Uni-Logo
Sections
You are here: Home Mitarbeitende Melanie Fritscher-Fehr
Document Actions

Melanie Fritscher-Fehr

Kontakt

 

Melanie Fritscher-Fehr studierte Neuere und Neueste Geschichte, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an den Universitäten Trier und Freiburg. Im Sommer 2009 schloss sie ihr Magisterstudium mit einer Arbeit zur literarischen Großstadtwahrnehmung in den Texten Robert Walsers ab. Von April 2011 bis März 2014 arbeitete Melanie Fritscher-Fehr als wissenschaftliche Koordinatorin der DFG-Forschergruppe »Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart«. Zudem promoviert sie zum unten aufgeführten Projekt bei Frau Prof. Dr. Sylvia Paletschek. Forschungsschwerpunkte bilden hierbei Medien- und Kulturgeschichte, öffentliche Geschichtsnarrative, Hörfunk- und Wissensgeschichte. Das Dissertationsprojekt wird durch das Cusanuswerk gefördert. Seit 2012 ist sie als Redakteurin der Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“ tätig.

  

Dissertationsprojekt

Demokratie im Ohr - Geschichtskultur und Wissensnetzwerke im Schulfunk des SDR und SWF von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis 1965

Gegenstand der Dissertation sind Entwicklung und Inhalte des Schulfunks in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum stehen historische Beiträge des Programms von 1945 bis zur Mitte der 1960er Jahre, die Quellen zur Geschichtskultur und Bildungsgeschichte der Bundesrepublik darstellen. Obwohl der Hörfunk in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Dominanz des Fernsehens das Leitmedium bildete, liegen bislang kaum Informationen zu seinem Umgang mit Geschichte, insbesondere zur Thematisierung des Nationalsozialismus vor.  Gleichzeitig wissen wir wenig über die Redakteure und Redakteurinnen der Nachkriegszeit und welche journalistischen Netzwerke sich im Hörfunk und Fernsehen ausbildeten. Der Schulfunk erwies sich als ein Experimentierfeld für eine junge Generation von Journalisten und Journalistinnen und avancierte so zu einem wichtigen und innovativen Forum für die politische Demokratisierung, für die Demokratisierung historischer Bildung und für die Annäherung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Darüber hinaus war seine Entwicklung eng mit der gesamtgesellschaftlichen und politischen Entwicklung der Bundesrepublik verwoben. Die von der zeitgeschichtlichen Forschung erarbeiteten wissenschaftlichen Leitnarrative der Westintegration, der Liberalisierung und Demokratisierung können über die Analyse des Schulfunks endlich auch im Bereich der Massenmedien näher spezifiziert werden. Die Dissertation verspricht neue Einsichten zur Frage, in welcher Form der Rundfunk seinem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag nachkam und liefert gleichermaßen einen Beitrag zur Untersuchung der Genese von historischem und damit gesellschaftlich relevantem Wissen in den bundesrepublikanischen Massenmedien bis in die 1960er Jahre.

 

  

Veröffentlichungen


Melanie Fritscher: Geschichtsunterricht für Hausfrauen? Geschichtsvermittlung im »Schulfunk« von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre. In: Rundfunk und Geschichte 35 (2010), H. 3-4, S. 65-66.

Melanie Fritscher: Dauerberieselungsanlage oder Bildungsmedium? Das Radio und die Entwicklung des Fernsehens aus der Perspektive des SWF-Schulfunks von 1950 bis 1972. In: Uwe Breitenborn/Gerlinde Frey-Vor/Christian Schurig (Hg.): Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950, Köln 2013, S. 129-152. (Jahrbuch Medien und Geschichte)

Melanie Fritscher: Was ist man in diesem nicht endenwollenden Strom von Menschen? Robert Walsers Jakob von Gunten im Kontext der literarischen Großstadtwahrnehmung der Jahrhundertwende, Saarbrücken 2014.

 

Vorträge


»Demokratie im Ohr« – Vortrag im Doktorandenkolloquium des ZZF in Potsdam, 3. Juni 2014

»›Historische Wahrheit‹ und ›Verlebendigung‹«. Geschichte im SWF-Schulfunk der 1950er und 1960er Jahre. Vortrag im Rahmen des Mediengeschichtlichen Forums der Heidelberg Public History, 29. November 2012

»Dauerberieselungsanlage oder Erziehungsmodell?« – Das Radio in den frühen 1950er Jahren am Beispiel der Geschichtssendungen des SDR-Schulfunks. Tagung Populäre Geschichte und medialer Wandel zwischen Fortschrittsoptimismus und Kulturpessimismus, Nachwuchsgruppe der Forschergruppe Historische Lebenswelten/AG Populäre Geschichts- und Wissenskulturen, Universität Freiburg, 23. Juni 2012

»Kein wildes Dauerhören mehr!« – Das Fernsehen als Chance für den Hörfunk oder als angsteinflößende Konkurrenz? Vortrag auf der Jahrestagung des Studienkreises »Rundfunk und Geschichte« zum Thema Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950 in Leipzig, 8. Mai 2012

»Demokratie im Ohr« – Geschichtskultur und Wissensgesellschaft im Schulfunk. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK an der Universität Bamberg, 19. Januar 2012

»Geschichtsunterricht für Hausfrauen – Geschichtsvermittlung im Schulfunk von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre«. Vortrag im Rahmen des Medienhistorischen Forums des Studienkreises »Rundfunk und Geschichte« und des »Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte« der DGPuK in Lutherstadt Wittenberg, 8. Oktober 2010

 

Mitgliedschaften


- Studienkreis »Rundfunk und Geschichte«

- Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.V (DGPuK)

- Graduiertenschule »Humanities« der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

« May 2016 »
May
MoTuWeThFrSaSu
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031
Personal tools