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Dissertationen

Von Prof. Dr. Gisela Riescher betreute Dissertationen

Abgeschlossene Dissertationen

  • Baesler, Martin: Eine Analyse des Demokratisierungsansatzes zur Erläuterung der Transformation politischer Systeme. Politische Klugheit nach Aristoteles und John Dunn (2012)
  • Degener, Ursula: Konvergenz der Geschlechter- und Generationenverträge. Alterssicherung und Geschlechterregime in Schweden und Deutschland im Vergleich (2007)
  • Gebauer, Bernt: Verfassungsreformprozesse in Großbritannien und der Schweiz. (Modell-)Demokratien im Wandel (2002/03)
  • Gurr, Judith: Freundschaft und politische Macht. Freunde, Gönner, Getreue Margaret Thatchers und Tony Blairs (2010)
  • Haas, Tobias: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme (2014)
  • Hutt, Carsten: Neue Konzepte der regionalen Wirtschaftsförderung. Die Konzeption für den Aufbau eines Medien- und IT-Clusters am südlichen Oberrhein (2007)
  • König, Thomas: Gesundheit, Gesundheitspolitik und soziale Gerechtigkeit (2009)
  • Leber, Fabian: Landesgesetzgebung im neuen Bundesstaat. Handlungsmuster landespolitischer Akteure nach der Föderalismusreform 2006 (2012/13)
  • Obrecht, Marcus: Niedergang der Parlamente? Transnationale Politik im Deutschen Bundestag und der Assemblée Nationale (2004)
  • Schäfer, Claudia: Europäisierung in Ostmitteleuropa – subnationale Effekte von Konditionalität und Mitgliedschaft am Beispiel der Regionalverwaltung Polens (2012/13)
  • Shiryayev, Boris: Großmächte auf dem Weg zur neuen Konfrontation? Das "Great Game" am Kaspischen Meer: eine Untersuchung der neuen Konfliktlage am Beispiel Kasachstan (2008)
  • Timm, Hans Christoph: Solidarität unter Egoisten? Die Legitimation sozialer Gerechtigkeit im liberalen Staat (2002)
  • Vondermaßen, Marcel: Anerkennung der Anderen. Ein neuer Leitbegriff für die Politik? (2013)
  • Voß, Eva: Die Implementierung von Gender- und Diversity-Prozessen. Eine policy-analytische Untersuchung am Beispiel der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (2010/11)
  • Wiater, Patricia: Sicherheit durch den Schutz kritischer Infrastrukturen. Zur Aufgaben- und Verantwortungsteilung zwischen Staat und Privaten (2011/12)

 

Laufende Dissertationsprojekte

 

Beschreibungen einzelner Dissertationsprojekte

 

Helge Kaltenbach: Der gläserne Bürger und die Zukunft der Demokratie. Privatsphäre und Freiheit in einem informatisierten Alltag

Helge Kaltenbach hat Politikwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert, arbeitete am Rechenzentrum der Universität Freiburg und promoviert seit 2012. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben dem genannten Dissertationsthema auch allgemein Auswirkungen von Informationstechnik auf Politik und Gesellschaft. Außerdem hat er sich mit Partizipationstheorien sowie den historisch-theoretischen Dimensionen der Begriffe Sicherheit und Freiheit auseinandergesetzt. Kontakt: helge.kaltenbach@politik.uni-freiburg.de
 

Das Dissertationsprojekt zum Thema „Der gläserne Bürger und die Zukunft der Demokratie“ beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Demokratie in einer von Informationstechnik geprägten und abhängigen Gesellschaft weiterentwickeln kann. Dabei soll das Bewusstsein gestärkt werden, dass der Bürger einerseits für den Staat aufgrund technischer Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht tatsächlich gläsern wird. Andererseits tragen eine Reihe weiterer Entwicklungen ebenfalls dazu bei, dass über jeden Bürger eine sehr umfangreiche Menge digitaler Informationen existieren. Darüber hinaus wird versucht, die damit verbundene Debatte um Privatsphäre in den größeren Kontext der Entwicklung des ubiquitous computing und der Technikfolgenabschätzung einzubinden. Darauf aufbauend sollen wichtige Erkenntnisse darüber erlangt werden, inwiefern die Forderung nach Privatsphäre funktional begründet werden kann und welche Entwicklungsalternativen der Demokratie durch die Informationstechnologie geboten werden.

