, das von den 1890er Jahren bis in unsere Gegenwart reicht. Dabei werden im Sinne konzentrischer Kreise deutsche, europäische und globale Geschichte behandelt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den historischen Wegmarken – gemeint sind Entwicklungen oder Ereignisse, welche die zeitgenössische Gegenwart und Zukunft in besonderer Weise geprägt haben. Unzweifelhaft ist eine Auswahl solcher „Wegmarken“ durchaus subjektiv, jedoch nicht willkürlich.

Die Lehrveranstaltung beginnt am 25.04.2019.

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur, voraussichtlich am 19.07.2019 in HS 2006 (KG II).


Hinweis:
Die Vorlesung entfällt am 09.05., am 23.05. und am 06.06., Ersatztermine finden am 06.,05., 27.05. und am 03.06. jeweils von 18-20 Uhr ebenfalls in HS 2004 statt. Aufgrund der zusätzlichen Ausfälle durch Feiertage findet am 24.06. von 18-20 Uhr in HS 2004 ein Zusatztermin statt.

 
Literatur:
Heinrich-August Winkler: Geschichte des Westens, Bde 2-4, München 2011 – 2015.
Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014.
Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 1995.
Tony Judt: Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006.
Mark Mazower: Der dunkle Kontinent. Europa im 20. Jahrhundert, Berlin 2000.
Ian Kershaw: Höllensturz. Europa 1914 bis 1949, München 2016.
Ian Kershaw: Roller-Coaster. Europe, 1950-2017, London 2018.
 

Lehrveranstaltungsnummer:
06LE11V-20194


 zur Auswahl

 

Mentorat 

Übung zur Vorlesung Massenmigration im 19. und 20. Jahrhundert

Do: 14-16 Uhr

Raum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

In dem Mentorat, das sich ausschließlich an Studierende der Masterstudiengänge wendet, werden vor allem Klassiker der Geschichtsschreibung mit einem Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert gelesen und ausführlich diskutiert. Dabei werden die methodischen und historiographiegeschichtlichen Fertigkeiten und Kenntnisse vertieft und eher grundsätzliche Fragen zur Geschichte und Geschichtswissenschaft verhandelt.

Anforderungen: In dem Mentorat stellt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein größeres Werk vor und liest zudem Ausschnitte aus den von den anderen Teilnehmern vorgestellten Arbeiten.

Die Lehrveranstaltung beginnt am 25.04.2019.

Hinweis:
Das Mentorat entfällt am 23.05. und am 06.06.


Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-201916

 


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Prof. Dr. Karin Orth 

Veranstaltungen:

Hauptseminar

„Dienstbare Geister“?! Städtisches Gesinde im 19. Jahrhundert


 

 


 

Hauptseminar 

„Dienstbare Geister“?! Städtisches Gesinde im 19. Jahrhundert

Fr: 10-12 Uhr

Raum: Breisacher Tor / R 205


Inhalt:
Das Gesinde stellte im 19. Jahrhundert eine der größten Berufsgruppen in der Stadt. Gegen Arbeitsbelastung und Zumutungen der bürgerlichen Herrschaft wehrten sich die Dienstmädchen und Dienstboten - anders als die Fabrikarbeiterschaft - nicht durch organisierten Protest, sondern eher durch listige Strategien, die sich - massenhaft vollzogen - durchaus als erfolgreich erwiesen. Für Deutschland ist dies sowie die soziale Lage der Dienstboten im Allgemeinen gut erforscht. Es liegen zahlreiche Regionalstudien vor, die aus sozial- und wirtschaftsstruktureller, volkskundlicher oder literaturwissenschaftlicher Perspektive gearbeitet sind und auf verschiedensten Quellenbeständen beruhen, darunter unter anderem Archivalien, wie zeitgenössische Enquetten über die soziale Lage der Dienstboten, Romane, in denen jene beschrieben werden, oder Ego-Dokumente wie Lebenerinnerungen ehemaliger Dienstmädchen und sogar Oral History-Interviews. Anderes hingegen ist bislang kaum erforscht - das gilt insbesondere für das im gewerblichen Mittelstand beschäftigte Gesinde. Zur Erforschung dieser Gruppe liegen jedoch in Basel wertvolle Quellenbestände bereit, mit dem wir uns im Seminar beschäftigen werden: So geben die Akten des sogenannten Dienstbotenrichters, die im Staatsarchiv Basel-Stadt lagern, Einblick in den Arbeitsalltag und die Lebenswelt der städtischen Dienstbotinnen und Dienstboten. Darüber hinaus wurden in Basel vor einigen Jahren zahlreiche Skeletten von Personen gefunden, darunter auch von Dienstmägden, die heute im Naturhistorischen Museums Basel aufbewahrt werden - sie stellen eine weltweit einzigartige Sammlung dar und einen für Historiker eher ungewöhnlicher Quellenbestand. Wie dieser im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen des Gesindes untersucht und ausgewertet werden kann, wird der Anthropologe Dr. Gerhard Hotz vom Naturhistorisches Museum Basel erläutern. Vorgesehen sind zwei Exkursionstage nach Basel: ins Staatsarchiv Basel-Stadt (voraussichtlich 28. Juni 2019) und ins Naturhistorischen Museums Basel (voraussichtlich 5. Juli 2019).

