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Forschungsprojekte

  Laufende Forschungsprojekte

"Überlappender Regionalismus in Afrika, Amerika und Asien und Europa"

 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektleitung: Prof. Dr. Diana Panke, Dr. Sören Stapel

dfg projekt regionalismus

(v.l.n.r.: Sören Stapel & Diana Panke)

Zusammenfassung

Nach Ende des zweiten Weltkriegs und dem Ende des Kalten Kriegs haben Staaten jeweils vermehrt miteinander auf regionaler Basis kooperiert und hierzu regionale Organisationen (RO) gegründet. Die heute mehr als 70 ROs sind durch das Phänomen des überlappenden Regionalismus gekennzeichnet, denn Staaten sind meist Mitglied in mehreren ROs und die ROs überlappen auch hinsichtlich ihrer Politikkompetenzen. Überlappender Regionalismus ist weit verbreitet, aber wir wissen noch sehr wenig über das Phänomen. Dies ist nicht zuletzt erstaunlich, weil überlappender Regionalismus negative Implikationen für die Effektivität von ROs haben kann, wenn diese Mitgliedstaaten und Politikschwerpunkte teilen, aber unvereinbare Regeln erlassen. Das Projekt will zum Schließen der Forschungslücken einen Beitrag leisten und untersucht deshalb drei Fragestellungen: Wie hat sich überlappender Regionalismus über Zeit und Raum entwickelt? Warum und unter welchen Bedingungen entsteht überlappender Regionalismus und wann nimmt er zu? Wie reagieren Staaten auf das Phänomen des überlappenden Regionalismus und wirkt sich dies auf die Effektivität von ROs aus? Um diese Fragen zu beantworten, erhebt das Projekt das Phänomen des überlappenden Regionalismus in umfassender Weise (1945-2015). Es entwickelt theoriegeleitete Hypothesen und analysiert die Ursachen und Auswirkungen des überlappenden Regionalismus basierend auf quantitativen Analysen und qualitativen Fallstudien.    

 

 

"Das institutionelle Design internationaler Organisationen: Förderung oder Beschränkung von Deliberation zwischen Mitgliedstaaten?"

 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderzeitraum: Oktober 2017 - September 2020, verlängert bis September 2021

Projektleitung: Prof. Dr. Diana Panke

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Franziska Hohlstein, Gurur Polat



dfgprojekt

(v.l.n.r.: Diana Panke, Franziska Hohlstein, Gurur Polat)
 

Zusammenfassung:

Staatliche Verfassungen, Gründungsverträge internationaler Organisationen (IO) und Geschäftsordnungen haben gemeinsam, dass viele der Regeln die sich mit Interkationen zwischen Akteuren beschäftigen einerseits Raum für Deliberation schaffen sollen, andererseits die dafür zur Verfügung stehende Zeit begrenzen. Während letzteres die Entscheidungsfindung beschleunigt, können Qualität und Legitimität von Entscheidungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie gehen IOs mit diesen widerstreitenden Zielen um? Gibt es Unterschiede zwischen IOs und wenn ja warum? Das Projekt erhebt in einem ersten Schritt wie institutionelles Design von IOs Deliberation unter Diplomaten fördert oder begrenzt. Zweitens wird mittels eines Surveys analysiert wie institutionelle Regeln in der Praxis genutzt werden. Dies erlaubt Varianzen und (fehlende) Passfähigkeit zwischen institutionellem Design und diplomatischer Deliberationspraxis innerhalb und zwischen IOs zu erklären. In einem dritten Schritt wird untersucht wie und unter welchen Bedingungen institutionelles deliberatives Design und diplomatischer Deliberationspraxis in IOs die Problemlösungsfähigkeit und Legitimität beeinflussen.

Projektziele:

Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist nicht nur die Anzahl internationaler Organisationen (IO) gestiegen, sondern auch der Korpus internationalen Rechts gewachsen. Dennoch wissen wir wenig darüber, wie sich die institutionellen Designs von IOs unterscheiden und wie Varianz in ihrer deliberativen Qualität Interaktionsdynamiken zwischen Staaten und damit auch Verhandlungsergebnisse beeinflusst. Aufgrund dessen verfolgt das Projekt drei große Ziele: (1) Erfassen und Erklären des Ausmaßes und der Unterschiede zu dem IOs institutionell ausgestaltet sind, um Deliberation zwischen Diplomaten zu fördern; (2) Erheben des tatsächlichen Ausmaßes deliberativer diplomatischer Praktiken und Erklären warum diese zwischen IOs variieren und weshalb es zu Diskrepanzen zwischen institutionellem deliberativem Design und diplomatischen deliberativen Praktiken kommen kann; und (3) Analyse des Zusammenhangs zwischen institutionellem Design von IOs, diplomatischen deliberativen Praktiken und der Problemlösungsfähigkeit, der Effizienz und Legitimität von IOs.

Deshalb zielt das Projekt darauf ab:

  • neue empirische Erkenntnisse über das Ausmaß zu dem IOs institutionell darauf angelegt sind, Deliberation zwischen Diplomaten fördern, und über das Ausmaß tatsächlicher deliberativer diplomatischer Praktiken zu schaffen,

  • Erklärungen für Varianzen hinsichtlich des deliberativen institutionellen Designs und der diplomatischen deliberativen Praktiken in und zwischen IOs zu entwickeln,

  • neue Einblicke in die Funktionsweise von Institutionen sowie in Praktiken die den Effekt institutionellen Design begrenzen oder verstärken können oder die als funktionale Äquivalente auftreten zu ermöglichen,

wichtiges und originäres Wissen darüber, wie IOs Deliberation unter Diplomaten anregen können, und über die Implikationen für die Optimierung der Beziehung zwischen schneller, guter und legitimer Entscheidungsfindung in IOs zu generieren.

Publikationen:

  • Diana Panke, Franziska Hohlstein, Gurur Polat (im Erscheinen): "The Constitutions of International Organizations. How Institutional Design Seeks to Foster Diplomatic Deliberation" in Global Constitutionalism.

Für weitere Informationen, klicken Sie hier.

 

 

Link zu den kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekten

 
Publikationen Prof. Dr. Diana Panke

 

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