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Wintersemester 2021/2022

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Vorlesungen     Haupt-/Masterseminare      Proseminare      Kolloquium      Übungen


Hinweise zu den Lehrveranstaltungen

  • Die Belegung findet ausschließlich über das Portal HISinOne statt.
  • Alle aktuellen Veranstaltungen sowie Lehrmaterialien finden Sie bei ILIAS.
  • Haben Sie Fragen zu unseren Lehrveranstaltungen, mailen Sie bitte dem HiWi-Team.

 

   

Vorlesungen

 

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Hauptseminare

 

PD Dr. Martin Faber 

 

Hauptseminar: Die Kosaken

Do 18 - 20 Uhr c.t.                                                Raum: R 4 Peterhof                             

Beginn: 21.10.2021

Es gibt kaum etwas, was an den Kosaken nicht umstritten ist. Das beginnt schon mit der Frage, was Kosaken überhaupt sind. Sind sie Reiterverbände oder Wehrbauern, leben sie nomadisch oder sesshaft, sind sie Räuberbanden oder Verteidiger der Christenheit, Hilfstruppen oder soziale Rebellen, haben sie eine gemeinsame Herkunft oder stammen sie von verschiedenen Völkern ab? Sind sie Polen, Russen oder Ukrainer oder bilden sie eine eigene Nationalität? Standen sie immer unter der Oberhoheit anderer Nationen oder besaßen sie zumindest zeitweise einen eigenen Staat, das Hetmanat? Wurden sie unterdrückt, und wenn ja, von wem, oder herrschte unter ihnen Demokratie? Lassen sich die verschiedenen Gruppen von Kosaken am Dnjepr, am Don, am Terek, am Ural, am Amur, am Schwarzen Meer, in den Gebieten von Kuban, Orenburg und Astrachan, im Siebenstromland, im Kaukasus und in Sibirien überhaupt alle unter diesen Begriff fassen? Und schließlich: Welcher ist der echte Donkosaken-Chor? Wer diese Fragen nicht furchterregend, sondern interessant findet, der kann in dieses Seminar kommen. Wir beschäftigen uns mit der Entstehung des Kosakentums im 15. Jahrhundert, mit ihrem islamischen Pendant, den Tataren, mit ihren Kämpfen und Bündnissen mit Polen, Russen und Türken, mit ihren Aufständen und deren Unterdrückung. Kosaken entdeckten und eroberten neue Länder. Im 19. Jahrhundert kämpften sie für Russland gegen Napoleon und gegen die Völker im Kaukasus. Im 20. Jahrhundert wollten die Bolschewisten sie "entkosakisieren", doch im 2. Weltkrieg kämpften Kosaken sowohl in der Roten Armee als auch in der deutschen Wehrmacht. Nach dem Ende der Sowjetzeit erlebten kosakische Traditionen einen neuen Aufschwung, so dass es heute bis zu 10 Millionen Kosaken geben soll. Die Behörden in Russland und der Ukraine haben immer noch Schwierigkeiten, deren Platz in ihren Staaten gesetzlich zu definieren. Aber der Kosaken-Mythos lebt weiter, in Romanen, Bildern und Musik. Und vielleicht vor allem in zahlreichen Spielfilmen, die die Antwort des Ostens auf den amerikanischen Western darstellen.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 08.04.2022.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 14 Februar und dem 14. April 2022.

 

Literatur: Andreas Kappeler: Die Kosaken. Geschichte und Legenden. München 2013; Shane O'Rourke: The Cossacks. Manchester 2007.

 

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Proseminare

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Dr. Michel Abeßer 

Proseminar: Europa per Dekret. Peter der Große und die Verwandlung des Russischen Reiches

Di 13-16 Uhr c.t.                                                               Raum: R 3 Peterhof

Beginn: 19.10.2021

Um wenige Herrschergestalten in der russischen Geschichte ranken sich mehr Mythen und Kontroversen als um Zar Peter I.. Während die einen in ihm den Autokraten sehen, der das rückständige Moskauer Reich mit Gewalt auf den notwendigen Weg der europäischen Modernisierung gebracht habe, betrachten ihn andere als Despoten, der fremde westliche Konzepte in Spannung mit einer andersartigen russischen Kultur gebracht hätte, an der das Land bis in die Gegenwart leiden würde. Zweifelsohne gehören die Reformen, die Peter nach seinen Reisen durch Westeuropa umsetzte, zu den umfassendsten Veränderungen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in der Geschichte Russlands. Der Bau von St. Petersburg im unwirklichen Sumpfland der Newa-Mündung zeigt beispielhaft die Radikalität, mit der der junge Herrscher seine Ideen umzusetzen gedachte. Gleichzeitig orientierten sich bereits seine Vorgänger im 17. Jahrhundert stärker an Europa. Viele der Maßnahmen seiner rastlosen Politik scheiterten, da sie wenig Rücksicht auf die russischen Verhältnisse nahmen. Der Zar hinterließ zu seinem Tod 1725 ein expandiertes eurasisches Imperium mit ruinierten Staatsfinanzen und einer zerrütteten Gesellschaft, das aus dem neuzeitlichen Europa aber nicht mehr wegzudenken war.
Im Seminar erörtern wir Prägungen und politisch-gesellschaftliche Vorstellungen des Zaren und diskutieren anhand ausgewählter Beispiele aus Staatsaufbau, Wirtschaft, Militär und Kultur die (Miß-)Erfolge der sogenannten petrinischen Revolutionen. Genauere Perspektiven auf einzelne Gruppen der Gesellschaft, Mentalitäten, kulturelle Repräsentation und die nicht-russischen Ethnien des Reiches helfen uns, die Grenzen der Reformen, Widerstände und den langfristigen Wandel der Epoche zu verstehen.
Russischkenntnisse sind willkommen, aber keinesfalls Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.

