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Mobilität, ERASMUS und Auslandsstudium

 

Studienortwechsel und Horizonterweiterung
Studienaufenthalte an Hochschulen jenseits der eigenen Heimatuniversität können zu den stimulierendsten Erfahrungen der Studienjahre gehören und werden seitens des Instituts nachdrücklich begrüßt und unterstützt. Jede Universitätslandschaft und jede einzelne Hochschule bildet eigene Unterrichtsformen, methodische Ansätze und inhaltliche Spezialisierungen heraus, die das individuelle Profil erweitern, ergänzen und insgesamt bereichern. Auch der kritische Blick auf das eigene wissenschaftliche Herkommen wird durch einen Gang an eine andere Hochschule geschärft. Bei Auslandsaufenhalten kommt der vertieften Einblick in die Kultur eines fremden Landes sowie die Gelegenheit zum Erwerb von Sprachkenntnissen hinzu. In jedem Fall, auch beim Hochschulwechsel innerhalb des deutschen Sprachraums, bedeutet die Umstellung auf andere akademische Perspektiven und soziale Umfelder also eine wichtige Etappe im persönlichen und wissenschaftlichen Reifeprozeß, die zunehmend auch in der außeruniversitären Berufswelt geschätzt wird.

 

Archäologische Denkmäler am Studienort
Für Archäologen von besonderem Interesse ist der Umstand, daß sich in einigen Gastländern durch Denkmäler und Museen hervorragende Möglichkeiten bieten, die eigene Denkmälerkenntnis in direkter Anschauung vor Ort zu erweitern und zu vertiefen. Bei der Entscheidung für einen Studienortwechsel sollten Studierende der Archäologie neben den methodischen, sprachlichen und kulturellen Reizen der möglichen Zielorte als weiteren Standortfaktor also auch berücksichtigen, welche archäologischen Zeugnisse vor Ort besucht und studiert werden können.

 

Planung eines Studienortwechsels
Die Entscheidung, sein Studium zeitweilig an einem anderen Ort aufzunehmen, bedarf mithin der reiflichen Überlegung: Wo kann ich meine spezifischen Interessen weiter ausbauen oder stimmig ergänzen? Was sind die spezifischen Stärken und Schwächen möglicher anvisierter Studienorte? Welche Voraussetzungen muß ich mitbringen, um die Möglichkeiten, die sich mir dort bieten, optimal zu nutzen? Um sich über die eigenen Ziele und die Möglichkeiten zu deren effizienter Umsetzung klar zu werden, wird dringend empfohlen, die persönliche Beratung im Gespräch mit Fachvertretern in Anspruch zu nehmen.

 

Ziele und Wege
Die Möglichkeiten, sich von Freiburg aus andere universitäre und kulturelle Horizonte zu erschließen, sind breit gefächert:

  • Zeitweilige Hochschulwechsel innerhalb Deutschlands stellen (in der Regel...) keine sprachliche Hürde dar und erlauben angesichts der z.T. beträchtlichen Unterschiede in Lehrangebot und Ausrichtung der Archäologischen Institute eine wissenschaftliche und soziale Horizonterweiterung ohne größeren Planungsaufwand und Reibungsverluste. Wer z.B. ein Semester an einem anderen Archäologischen Institut im deutschsprachigen Raum erwägt (hier eine Liste der Institute, hier eine der Studiengänge in den Archäologien), sollte sich in der Studienberatung über die fachlichen Perspektiven, bei der Gemeinsamen Kommission über die Möglichkeiten informieren, sein Vorhaben in das Curriculum seines Studiengangs zu integrieren. Ab Wintersemester 2010 erleichtert das PONS-Programm mit der Vereinfachung der bürokratischen Vorgänge und finanziellen Zuschüssen Freiburger Bachelor-Studierenden mit den Vertiefungsbereichen Klassische Archäologie oder Christliche Archäologie den Studienortwechsel innerhalb Deutschlands. Neben Freiburg nehmen die Archäologischen Institute der Universitäten Bochum, Bonn, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Regensburg, Rostock und Tübingen teil.            
  • Auf regionaler Ebene ermöglicht EUCOR, das Kooperationsprogramm der französischen, schweizerischen und deutschen Universitäten am Oberrhein, Lehrveranstaltungen und Studienfächer an allen beteiligten Hochschulen zu besuchen und anrechnen zu lassen. Im Rahmen des Programms werden auch Fahrtkostenzuschüsse bewilligt, um die Mobilität zwischen den Studienorten zu erleichtern.
  • Für ein- oder zweisemestrige Auslandsaufenthalte stellt das europäische Austauschprogramm ERASMUS / Sokrates / Lebenslanges Lernen den unkompliziertesten und schnellsten Weg dar. Der Austausch basiert auf bilateralen Abkommen zwischen einzelnen Instituten; Studiengebühren im Gastland fallen nicht an.
  • Seit 2008 besteht mit dem Johns Hopkins - Freiburg - Gaststipendium ein Austauschabkommen zwischen dem Freiburger Archäologischen Institut und dem Department of Classics der Johns Hopkins University in Baltimore/Maryland (USA), in dessen Rahmen Kurzstipendien für ca. einmonatige Studienaufenthalte an der jeweiligen Partnereinrichtung vergeben werden.

 

 

 

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