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team destradi

Das Lehrstuhlteam:
v.l.n.r. Prof. Sandra Destradi, Kai Vorberg, Angela Geck, Kim Tran (Sekretariat), Julia Gurol, David Gebhardt, Klara Leithäuser, Lukas Schmid

Die Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit gegenwärtigen Umbrüchen in der Weltpolitik und legt dabei einen besonderen Fokus auf den Globalen Süden. Zu den thematischen Schwerpunkten der Professur zählen die Auswirkungen des Aufstiegs sogenannter aufstrebender Mächte auf die Global Governance, (trans-)regionale Sicherheitsdynamiken im Globalen Süden sowie die Konsequenzen der weltweiten Etablierung populistischer Regierungen und der Diffusion autoritärer Praktiken für die internationale Politik.

Global Governance und „aufstrebende Mächte“

 

Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts untersuchen wir die Veränderungen globaler Kooperationsprozesse, die sich im Zusammenhang mit der wachsenden Bedeutung des Globalen Südens herausbilden. Dabei geht es u.a. darum, wie aufstrebende Mächte wie China oder Indien die etablierten Institutionen und Normen der Global Governance annehmen, infrage stellen bzw. versuchen zu verändern, beispielsweise durch die Herausbildung alternativer Institutionen oder durch die Intensivierung von Süd-Süd-Kooperationen. Innenpolitische Krisen in einigen der sogenannten BRICS-Staaten stellen wiederum das Narrativ des „Aufstiegs“ infrage. Zudem stehen aufstrebende Mächte vor großen Herausforderungen was die Bekämpfung von Armut, Ungleichheit, sowie Klimawandel und Umweltzerstörung betrifft. Die Politik mächtiger Staaten des Globalen Südens ist aber auch mit einer grundsätzlicheren Infragestellung bestehender Normen der „liberalen Weltordnung“ verbunden. In der Global Governance ringen neue und alte Mächte um Einfluss in den Entscheidungsgremien multilateraler Organisationen, die Ausgestaltung internationaler Normen und die Übernahme von Verantwortung in der Bereitstellung globaler öffentlicher Güter. Forschungsarbeiten an der Professur beschäftigen sich mit diesen Dynamiken in verschiedenen Themenbereichen wie Sicherheit, Klima und Handel.

Ausgewählte Publikationen

  • Gurol, Julia und Anna Starkmann (2020), New Partners for the Planet? The European Union and China in International Climate Governance from a Role-Theoretical Perspective, in: Journal of Common Market Studies (online first). DOI: 10.1111/jcms.13098. 
  • Gurol, Julia (2020), Beyond Dichotomy? Towards Conceptual and Theoretical Variety in EU-China Research, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft. DOI: 10.1007/s41358-020-00226-3. 
  • Plagemann, Johannes, Sandra Destradi und Amrita Narlikar (Hrsg.) (2020), India Rising: Ideas, Interests, and Institutions in Foreign Policy. New Delhi: Oxford University Press.
  • Weinhardt, Clara und Angela Geck (2019), Development. In: Dingwerth, Klaus und Clara Weinhardt (Hrsg.), The Language of World Trade Politics: Unpacking the Terms of Trade. Abingdon und New York: Routledge, 132-151.
     

Ausgewählte Lehrveranstaltungen

  • „Emerging Powers in World Politics“ (Wintersemester 2020/21; Prof. Dr. Sandra Destradi)
  • “Emerging Powers and Global Governance” (Sommersemester 2020; Prof. Dr. Sandra Destradi)
  • “Ungleichheit – Erklärungen, Diskurse und politische Bearbeitung auf nationaler und internationaler Ebene“ (Sommersemester 2020; Angela Geck)  

(Trans-)regionale Sicherheitsdynamiken im Globalen Süden

 

In diesem Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich die Professur mit (trans-)regionaler Kooperation und Konflikten um regionale Vorherrschaft im Globalen Süden, mit einem Fokus auf sicherheitspolitische Fragen. So werden beispielsweise die Politik regionaler Akteure in Bürgerkriegen oder die Rolle regionaler Mächte im internationalen Krisenmanagement untersucht. An der Schnittstelle zum ersten Forschungsschwerpunkt wird auch die Politik aufstrebender Mächte als neue Sicherheitsakteure analysiert sowie ihre Auswirkungen auf (trans-)regionale Sicherheitsdynamiken im Globalen Süden. 

