Lernen aus der Katastrophe? Eine historisch-politikwissenschaftliche Untersuchung über den gesellschaftlichen Umgang mit klimabedingten Extremereignissen
Das Projekt befasst sich in einer historisch-politikwissenschaftlichen Analyse mit den politischen Strategien zur Anpassung des Managements von Ökosystemen an (klimabedingte) Extremereignisse. Die Themenbearbeitung geschieht zweistufig: Im ersten Schritt werden in breiter Auswahl die einschlägigen wissenschaftlichen Quellen darauf untersucht, welche Reaktionen und Verhaltensweisen des politisch-administrativen Systems (Politik und Verwaltung) in den letzten ca. 150 Jahren bei klimabedingten Extremereignissen (Stürme, Hochwasser, Dürre) dokumentiert wurden. Im zweiten Schritt erfolgt eine politikwissenschaftliche Einordnung der gefundenen Reaktionsmuster in Hinblick auf die Frage, wie lernfähig das politische System ist und welche Möglichkeiten bestehen, dessen Reaktionen gezielt zu beeinflussen. Die Untersuchung soll einerseits mit eigenständigen wissenschaftlichen Publikationen abgeschlossen werden. Andererseits soll es ein größeres Forschungsprojekt vorbereiten, in dem die Fragestellung auf verschiedene Szenarien künftig zu erwartender Klimaextreme ausgedehnt und auf der Basis hier erarbeiteter Hypothesen vertieft werden kann.
- Projektleitung: Dr. Peter-Michael Steinsiek
- Laufzeit: 14. 08.2010 bis 31.07.2011
- Finanzierung: Eva Mayr-Stihl Stiftung
