Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Professuren Governance in Mehrebenensystemen Forschungsprojekte
Artikelaktionen

Forschungsprojekte

  Laufende Forschungsprojekte

  • "Das institutionelle Design internationaler Organisationen: Förderung oder Beschränkung von Deliberation zwischen Mitgliedstaaten?"

 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderzeitraum: Oktober 2017 - September 2020

Projektleitung: Prof. Dr. Diana Panke

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Franziska Hohlstein, Gurur Polat



dfg-projekt deliberation 2017dt

(v.l.n.r.: Philipp Wagenhals, Diana Panke, Leonardo Rey, Franziska Hohlstein, Gurur Polat)
 

Zusammenfassung:

Staatliche Verfassungen, Gründungsverträge internationaler Organisationen (IO) und Geschäftsordnungen haben gemeinsam, dass viele der Regeln die sich mit Interkationen zwischen Akteuren beschäftigen einerseits Raum für Deliberation schaffen sollen, andererseits die dafür zur Verfügung stehende Zeit begrenzen. Während letzteres die Entscheidungsfindung beschleunigt, können Qualität und Legitimität von Entscheidungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie gehen IOs mit diesen widerstreitenden Zielen um? Gibt es Unterschiede zwischen IOs und wenn ja warum? Das Projekt erhebt in einem ersten Schritt wie institutionelles Design von IOs Deliberation unter Diplomaten fördert oder begrenzt. Zweitens wird mittels eines Surveys analysiert wie institutionelle Regeln in der Praxis genutzt werden. Dies erlaubt Varianzen und (fehlende) Passfähigkeit zwischen institutionellem Design und diplomatischer Deliberationspraxis innerhalb und zwischen IOs zu erklären. In einem dritten Schritt wird untersucht wie und unter welchen Bedingungen institutionelles deliberatives Design und diplomatischer Deliberationspraxis in IOs die Problemlösungsfähigkeit und Legitimität beeinflussen.

Projektziele:

Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist nicht nur die Anzahl internationaler Organisationen (IO) gestiegen, sondern auch der Korpus internationalen Rechts gewachsen. Dennoch wissen wir wenig darüber, wie sich die institutionellen Designs von IOs unterscheiden und wie Varianz in ihrer deliberativen Qualität Interaktionsdynamiken zwischen Staaten und damit auch Verhandlungsergebnisse beeinflusst. Aufgrund dessen verfolgt das Projekt drei große Ziele: (1) Erfassen und Erklären des Ausmaßes und der Unterschiede zu dem IOs institutionell ausgestaltet sind, um Deliberation zwischen Diplomaten zu fördern; (2) Erheben des tatsächlichen Ausmaßes deliberativer diplomatischer Praktiken und Erklären warum diese zwischen IOs variieren und weshalb es zu Diskrepanzen zwischen institutionellem deliberativem Design und diplomatischen deliberativen Praktiken kommen kann; und (3) Analyse des Zusammenhangs zwischen institutionellem Design von IOs, diplomatischen deliberativen Praktiken und der Problemlösungsfähigkeit, der Effizienz und Legitimität von IOs.

Deshalb zielt das Projekt darauf ab:

  • neue empirische Erkenntnisse über das Ausmaß zu dem IOs institutionell darauf angelegt sind, Deliberation zwischen Diplomaten fördern, und über das Ausmaß tatsächlicher deliberativer diplomatischer Praktiken zu schaffen,

  • Erklärungen für Varianzen hinsichtlich des deliberativen institutionellen Designs und der diplomatischen deliberativen Praktiken in und zwischen IOs zu entwickeln,

  • neue Einblicke in die Funktionsweise von Institutionen sowie in Praktiken die den Effekt institutionellen Design begrenzen oder verstärken können oder die als funktionale Äquivalente auftreten zu ermöglichen,

wichtiges und originäres Wissen darüber, wie IOs Deliberation unter Diplomaten anregen können, und über die Implikationen für die Optimierung der Beziehung zwischen schneller, guter und legitimer Entscheidungsfindung in IOs zu generieren.

Für weitere Informationen, klicken Sie hier.