Ausgewählte Publikationen

  • Destradi, Sandra (2018), Reluctant Powers? Rising Powers’ Contributions to Regional Crisis Management, in: Third World Quarterly 39 (12): 2222-2239.
  • Destradi, Sandra und Christian von Soest (2020), Internationales Krisenmanagement, in: Frank Bösch, Nicole Deitelhoff und Stefan Kroll (Hrsg.), Handbuch Krisenforschung. Wiesbaden: Springer VS, 233-248. 
  • Gurol, Julia (2020), The Roles of the EU and China in the Security Architecture of the Middle East, in: Asian Journal of Middle Eastern and Islamic Studies, 14 (1). DOI: 10.1080/25765949.2020.1728969.
     

Ausgewählte Lehrveranstaltungen

  • „Yemen – a country at war: conflict dynamics and prospects for peacebuilding. A cross-site seminar” (Sommersemester 2021; Julia Gurol) 

Internationale Politik im Zeitalter von Populismus und Autoritarismus

 

Der weltweite Aufstieg des Populismus sowie die Diffusion autoritärer Praktiken haben nicht nur Auswirkungen auf die Innenpolitik und die demokratische Verfasstheit einzelner Staaten, sondern auch auf deren Außenpolitik. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt der Professur liegt auf den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die internationale Politik. Dabei wird einerseits in vergleichender Perspektive nach den Auswirkungen der Bildung populistischer Regierungen auf außenpolitischen Wandel gefragt sowie das außenpolitische Handeln autoritärer Staaten in den Blick genommen. Andererseits sollen die längerfristigen Konsequenzen populistischer und autoritärer Außenpolitik auf die internationale Politik erforscht werden. 

Dabei geht es u.a. um folgende Fragen: Trägt die Zentralisierung und Personalisierung von Außenpolitik unter populistischen Regierungen zu einer erhöhten Unberechenbarkeit und Konfliktträchtigkeit internationaler Politik bei? Wie wirkt sich die Politisierung von Außenpolitik auf die Kooperationsbereitschaft, das Engagement in multilateralen Organisationen und die Bereitschaft zur Bereitstellung globaler öffentlicher Güter aus? Welche Mechanismen der transregionalen Diffusion und Förderung autoritärer Praktiken gibt es und wie tragen diese zu internationalen Autokratisierungstendenzen bei?  Hierbei steht nicht nur die Kontestation von bestehenden (liberalen) Governance-Modellen im Fokus, sondern insbesondere die Herausbildung komplexer, autoritärer Verbindungen jenseits von Nationalstaaten.  

Ab Juni 2021 wird das DFG-Projekt „Populismus und Außenpolitik“, in Kooperation mit Dr. Johannes Plagemann vom German Institute for Global and Area Studies (GIGA), an der Professur angesiedelt sein.

Ausgewählte Publikationen

  • Destradi, Sandra und Johannes Plagemann (2019), Populism and International Relations: (Un-)Predictability, Personalization, and the Reinforcement of Existing Trends in World Politics, in: Review of International Studies 45 (5): 711-730.
  • Plagemann, Johannes und Sandra Destradi (2019), Populism and Foreign Policy: The Case of India, in: Foreign Policy Analysis 15 (2): 283-301.
     

Ausgewählte Lehrveranstaltungen

  • “Populismus und Außenpolitik” (Wintersemester 2020/21; Prof. Dr. Sandra Destradi)
  • “Authoritarianism in China’s foreign policy: game-changer or business as usual?” (Wintersemester 2020/21; Julia Gurol)  

 


 

 

 

 

 

 

 

 

  

     News

Hier sehen Sie die aktuellsten News, um alle News zu sehen, klicken Sie bitte hier!

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Prof. Destradi und Egecan Hüsemoglu halten am 3. Februar 2021 einen Gastvortrag zum Thema „Populism and Foreign Policy“ an der Central University of Kashmir, India.

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Prof. Destradi hält am 1. Februar 2021 einen Vortrag zum Thema „Populismus und Pandemiebekämpfung in Indien“ im Colloquium Politicum: https://www.studiumgenerale.uni-freiburg.de/cp/reihen

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Ab dem 01.02.2021 wird eine Studentische Hilfskraft zur Mitarbeit im Forschungsprojekt "Global autocratic collaboration in times of COVID-19: Game changer or business as usual in Sino-Gulf relations" gesucht. Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

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