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Wintersemester 2020

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Vorlesungen     Haupt-/Masterseminare      Proseminare      Kolloquium      Übungen


Hinweise zu den Lehrveranstaltungen

  • Die Belegung findet ausschließlich über das Portal HISinOne statt.
  • Alle aktuellen Veranstaltungen sowie Lehrmaterialien finden Sie bei ILIAS.
  • Haben Sie Fragen zu unseren Lehrveranstaltungen, mailen Sie bitte dem HiWi-Team.

 

   

Vorlesungen

 

PD Dr. Martin Faber

Vorlesung: Das Zeitalter der Entdeckungen

Mo 14 - 16 Uhr c.t.                                                                                                           

Raum: Videokonferenzen   

Beginn: 02.11.2020

Der Titel der Vorlesung ist eigentlich veraltet. Heutzutage spricht und schreibt man eher von der “europäischen Expansion” in die Welt, die sich seit dem späten Mittelalter vollzog und die manchen als bis heute nicht abgeschlossen gilt. Fast alle Länder, in die Europäer in dieser Zeit gelangten, waren schon von anderen Menschen bewohnt, und die Europäer entdeckten sie nicht nur zuerst für sich, sondern sie besetzten und kolonisierten sie auch und beuteten ihre Menschen und Rohstoffe aus. All dies kann und soll die Vorlesung nicht ausblenden. In ihrem Mittelpunkt soll aber der Prozess stehen, bei dem die Europäer (und auch die Menschen in den von ihnen entdeckten Ländern) während der frühen Neuzeit eine neue Vorstellung von der Gestalt der Erde bekamen. Einzelne Protagonisten dieses Prozesses und ihre Errungenschaften sind dem breiten Publikum gut bekannt: Kolumbus, Vasco da Gama, Ferdinand Magellan oder James Cook. Aber viele andere Seefahrer, die auch bedeutende Entdeckungen gemacht haben, kommen in populären Darstellungen meistens nicht vor. Ähnliches gilt für die, die zu Land unterwegs waren und große Ländermassen zum ersten Mal erkundeten, wie zum Beispiel bei der Ausbreitung des russischen Reichs nach Sibirien.

Überhaupt erscheinen alle diese Leistungen in einem neuen Licht, wenn man die Vorgänge, deren Teil sie waren, umfassend in den Blick nimmt. Warum begann dieser Prozess gerade in Europa, welche Motivationen standen hinter ihm und welche technischen Voraussetzungen hatte er? In welchen Etappen verlief der Prozess der Welterkundung und in welchem Zusammenhang standen die verschiedenen Phasen? Wie verbreiteten sich die neuen Kenntnisse über die Gestalt der Erde in der Bevölkerung und welche Folgen hatten sie? Denn entdeckt wurden nicht nur neue Länder, sondern auch neue Menschen, Tiere, Pflanzen, Krankheiten, Landschaften, Rohstoffe, Kulturen und noch viel mehr. Wer sich mit diesen Fragen befasst, erfährt notwendigerweise auch eine Menge über die Geschichte von zahlreichen Wissensgebieten: Schiffsbau und Navigation, Kartografie, Astronomie, Klima, Völkerkunde, Biologie, Medizin, Wirtschaft usw. Nicht zuletzt deshalb sollen auch die Möglichkeiten moderner Präsentation mit Hilfe von Bildern und Karten in der Vorlesung voll ausgenutzt werden.

 

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur am 08.02.2021.

 

Literatur: Horst Gründer: Eine Geschichte der europäischen Expansion . Von Entdeckern und Eroberern zum Kolonialismus. Darmstadt 2003; Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015. München 2018.

 

 

   

Hauptseminare

 

Prof. Dr. Dietmar Neutatz

Hauptseminar: Russland als Imperium (1856-1917)

Di 10-12 Uhr c.t.

Das Seminar findet abhängig von der Infektionslage in Präsenz (KG I, Raum 1228), digital oder hybrid statt.