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 01.10.2019.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 22.07.2019 und 10.10.2019.

Die Lehrveranstaltung beginnt am 03.05.2019.

 

Literatur:
Müller, Heidi: Dienstbare Geister. Leben und Arbeitswelt städtischer Dienstboten (Schriften des Museums für Deutsche Volkskunde, 6), Berlin 1985.
Wierling, Dorothee: Mädchen für Alles. Arbeitsalltag und Lebensgeschichte städtischer Dienstmädchen um die Jahrhundertwende, Berlin/Bonn 1987.
Tanner, Albert: Arbeitsame Patrioten - wohlanständige Damen. Bürgertum und Bürgerlichkeit in der Schweiz 1830-1914, Zürich 1995.

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-201959


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Dr. Helke Rausch

Veranstaltungen:

Übung

Panik! Amerika im internationalen Jahr 1919

 
 

Übung

Panik! Amerika im internationalen Jahr 1919

Di: 8-10 Uhr

Raum:  KG IV / ÜR 2



Inhalt:
1919 steht in den USA für den Beginn der Red Scare, einer politisch orchestrierten Kommunismuspanik, die manches von dem vorwegnahm, was in den frühen 1950ern als McCarthyism wiederkehren sollte. In der Übung geht es aber hauptsächlich um 1919 als doppeltes Prisma: zum einen für den analytischen Blick auf die Tiefenstrukturen und Problemlagen der US-amerikanischen Gesellschaft im frühen 20. Jahrhundert und zum anderen für die Frage, wie ‚amerikanisch‘ das besondere Jahr 1919 überhaupt ausfiel und wo es ohne die komplexen transnationalen Verflechtungen Amerikas nicht verstanden werden kann. Wie lässt sich die inszenierte Hexenjagd auf eine kaum sichtbare internationalistische Linke just in dem Jahr erklären, in dem zeitgleich die demokratische Moderne Triumphe feierte, als man, auch international inspiriert, das Frauenwahlrecht einführte? Und welche Rolle spielten die umstrittene Teilnahme der USA am gerade zu Ende gegangenen Weltkrieg und die Nachricht von Russischer Revolution und Bürgerkrieg in der konfliktanfälligen multiethnischen Einwanderernation?

Über die eingehende Lektüre aktueller englischsprachiger Forschungsliteratur sollen sich die Teilnehmer der Übung selbständig zu Quellen vorarbeiten, anhand derer sie solche Fragen bearbeiten können.


Literatur:
Nick Fischer, Spider Web: the Birth of American Anticommunism, Urbana, Chicago 2016.

Lehrveranstaltungsnummer:
06LE11Ü-20195


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Dr. Arvid Schors 

Veranstaltungen:

Proseminar

What Difference Did the War Make? Großbritanniens Rolle in der Welt (1938-1956)

 

 

 


 

 

Proseminar 

What Difference Did the War Make? Großbritanniens Rolle in der Welt (1938-1956)

Mi: 13-16 Uhr

Raum:  KG I / HS 1032

 

