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Medievalism and Music. Das Mittelalter zwischen historisch‐kritischer Aufführungspraxis und Rockkonzert

Vom 26.-27. April 2013

 

Veranstaltungsort: Deutsches Volksliedarchiv, Rosastraße 17-19, 79098 Freiburg

Das Mittelalter ist in der Populärkultur allgegenwärtig geworden und zunehmend beschäftigen sich auch die verschiedenen mediävistischen Disziplinen mit den populären Erscheinungsformen jener „fernen und manchmal komplett fiktiven Epoche“ (Groebner 2008) in Kinofilmen, Historischen Romanen, Videospielen oder auf Mittelaltermärkten. Eine weiterreichende Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Klängen in der (Pop)Musik als einem der erfolgreichsten Medien der Mittelalter‐Imagination steht dagegen noch aus, dieses Feld ist bislang kaum bis gar nicht bearbeitet. In der Musikwissenschaft finden sich zwar erste Auseinandersetzungen mit Mittelalterrezeptionen in der Musik (Kreutziger‐Herr 2003), allerdings klammern diese den populären Sektor vollständig aus. In der Jugendkulturund Szeneforschung wiederum gibt es wenige, vor allem auf die jeweilige ‚Szene‘ beschränkte Hinweise, die jedoch auf dezidiert musikalische Fragen kaum eingehen. Der Workshop „Medievalism & Music“, veranstaltet von der DFG‐Forschergruppe Historische Lebenswelten an der Albert‐Ludwigs‐Universität Freiburg nähert sich dem Thema Mittelalter in populärer Musik aus verschiedenen Perspektiven, indem ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis zusammengebracht werden. Neben der Frage nach der Darstellung von Mittelalter (Medievalism) auf der musikalischen, textlichen und performativen Ebene soll es dabei um die Produzenten und Rezipienten gehen.

Das Symposium gliedert sich in drei Panels, die mit ihren unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen einen Einblick in die historischen Entwicklungslinien und in unterschiedliche Genres geben. In allen drei Panels sollen dabei insbesondere die folgenden Fragen und Schwerpunkte bearbeitet werden: Wie gestalten sich die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Mittelalter in den verschiedenen „Szenen“ und Genres? Woher rührt die Begeisterung für „Mittelalterliches“ in Musik, Texten, Bildern und Performance? Welche Mittelalterbilder werden durch die Darbietungen und Distributionsmedien von Musik (auch im Vergleich mit anderen Medien) konstruiert? Welches Interesse und welche Motivation treibt sowohl Rezipienten als Produzenten der Musik an? Wo liegt die Motivation, bestimmte Bilder aufzugreifen und an welche kulturellen, politischen und geschichtlichen Traditionen wird dabei angeknüpft?
Welche Bedeutung hat historische Authentizität in den verschiedenen Aufführungspraxen und im Bezug auf welche Aspekte der Szene? Und letzten Endes: Was ist das Mittelalter in der Musik von Richard Wagner, Carl Orff, Ougenweide, Qntal, In Extremo und Enslaved?

Das Programm des Workshops finden Sie hier.

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