Beginn: 03.11.2020

 

Die Durchsetzung des nationalstaatlichen Prinzips im 19. und 20. Jahrhundert täuscht darüber hinaus, dass die Vorstellung, Staaten müssten sprachlich homogen sein und sich mit Nationen decken, erst ein relativ neues Phänomen ist. Große Regionen der Erde waren jahrhundertelang nicht nach dem nationalstaatlichen Prinzip organisiert, sondern gehörten zu Imperien. Die Geschichte dieser Imperien wirkt in die Gegenwart fort. Besonders deutlich ist das am Beispiel Russlands. Bis heute denken maßgebliche Teile der russischen Eliten in imperialen Kategorien. Sie haben den Zerfall der Sowjetunion nicht verwunden und akzeptieren zum Beispiel nicht, dass die Ukraine eine unabhängige Nation ist, die sich aus der russischen Einflusszone herauslösen will. Um solche Haltungen zu verstehen ist es notwendig, sich mit der Geschichte Russlands als Imperium zu befassen. Im Seminar werden wir dies für die Epoche des ausgehenden Zarenreiches tun. Angehende Lehrer*innen seien darauf hingewiesen, dass „Russland als Imperium um 1900“ als Unterrichtsthema im Bildungsplan für die Sekundarstufe II enthalten ist.

 

Einführende Literatur: Ulrike von Hirschhausen, A New Imperial History? Programm, Potenzial, Perspektiven, in: Geschichte und Gesellschaft 41 (2015), S. 718–757. Jörn Leonhard und Ulrike von Hirschhausen, Beyond Rise, Decline and Fall – Comparing Multi-Ethnic Empires in the Long Nineteenth Century (together with Ulrike von Hirschhausen), in: Dies. (eds.), Comparing Empires. Encounters and Transfers in the Long Nineteenth Century, Göttingen 2011, S. 9-36. Neutatz, Dietmar: Träume und Alpträume. Eine Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert. München 2013. Jobst, Kerstin S.; Obertreis, Julia; Vulpius, Ricarda: Neuere Imperiumsforschung in der Osteuropäischen Geschichte: die Habsburgermonarchie, das Russländische Reich und die Sowjetunion. In: Comparativ 18 (2008), S. 27–56.

 

Bedingungen für die Teilnahme: Anmeldung über das Online-Belegverfahren in HISinOne. Kenntnisse der russischen Sprache werden nicht vorausgesetzt, sind aber günstig. Von der ersten auf die zweite Sitzung ist ein Essay abzuliefern, der als Teil der Studienleistung gilt. Das fristgerechte Erbringen dieser Studienleistung ist Voraussetzung für den weiteren Besuch des Seminars. Thema und Literatur werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Leistungsnachweise: Prüfungsleistung: Schriftliche Hausarbeit (Abgabetermin 20. März 2021) oder mündliche Prüfung (nach individueller Absprache zwischen 15. Februar und 09. April 2021). Studienleistungen: Eingangsessay, regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, vorbereitende Lektüre, schriftliche Ausarbeitungen, Sitzungsprotokoll. In diesem Seminar werden keine Referate gehalten, sondern wir setzen uns in anderen Formen mit dem Thema auseinander.

 

 

Zielgruppen: Das Seminar wendet sich an Studierende der Geschichte und der Russlandstudien. 

 

 

 

PD Dr. Martin Faber 

 

