Deutsch - US-amerikanische Kooperationen in Computational Neuroscience
Mit der transnationalen Förderinitiative "Deutschland - USA Zusammenarbeit in Computational Neuroscience"unterstützen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die National Science Foundation (NSF) und die National Institutes of Health (NIH) deutsch-amerikanische Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Computational Neuroscience. Dazu wurden ab 2010 je ca. 1,8 Mio, ab 2011 je ca. 1,3 Mio € und ab 2012 je ca. 1,2 Mio € von den deutschen und amerikanischen Institutionen zur Verfügung gestellt.
Die Deutsch - US-amerikanischen Kooperationen in Computational Neuroscience zielen darauf ab, transnationale Forschungsprojekte zu etablieren, bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Forschern der beiden Länder zu vertiefen und diese auf eine neue Ebene zu heben.
Folgende Projekte werden zur Zeit im Rahmen der Deutsch - US-amerikanischen Kooperationen in Computational Neuroscience gefördert:
Erste Förderrunde, ab 2010:
- Berlin - Cambridge: "Die Rolle von Astrozyten in der Informationsverarbeitung kortikaler Netzwerke"
- Freiburg - Cambridge: "Integration von bottom-up und top-down Signalen bei der visuellen Erkennung"
- Lübeck - New York: "Die Wirkung von schwachen elektrischen Strömen auf die Gedächtniskonsolidierung im Schlaf"
- Mannheim - Los Angeles: "Persistierende Aktivität im Medialen Temporallappen in vivo"
- München - San Diego: "Hippocampale Repräsentation auditorischer und räumlicher Sequenzen"
Zweite Förderunde, ab 2011:
- Berlin - College State: "Modellbasierte Steuerung der Streudepolarisierung (Spreading Depression)"
- Bonn - Ashburn / Evanston / Stanford: "Generierung von Computermodellen der dendritischen Signalverarbeitung und synaptischer Plastizitätsmechanismen in hippokampalen Nervenzellen mit Hilfe hochauflösender Mikroskopieverfahren"
- Gießen - New Haven: "Neuronale Theorie der dreidimensionalen Formwahrnehmung"
- Heidelberg - Ithaca: "Verarbeitung komplexer, verteilter Signale im Riechkolben der Maus"
- Magdeburg - Hanover / Princeton: "Entwicklung allgemeingültiger, hoch-dimensionaler Modelle neuronaler Repräsentationsräume"
- Tübingen - Atlanta: "Wie dynamisch ist neuronale Kodierung? Zustandsabhängige Stimulusselektivität in thalamo-corticalen Netzwerken im Tasthaarsystem der Ratte"
Dritte Förderrunde, ab 2012:
- Frankfurt / Heidelberg - San Antonio: "Auswirkungen von aktivitätsabhängigen Veränderungen der Chlorid-Konzentration auf die Kleinhirnfunktion"
- Jena - Rochester: "Auf hochdimensionale Daten skalierbare Analyse funktioneller Konnektivität im menschlichen Gehirn"
- Düsseldorf - Aurora: "Aufklärung der ZNS-Regeneration - Von der Faktenextraktion zum experimentellen Design"
- Jena - Pasadena: "Computationale und neuronale Mechanismen der Inferenz über Entscheidungs-Strukturen"
- Göttingen - Buffalo: "Somatische Natrium-Kanäle und zeitliche Präzision der Aktionspotentiale"
Weitere D-USA Projekte sollen in kommenden Jahren gefördert werden.