Das Abgabedatum der Hausarbeit ist der 31.03.2022.
Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 14. Februar und 14. April 2022.

 

Literatur: Anisimov, Evgenii V.: The Reforms of Peter the Great: Progress Through Coercion in Russia, Armonk, N.Y. 1993.; Cracraft, James: The Revolution of Peter the Great, Cambridge, Mass. 2003.; Hughes, Lindsey: Russia in the Age of Peter the Great, New Haven 1998.

 

 

Kolloquium

 

Prof. Dr. Dietmar Neutatz / Dr. Michel Abeßer


Kolloquium: Aktuelle Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte

 

Di 18-20 Uhr Raum: 4429,  KG IV 

Beginn: 19.10.2021

 

Das Kolloquium wendet sich an Abschlusskandidat*innen und Doktorand*innen. In den Sitzungen werden laufende Qualifikationsarbeiten und Vorträge auswärtiger Wissenschaftler*innen diskutiert. Das Programm wird zu Beginn des Semesters über die Homepage des Lehrstuhls für Neuere und Osteuropäische Geschichte bekannt gegeben.

 

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Übungen

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 Aleksandra Pojda de Pérez

Übung: Polnisch für Historiker*innen I (Niveau A1 ohne Vorkenntnisse) 

Do 13.30-15.00 Uhr KG IV, HS 4450 

Beginn: 21.10.2021

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die polnische Sprache und Kultur. 

Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. 

Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive, der Personal-, Possessiv-, Interrogativ- und Demonstrativpronomina; Präsens polnischer Verben sowie deren Reaktion. 

Es wird mit dem Lehrbuch ""Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet. 

Die Anmeldung erfolgt über HisInOne

(Kontakt mit der Dozentin: aleksandra.pojda@geschichte.uni-freiburg.de)

 

 

 Aleksandra Pojda de Pérez

 

Übung: Polnisch für Historiker*innen II (Niveau A2 mit Vorkenntnissen) 

Do 12.00-13:30 Uhr KG IV, HS 4450 

Beginn: 21.10.2021

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und richtet sich an Studierende mit polnischen Sprachvorkenntnissen (Niveau A1/A2). 

Im Mittelpunkt des Kurses stehen Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. 

Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive (Genitiv), Präteritum und Futur polnischer Verben sowie Aspekt der Verben. 

Es wird mit dem Lehrbuch ""Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet (ab Lektion 7).

Die Anmeldung erfolgt über HisInOne. 

(Kontakt mit der Dozentin: aleksandra.pojda@geschichte.uni-freiburg.de)

 

 

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 Iryna Dzyubynska, M.A.

 

Übung: Russisch für Historiker*innen I 

 

Mo 14:00-16:00 c.t. KG IV, HS 4450

Do 16:00-18:00 c.t. KG IV, HS 4450 

Beginn: 18.10.2021

 

Die vierstündige Übung ist auf zwei Semester angelegt und wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet. Ziel dieses Kurses ist es, Lesekenntnisse in der russischen Sprache zu erwerben, die ein Quellen- und Literaturstudium ermöglichen. Grundkenntnisse sind im Wintersemester keine erforderlich; im Sommersemester besteht dann für Neueinsteiger mit entsprechenden Vorkenntnissen ebenfalls noch die Möglichkeit, am Kurs teilzunehmen.

 

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 Iryna Dzyubynska

 

Übung: Russisch für Historiker*innen III

Mo 16.00-18.00 Uhr c.t. KG IV, HS 4450

Beginn: 18.10.2021

 

Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits den Russisch für Historiker II - Kurs absolviert haben oder über vergleichbare Sprachkenntnisse verfügen.

 

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 Maria Krempels

 

Übung: Ungarisch für Historiker*innen 

Do 18:00-20:00 c.t. KG IV, HS 4450

Beginn: 21.10.2021

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die ungarische Sprache und Kultur. Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden.

 

 

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Neuerscheinungen
  • Klare, Kai-Achim: Imperium ante portas. Die deutsche Expansion in Mittel- und Osteuropa zwischen Weltpolitik und Lebensraum (1914–1918). Wiesbaden 2020. 
  • Laura Ritter: Schreiben für die Weisse Sache. General Aleksej von Lampe als Chronist der russischen Emigration, 1920–1965. Köln 2019.
  • Martin Faber: Sarmatismus. Die politische Ideologie des polnischen Adels im 16. und 17. Jahrhundert. Wiesbaden 2018.
  • Michel Abeßer: Den Jazz sowjetisch machen. Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970. Köln 2018.
  • Ingrid Bertleff, Eckhard John, Natalia Svetozarova: Russlanddeutsche Lieder. Geschichte - Sammlung - Lebenswelten, 2 Bände, Essen 2018. (Ausgezeichnet mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2018)
  • Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hrsg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891–1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte. Essen 2017 (Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 48).
  • Peter Kaiser: Das Schachbrett der Macht. Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938). Stuttgart 2017.
  • Reinhard Nachtigal: Verkehrswege in Kaukasien. Ein Integrationsproblem des Zarenreiches 1780–1870. Wiesbaden 2016.
  • Thomas Bohn, Rayk Einax, Michel Abeßer (Hrsg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union. Frankfurt am Main/New York 2014.

 

Kontakt
Besucheranschrift:
Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau
 
Tel.:  +49 (761) 2 03-34 35
Fax.: +49 (761) 2 03-91 90
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