Hauptseminar: Polen zwischen den Weltkriegen 

Do 18 - 20 Uhr c.t.                                                Raum: online                             

Beginn: 05.11.2020

In der polnischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ist die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine eher ungewöhnliche Epoche. In dieser Zeit gab es einen unabhängigen polnischen Nationalstaat, wohingegen das Land zuvor 123 Jahre zwischen seinen Nachbarn geteilt gewesen war, 1939 wieder zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt wurde und nach dem 2. Weltkrieg jahrzehntelang unter sowjetischer Vorherrschaft stand. Doch die Freude über die wiedererlangte Unabhängigkeit wurde damals getrübt durch zahlreiche Konflikte, die man nach außen und im Innern durchzustehen hatte: Die Grenzen des Staats blieben lange Zeit ungewiss und führten zu harten Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten, bis hin zum polnisch-sowjetischen Krieg von 1920. Aber auch die verschiedenen politischen Gruppierungen innerhalb Polens hatten unterschiedliche Meinungen darüber, welche Gebiete der neue Staat umfassen sollte. Als diese Frage geklärt war, war man mit dem Problem konfrontiert, wie man mit den nationalen Minderheiten im Land umgehen sollte und wie man die weitreichende außenpolitische Isolation durchbrechen konnte. Auch die Zusammenführung der so lange getrennten polnischen Gebiete stellte den Staat und die Gesellschaft vor große Aufgaben und führte zu bemerkenswerten Aufbauleistungen. Schließlich wollte Polen sogar Kolonien in Afrika erwerben. Das kulturelle Leben im Land entwickelte sich gut, aber zugleich brachen soziale Konflikte auf, die man nun selbst bewältigen musste und die die junge Demokratie belasteten. Zersplitterung der Parteien und wirtschaftliche Probleme führten schon 1926 zum Putsch des Unabhängigkeitshelden Józef Piłsudski und zur Etablierung des “Sanacja”-Regimes, bei dem noch immer diskutiert wird, ob es noch eine Demokratie oder schon eine Diktatur war. Die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland, die während der Weimarer Republik denkbar schlecht gewesen waren, besserten sich zeitweise ab 1933, in der Folge der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland. Nach dem Tod Piłsudskis 1935 öffneten sich seine Nachfolger stärker für nationalistische und faschistische Tendenzen. Darunter hatte in Polen insbesondere die große jüdische Bevölkerungsgruppe zu leiden, die wenig später dem Holocaust zum Opfer fallen sollte, nachdem der deutsche Angriff von 1939 die Existenz des polnischen Staats abrupt beendet hatte.

Zur Vertiefung des Lernstoffs sollen den Teilnehmern auch polnische Filme aus dieser Zeit mit deutschen Untertiteln präsentiert werden.

 

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 02.04.2021.

Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache bis zum 09.04.2021.

 

Literatur: Richard M. Watt: Bitter glory. Poland and its fate 1918 to 1939. New York 1982; Wolfgang Templin: Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939. Leiden u.a. 2018.

 

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PD Dr. Dmitri Zakharine

 

Hauptseminar: Krankheit und Kontaktverbot in Osteuropa (1870-2020)

Fr 16 - 18 Uhr c.t.                                          Raum: online       

Beginn: 05.11.2020         

Syphilis, Typhus, Tuberkulose und Corona-Virus werden im Seminar unter medizinischen, sozialen und politischen Aspekten im Kontext der osteuropäischen Geschichte des langen 20. Jahrhunderts analysiert. Mit der Gottesstrafe oder dem Sittenverfall, mit dem politischen Untergang oder einer Wirtschaftskrise assoziiert, treffen Seuchen die körperlichen Grundlagen der sozialen Kommunikation. In der Vielfalt der Methoden, wie Seuchen sozial gehandhabt und therapiert werden, werden etablierte Lebensformen einer Gemeinschaft abgebildet: von kollektiven Ausgangssperren und Zwangsquarantänen bis zu individuell umsetzbaren Regeln der Abstandnahme, vom Ignorieren unauffälliger Krankheitssymptome bis zur Materialisierung des Unsichtbaren, die im Einsatz elaborierter Techniken der Symptomerkennung zum Ausdruck kommt. Wie trug die Politisierung des „Siff“-Begriffs zum Untergang der russischen Dorfkultur Ende des 19. Jahrhunderts bei? Was hatten Typhus-Epidemien (1917-1922) mit dem Kollaps der Monarchie und dem Sieg des Sozialismus zu tun? Wie entblößte die Corona-Virus-Pandemie die bestehende Staatskrise in Russland unter Putin (2020)? Im Seminar wird ein heuristischer Bezugsraum für eine vergleichende Interpretation von west- und osteuropäischen Gemeinschaftsformen gesucht.

