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Projekt Hochbruck/Oesterle

'Geschichtstheater': (Re-)Konstruktionen nordamerikanischer historischer Lebenswelten

 

Wir beobachten in den letzten Jahrzehnten eine enorme Proliferation kreativer Geschichtsaneignungspraktiken, die in dramatisch-narrativer Form historische Lebenswelten (re-)konstruieren. Die Bandbreite dieser Praktiken, die unter dem Begriff Geschichtstheater gefasst werden sollen, reicht von mit hohem wissenschaftlichem Anspruch betriebener experimenteller Archäologie über die museumstechnisch und pädagogisch besonders in Nordamerika flächendeckend genutzte Living History sowie populäre Reenactments bis zur parahistorischen Phantastik sogenannter Live Action Rollenspiele. Das amerikanistische Projekt beschäftigt sich mit der typologischen Abgrenzung der Varietäten des Geschichtstheaters und erarbeitet eine Theorie, die seine Verortung zwischen Wissenschaftlichkeit und Kulturindustrie erfasst und die Problematik der Beziehungsebenen zwischen Wissensschöpfung, -reproduktion und -vermarktung berücksichtigt.
 

Projektleitung: Wolfgang Hochbruck
Mitarbeitende: Carolyn Oesterle; Hilfskräfte: Anna-Lena Hauenstein, Anna Stockitt, Vicky Tafferner

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