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Der Austritt von Staaten aus Regionalorganisationen. Eine vergleichende Analyse

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektleitung: Prof. Dr. Diana Panke

Wisssenschaftliche Mitarbeiter*innen: N.N., N.N.

Studentische Hilfskräfte: Lisa Hartmann

 

Kurzzusammenfassung

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) machte kürzlich Schlagzeilen und erregte viel öffentliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit. BREXIT ist nicht der einzige Fall, in dem ein Mitgliedstaat eine regionale Organisation (RO) verlassen hat. Zwischen 1945 und 2020 gibt es 49 Austritte aus ROs. Die Analyse dieser Rückzüge ist wichtig, da Austritte die internationale Zusammenarbeit beeinträchtigen und möglicherweise zu weiterer Disintegration führen können, die auch die gegenwärtige multilaterale Weltordnung in Frage stellen könnte.

Nicht alle Staaten neigen gleichermaßen dazu, ROs zu verlassen. Tatsächlich werden die Austritte aus ROs hauptsächlich von kleineren Staaten getrieben. Während es bei einigen ROs zu mehreren Austritten kam (z. B. Gemeinsamer Markt für das östliche und südliche Afrika), erlebten andere nur einen Austritt (z. B. die EU) und wieder andere verloren nie Mitglieder (z. B. MERCOSUR). Wichtige Befunde zu staatlichen Austritten aus internationalen Organisationen (IOs), treffen auf ROs nicht zu. Deshalb wissen wir bis jetzt nicht, warum Staaten ROs verlassen und warum einige ROs mehr von Austritten betroffen sind als andere, obwohl das Verständnis von Exits für die Gesellschaft und Wissenschaft gleichermaßen von großer Bedeutung ist.

Dieses Projekt will daher die Gründe für das Phänomen der staatlichen Austritte aus ROs aufdecken, indem die folgenden Forschungsfragen beantwortet werden sollen:
  1. Warum neigen einige Staaten eher dazu, ROs zu verlassen als andere?
  2. Warum sind einige ROs anfälliger für staatliche Austritte als andere?
 

 

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