 

Einführende Literatur: Bezkorovainy, A.: Science and Medicine in Imperial Russia. Chicago 2018. Bohn, T./Neutatz, D.: Studienhandbuch Östliches Europa: Band 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Köln u.a. 2008. Braun, M.: Von Menschen und Mikroben: Malaria und Pest in Stalins Sowjetunion, 1929–1941. Wiesbaden 2019. Cockerham, W.: Health and Social Change in Russia and Eastern Europe. New York 1999. John F. Hutchinson. Politics and Public Health in Revolutionary Russia, 1890–1918. Baltimore 1990. Keyser, V./ Leonova, A.: Error Prevention and Well-Being at Work in Western Europe and Russia […] Dordrecht 2001. Kyoo-Sik, L.: Das Volk von Moskau und seine bedrohte Gesundheit: Öffentliche Gesundheitspflege in Moskau, 1850-1914. Frankfurt u.a. 1996. Obolevitch, T.: Faith and Science in Russian Religious Thought. Oxford 2019. Tikhonova, N.: Health and Health Care in the New Russia. New York 2009. Zakharine, D.: "Homo clausus in Mitteleuropa", in:  Handlung. Kultur. Interpretation. Zeitschrift für Sozial- und Kulturwissenschaften, vol. 16, no. 2 (2007): 387-410.

Bedingungen für die Teilnahme: Anmeldung über das Online-Belegverfahren in HISinOne. Kenntnisse der russischen Sprache werden nicht vorausgesetzt. Von der ersten auf die zweite Sitzung ist ein Essay abzuliefern, der als Teil der Studienleistung gilt. Das fristgerechte Erbringen dieser Studienleistung ist Voraussetzung für den weiteren Besuch des Seminars. Thema und Literatur werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Leistungsnachweise: Prüfungsleistung: Schriftliche Hausarbeit (Abgabetermin 20. März 2021) oder mündliche Prüfung (nach individueller Absprache zwischen 15. Februar und 09. April 2021). Studienleistungen: Eingangsessay, regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, vorbereitende Lektüre, schriftliche Ausarbeitungen, Referat, Sitzungsprotokoll. 

 

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Proseminare

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Dr. Michel Abeßer 

Seminar: Jüdische Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion

Di 13-16 Uhr c.t.

Beginn: 03.11.2020

Das Seminar widmet sich der widersprüchlichen Geschichte der russischen Juden im späten Zarenreich, der Sowjetunion und dem heutigen Russland. Aufgrund der vielfachen Diskriminierung im späten Zarenreich und einem wiederholten Aufflammen von Pogromen begrüßte ein Großteil der jüdischen Bevölkerung die revolutionären Umwälzungen nach 1917, die für diese jedoch ambivalente Wirkung zeigten. Der Wegfall beruflicher Diskriminierung öffnete vielen den Aufstieg in zentrale Positionen von Politik, Kultur und Wissenschaft und machte sie so zu loyalen Verfechtern des frühen revolutionären Regimes, das sich offen gegen den zarischen Antisemitismus und Pogromgewalt positioniert hatte. Die Förderung des Jiddischen als gleichwertige Sprache und säkularer jüdischer Kultur ging einher mit der antireligiösen Politik der 1920er Jahre. Mit der Schaffung eines jüdischen autonomen Bezirks im Fernen Osten schuf der Sowjetstaat sogar erstmals ein eigenes Territorium, das nach dem sowjetischen Verständnis einer Ethnie jüdischen Sowjetbürger fehlte. Der Zionismus als politisches Feindbild, schleichende Russifizierung und die Stalinistischen Säuberungen in den 1930er Jahren verschlechterten die Situation vieler jüdischer Bürger. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust gelten als tiefste Einschnitte jüdischen Lebens in der Sowjetunion, dem bis zu zwei Millionen Juden zum Opfer fielen. Im Kontext des aufziehenden Kalten Kriegs und der Gründung des Staates Israel entfachte das spätstalinistische Regime in den späten 1940er Jahren eine beispiellose antisemitische Kampagne mit zahlreichen repressierten Vertretern aus Politik und Kultur. Trotz eines hohen Anteils an Juden innerhalb der engagierten technischen und kulturellen Intelligenzija in der späten Sowjetunion blieb die staatliche Politik, häufig verstärkt durch Ereignisse wie den Sechs-Tage-Krieg, ambivalent. Sie führte in den 1970er Jahren nach internationalem Druck zu einer Emigrationsswelle von 250000 sowjetischen Bürgern in die USA und nach Israel, die über den Zerfall der Sowjetunion hinaus bis in die 1990er anhielt.

