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Russlanddeutsche Lieder – Popularlieder in transkultureller Lebenswelt.

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. (2012/13)


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Ingrid Bertleff, M. A.

ingrid.bertleff@geschichte.uni-freiburg.de

julia harpers

 

Julia Harpers

julia.harpers@neptun.uni-freiburg.de

 


Im Rahmen dieses interdisziplinär angelegten Forschungsvorhabens soll die Verortung der traditionellen Popularlieder in der historischen Lebenswelt der Russlanddeutschen untersucht werden. Das Ziel ist eine grundlegende Untersuchung des Korpus der sogenannten „kolonistischen Lieder“ der Russlanddeutschen im Hinblick auf ihre Verankerung in deren historischen Lebenswelten.

Innerhalb dieses Projektes steht die Frage nach den transkulturellen Prozessen, die sich in diesen Liedern ablesen lassen, im Zentrum der Forschungen. Es soll gezeigt werden, wie sich Sprache und Musik, Inhalte und Verwendungsweisen unter dem Einfluss der Migration verändern. Die systematische Analyse und Darstellung der grundlegenden liedspezifischen Parameter, die das – wechselweise von Austausch und Abgrenzung geprägte – Verhältnis zur russischen (bzw. ukrainischen) Mehrheitsgesellschaft zum Ausdruck bringen, schafft den kulturgeschichtlichen Bezugsrahmen, in dem sich individuelle Liedgeschichten erst sinnvoll verorten lassen.

„Kolonistische Lieder“ sind spezifische Repräsentanten russlanddeutscher Popular¬lieder, die Alltag, Kultur und Geschichte in den traditionellen Siedlungen der Russlanddeutschen in besonderer Weise mit geprägt haben. Ihr Profil als Liedgruppe konstituiert sich dadurch, dass diese Lieder erst in der neuen, russischen Heimat der ausgewanderten Deutschen entstanden sind und dort gepflegt wurden. Zugleich werden sie bis in die Gegenwart tradiert (und verändert). Eine weitere Besonderheit dieses Liedkorpus ist darin zu sehen, dass solche Tradierung noch im Medienzeitalter des 20. Jahrhunderts weitgehend mündlich erfolgte.

Am Beispiel der „kolonistischen Lieder“ soll in diesem Forschungsprojekt gezeigt werden, welche besondere Rolle traditionelle Lieder als identitätsstiftende Faktoren und als Erinnerungsträger der Russlanddeutschen eingenommen haben (und einnehmen).

Projektpartnerin (Staatl. Univ. St. Petersburg): Prof. Dr. Natalia D. Swetosarowa

Neuerscheinungen

Publikationsverzeichnis OEG

Limberger, Daniel: Polen und der Prager Frühling 1968. Reaktionen in Gesellschaft Partei und Kirche. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Wien 2012.
 
Nachtigal, Reinhard: Die Murmanbahn 1915-1919. Kriegsnotwendigkeit und Wirtschaftsinteressen. St. Petersburg 2011.

 

Kontakt
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Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau

Tel.:  +49-761-203-3435,
Fax.: +49-761-203-9190
Mail: oeg@geschichte.uni-freiburg.de
 
 


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