 

  • "Still Images - Moving People? How visual images trigger the willingness to participate in political protest"

 

Förderung: Friede-Springer-Stiftung

Förderzeitraum: Juni 2017 - November 2019

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Diana Panke (Universität Freiburg), PD Dr. Stephanie Geise (Universität Münster), Dr. Axel Heck (Universität Kiel)

 

still images - moving people?

 

Zusammenfassung:

Über die sprichwörtliche „Macht der Bilder“ wird in den Sozialwissenschaften seit Beginn der digitalen Revolution immer wieder neu nachgedacht und geforscht, denn wohl nie zuvor war die Verfügbarkeit und Omnipräsenz von Bildern so ausgeprägt, wie im Zeitalter der neuen Medien und sozialen Netzwerke. Gleichzeitig beobachten wir enorme soziale Verwerfungen innerhalb der Gesellschaften, die sich in eine zunehmende Protestbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern übertragen und in Form sozialer Bewegungen (PEGIDA etc.) und der Gründung neuer Parteien (AfD etc.) verfestigt haben. In der Pilotstudie soll der Zusammenhang zwischen Medienbildern, der von ihnen hervorgerufenen emotionalen Valenz (positive, neutral, negativ) und der Protestbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern genauer untersucht werden.

Der Pilotstudie liegt daher die zentrale Fragestellung zugrunde: Wie und unter welchen Bedingungen ruft die wahrgenommene emotionale Valenz von Medienbildern behaviorale, affektive und kognitive Reaktionen bei Betrachtern hervor und beeinflusst somit deren Bereitschaft zum politischen Protest?

Innovativ ist neben der hochaktuellen Fragestellung auch der gewählte methodische Zugang. So kombinieren wir Surveys mit Eye-Tracking Methoden, um Einblicke in die behaviorale, affektive und kognitive Bildwirkung zu erlangen. Dabei greift das Projekt auf Expertise verschiedener Disziplinen zurück und auch das Projektteam setzt sich interdisziplinär aus Politik- und Kommunikations-wissenschaftlern zusammen.

 

  • "Interdisciplinary Perspectives on Environmental Conflict and Related Migration"

 

Förderung: FRIAS Freiburg Institute for Advanced Studies

Förderbeginn: Wintersemester 2017/18

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Michael Pregernig (Umwelt- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Tim Krieger (Ordnungs- und Wettbewerbspolitik), Prof. Dr. Diana Panke (Wissenschaftliche Politik)

Zusammenfassung:

Die Forschergruppe “Interdisciplinary Perspectives on Environmental Conflict and Related Migration” beschäftigt sich mit einem hochaktuellen und wichtigen Thema. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Zusammenhänge zwischen Ressourcen- und Umweltkonflikten in Ursprungsländern und die dadurch herbeigeführte Migration in Gastländern sowie die Auswirkungen dieser Migration in Gast- und Herkunftsländern. Dabei geht die Forschergruppe drei Fragestellen nach: Unter welchen Bedingungen setzten Ressourcen- und Umweltkonflikte Anreize zur Migration? Welche Personen migrieren tatsächlich? Und wie sind Migrationsströme politisch reguliert? Diese Fragen werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit beleuchtet. Zu diesem Zwecke trifft sich die Forschergruppe regelmäßig, organisiert einen Workshop und ein Herausgeberband und organisiert Vorträge im Rahmen der Freiburger Horizonte Serie.

 

  • "Jean Monnet Netzwerk zu EU-UN Beziehungen"

 

Förderung: Die Europäische Union

Projektbeginn: Dezember 2016, Laufzeit 3 Jahre

Zusammenfassung:

EU-NET. Studying EU-UN Relations.

Partner von Prof. Dr. Diana Panke und Team sind neben der koordinierenden Athens University of Economics and Business (Spyros Blavoukos, Dimitris Bourantonis, John Galariotis und Maria Gianniou), ExpertInnen der London School of Economics and Political Science (Karen Smith), Leiden University (Madeleine Hosli), Universitat Pompeu Fabra (Robert Kissack), Katholieke Universiteit Leuven (Jan Wouters und Edith Drieskens), Adelphi University (Katie Laatikainen), Université catholique de Louvain (Tom Delreux).

Projekthomepage: http://eunnet.eu/

 

Link zu den kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekten

 
Publikationen Prof. Dr. Diana Panke

 

Benutzerspezifische Werkzeuge