Anhand dreier Perspektiven auf staatliche Politik, gesellschaftliche Integration und die Geschichte der jüdischen Emigration nach Israel, in die USA und nach Deutschland diskutieren wir Entwicklungen und Zäsuren der jüdischen Geschichte in Russland (und den Zielländern der Emigration). Dabei interessieren uns das sich wandelnde Bündel an staatlichen Maßnahmen, die über Status, soziale Mobilität und Grad an kultureller Autonomie entschieden und die Spannungsfelder zwischen affirmativer und repressiver Politik und der Einfluss außenpolitischer Entwicklungen. Dieser Perspektive von oben stellen wir Fragen nach dem Zusammenleben von Juden und Nicht-Juden im Alltag und den Spezifika des russischen Antisemitismus entgegen. Mit der Perspektive auf Emigration können wir nicht nur Prozesse von Ideen- und Kulturtransfer erörtern, mit denen russischen Juden die israelische, westeuropäische und amerikanische Gesellschaft prägten. Die Teilnehmer/innen werden im Laufe des Semesters in kleinen Gruppen ein Forschungsprojekt zu den Erfahrungen und dem Erleben der Emigration durch einzelne Familien über mehrere Generation durchführen und aufbereiten.

 

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 31.03.2020.

Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 15. Februar und 09. April 2021. 

 

Literatur: Bemporad, Elissa: Becoming Soviet Jews. The Bolshevik Experiment in Minsk, Bloomington, Ind. [u.a.] 2013.; Frank Grüner: Patrioten und Kosmopoliten – Juden im Sowjetstaat 1941–1953, Köln / Weimar / Wien 2008.; Petrovsky-Shtern, Yohanan: The Golden Age Shtetl. A New History of Jewish Life in East Europe, Princeton, NJ 2014.; Slezkine, Yuri: The Jewish century, Princeton, N.J. [u.a] 2004.

 

 

Kolloquium

 

Prof. Dr. Dietmar Neutatz / Dr. Michel Abeßer


Kolloquium: Aktuelle Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte

 

Di 18-20 Raum 4429 bzw. Videokonferenzen

Beginn: 03.11.2020

 

Das Kolloquium wendet sich an Abschlusskandidat*innen und Doktorand*innen. In den Sitzungen werden laufende Qualifikationsarbeiten und Vorträge auswärtiger Wissenschaftler*innen diskutiert. Das Programm wird zu Beginn des Semesters über die Homepage des Lehrstuhls für Neuere und Osteuropäische Geschichte bekannt gegeben.

 

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Übungen

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 Aleksandra Pojda de Pérez

Übung: Polnisch für Historiker*innen I (Niveau A1 ohne Vorkenntnisse) 

Do 13.30-15.00 Uhr KG IV, HS 4450 

Falls die Kurse online durchgeführt werden müssen, beginnt der Kurs um 13.15 Uhr s.t. 

Beginn: 05.11.2020

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die polnische Sprache und Kultur. 

Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. 

Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive, der Personal-, Possessiv-, Interrogativ- und Demonstrativpronomina; Präsens polnischer Verben sowie deren Reaktion. 

Es wird mit dem Lehrbuch ""Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet. 