Inhalt:
In den 1870er Jahren war Großbritannien die mächtigste Nation der Welt: Es verfügte über mehr Schlachtschiffe als alle anderen Mächte zusammen, kontrollierte ein Fünftel des Globus und besaß die größte Wirtschaft weltweit. 100 Jahre später hatte sich Großbritanniens internationale Stellung – mit Verlust der Kolonien, aber auch der militärischen und ökonomischen Vormachtstellung – beinahe ins Gegenteil verkehrt. Für diese Entwicklung kommt den Jahren zwischen dem „Münchner Abkommen“ 1938 und der Suezkrise 1956 eine Schlüsselstellung zu. Während 1938 mit der Appeasementpolitik gegenüber Hitler-Deutschland verbunden ist, steht die Suezkrise emblematisch für die Grenzen britischer Macht nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Seminar richtet das Augenmerk auf diesen längeren Zeitabschnitt, wobei der Zweite Weltkrieg zwischen 1939 und 1945 den Dreh- und Angelpunkt darstellt. Dabei soll zum einen der Frage nach dem Einfluss und Zäsurcharakter des Zweiten Weltkriegs für Großbritanniens Rolle in der Welt nachgegangen werden. Hierbei sollen vor allem die besonderen Beziehungen zu den USA, die Auflösung des Empires, aber auch die britische Rolle für die europäische Nachkriegsordnung, nicht zuletzt als Besatzungsmacht, im Mittelpunkt stehen. Zum anderen sollen die vielfältigen Verknüpfungen in den Blick genommen werden, die zwischen der internationalen Sphäre einerseits und innenpolitischen oder gesellschaftlichen Veränderungen andererseits bestehen. Schließlich werden wir auch die bis heute einflussreiche Deutung eines britischen „Decline“ kritisch diskutieren. Das Seminar fungiert als Einführung in die britische und in die internationale Geschichte des 20. Jahrhunderts.

 

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 13.09.2019.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 22.07.2019 und 10.10.2019.

Die Lehrveranstaltung beginnt am 24.04.2019.


Hinweis:
Der überwiegende Teil der Sekundärliteratur und der Quellen liegt in englischer Sprache vor. Gute Englischkenntnisse sind deshalb Voraussetzung für die Seminarteilnahme.


Literatur:
Paul Addison: The Impact of the Second World War, in: Ders./Harriet Jones (Hg.): A Companion to Contemporary Britain. 1939-2000, Malden u.a.O. 2007, S. 3-22.
David Reynolds: Britannia Overruled. British Policy and World Power in the Twentieth Century, London/New York 1991, insb. S. 126-206.
David Reynolds: From World War to Cold War: The Wartime Alliance and Post-War Transitions, 1941-1947, in: The Historical Journal 45 (2002) 1, S. 211-227.

Lehrveranstaltungsnummer:
06LE11S-20192


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Dr. Jörg Später 

Veranstaltungen:

Übung

Der Neue Deutsche Film in der Geschichte der Bundesrepublik (1962-1989)

 


 

Übung 

Der Neue Deutsche Film in der Geschichte der Bundesrepublik (1962-1989)

Di: 14-18 Uhr

Raum: Peterhof / R 3

 

Inhalt:

Im Jahr 1962 verkündete eine Reihe von jungen deutschen Filmemachern selbstbewusst: „Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.“ Das Kino befand sich in einer schweren Krise, zum Teil wegen des aufstrebenden Fernsehens, zum Teil wegen der fehlenden Qualität von „Papas Kino“. Die Filmrebellen versprachen gegen staatliche Subventionen einen neuen deutschen Autorenfilm. Knapp fünf Jahre später ging es mit Alexander Kluges Abschied von gestern los, wie generell die Kultur in dem dynamischen langen sechziger Jahren begann, sich in die gesellschaftliche Realität einzumischen und die Künste sich politisierten, ehe in den Siebzigern ein internationaler „German Film Boom“ mit Regisseuren wie Fassbinder, Schlöndorff und Wenders zu bestaunen war. Die Übung wird anhand von zwölf Filmen die Geschichte der Bundesrepublik beleuchten. Es stellt sich dabei die Frage, was man anhand von Filmen über Geschichte überhaupt erfahren kann. Umgekehrt werden wir mit unserem Geschichtswissen die Filme beleuchten, sie also historisieren. De Übung ist vierstündig, da wir in ihrem Rahmen die Filme gemeinsam anschauen.

 

Die Lehrveranstaltung beginnt am 23.04.2019 und findet alle zwei Wochen als Blockseminar statt.

 
Literatur:
Axel Schildt/Detlef Siegfried, Deutsche Kulturgeschichte. Die Bundesrepublik – 1945 bis zur Gegenwart, München 2009.
 

Lehrversanstaltungsnummer:
06LE11Ü-201918


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