Die Anmeldung erfolgt über HisInOne

 

 

 Aleksandra Pojda de Pérez

 

Übung: Polnisch für Historiker*innen II (Niveau A2 mit Vorkenntnissen) 

Do 12.00-13:30 Uhr KG IV, HS 4450 

Falls die Kurse online durchgeführt werden müssen, dann beginnt der Kurs um 11.45 Uhr s.t. 

Beginn: 05.11.2020

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und richtet sich an Studierende mit polnischen Sprachvorkenntnissen (Niveau A1/A2). 

Im Mittelpunkt des Kurses stehen Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. 

Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive (Genitiv), Präteritum und Futur polnischer Verben sowie Aspekt der Verben. 

Es wird mit dem Lehrbuch ""Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet (ab Lektion 7).

Die Anmeldung erfolgt über HisInOne. 

(Kontakt mit der Dozentin: aleksandra.pojda@geschichte.uni-freiburg.de).

 

 

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 Iryna Dzyubynska, M.A.

 

Übung: Russisch für Historiker*innen I 

 

Mo 14:00-16:00 c.t. KG IV, HS 4450

Do 14:00-16:00 c.t. KG IV, HS 4121 

Falls die Kurse online durchgeführt werden müssen, dann findet der Kurs am Donnerstag von 15:00-17:00 s.t. statt.

Beginn: 02.11.2020

 

Die vierstündige Übung ist auf zwei Semester angelegt und wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet. Ziel dieses Kurses ist es, Lesekenntnisse in der russischen Sprache zu erwerben, die ein Quellen- und Literaturstudium ermöglichen. Grundkenntnisse sind im Wintersemester keine erforderlich; im Sommersemester besteht dann für Neueinsteiger mit entsprechenden Vorkenntnissen ebenfalls noch die Möglichkeit, am Kurs teilzunehmen.

 

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 Iryna Dzyubynska

 

Übung: Russisch für Historiker*innen III

Mo 16.00-18.00 Uhr c.t. KG IV, HS 4450

Beginn: 02.11.2020

 

Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits den Russisch für Historiker II - Kurs absolviert haben oder über vergleichbare Sprachkenntnisse verfügen.

 

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 Maria Krempels

 

Übung: Ungarisch für Historiker*innen 

Do 18:00-20:00 c.t. KG IV, HS 4450

Beginn: 05.11.2020

 

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die ungarische Sprache und Kultur. Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden.

 

 

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Neuerscheinungen
  • Klare, Kai-Achim: Imperium ante portas. Die deutsche Expansion in Mittel- und Osteuropa zwischen Weltpolitik und Lebensraum (1914–1918). Wiesbaden 2020. 
  • Laura Ritter: Schreiben für die Weisse Sache. General Aleksej von Lampe als Chronist der russischen Emigration, 1920–1965. Köln 2019.
  • Martin Faber: Sarmatismus. Die politische Ideologie des polnischen Adels im 16. und 17. Jahrhundert. Wiesbaden 2018.
  • Michel Abeßer: Den Jazz sowjetisch machen. Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970. Köln 2018.
  • Ingrid Bertleff, Eckhard John, Natalia Svetozarova: Russlanddeutsche Lieder. Geschichte - Sammlung - Lebenswelten, 2 Bände, Essen 2018. (Ausgezeichnet mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2018)
  • Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hrsg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891–1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte. Essen 2017 (Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 48).
  • Peter Kaiser: Das Schachbrett der Macht. Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938). Stuttgart 2017.
  • Reinhard Nachtigal: Verkehrswege in Kaukasien. Ein Integrationsproblem des Zarenreiches 1780–1870. Wiesbaden 2016.
  • Thomas Bohn, Rayk Einax, Michel Abeßer (Hrsg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union. Frankfurt am Main/New York 2014.

 

Kontakt
Besucheranschrift:
Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau
 
Tel.:  +49 (761) 2 03-34 35
Fax.: +49 (761) 2 03-91 90
Mail: oeg@geschichte.uni-freiburg.de
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