 

Rolf Martens: Vom Primat der Politik über das Militär in der Bundesrepublik Deutschland 

Rolf Martens war Berufsoffizier in der deutschen Marine (Kapitän zur See). Nach seiner aktiven Dienstzeit hat er Politikwissenschaft, Anglistik und Europäische Ethnologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg studiert. Seit 2003 ist er dort Lehrbeauftragter an der Professur Prof. Dr. Gisela Rieschers. Forschungsschwerpunkte sind Themen zur Politischen Theorie und Ideengeschichte, zum politischen System Deutschlands und zu sicherheitspolitischen Problemstellungen.
 

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit dem Spannungsfeld von Politik und Streitkräften. Es wird von der These ausgegangen, dass in Deutschland das Primat der Politik nicht oder nur unvollkommen ausgeübt wird. Wichtigen Akteuren fehlt weitgehend Wissen, Befähigung und Bereitschaft dazu. Nach einer theoretischen Fundierung und Klärung wichtiger Politikfeldbegriffe wird an prinzipiellen Überlegungen und an historischen wie gegenwärtigen Beispielen die Untersuchung so geführt, dass Institutionen, Verfahren und Themenfelder in der Weise betrachtet werden, dass die positiven Aspekte wie auch die tiefer liegenden Defizite bei der praktischen Umsetzung des Primats der Politik in Deutschland zu Tage treten. Das Primat der Politik erweist sich dabei als funktionales und nicht als hierarchisches Prinzip, das die Ausübung nicht nur von Kontroll- sondern vor allem von Zielsetzungsfunktionen beinhaltet. Die theoretischen Analysen werden durch qualitative Interviews ausgewählter politischer und militärischer Akteure ergänzt. Beabsichtig ist, mit den Ergebnissen der Dissertation einen wissenschaftlichen Beitrag zu einer meist undifferenziert geführten Diskussion über das Verhältnis von Politik und Streitkräften in Deutschland zu liefern. 

 

Jan Telgenbüscher: Digital vermitteltes kollektives Handeln in Politik & Zivilgesellschaft - Eine ordnungstheoretisch geleitete Diskussion der Chancen und Herausforderungen für den demokratischen Nationalstaat

Jan Hinrich Telgenbüscher hat Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. Im Fokus des Studiums stand die interdisziplinär geprägte Auseinandersetzung mit grundlegenden ordnungs- und organisationstheoretischen Fragestellungen. Sein Studium der Telematik am Institut für Informatik und Gesellschaft bildete in diesem Kontext die Grundlage für seine Arbeit im Bereich der Technikfolgenforschung.
Kontakt: jan [at] telgenbuscher [punkt] de

Das Dissertationsprojekt verknüpft Ansätze der Technikfolgenforschung mit Grundfragen der politischen Philosophie. Ziel ist es, mögliche Verbindungen zwischen der Entwicklung von Digitalen Institutionen - insbesondere jenen, die kollektives Handeln katalysieren - und der Performanz respektive Legitimation nationalstaatlich verfasster Demokratien zu ermitteln. Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Forschungsgegenstands, der damit einhergehenden unübersichtlichen, durch verschiedene Disziplinen geprägten Forschungslage sowie des zu Grunde gelegten Wissenschaftsverständnisses, wird im Rahmen der Arbeit vor allem auf die Herstellung von Bezügen Wert gelegt. Zur Reduzierung der Komplexität des Themas ist die Arbeit in Ebenen gegliedert. Grundlage bildet die Analyse des technischen sowie des institutionellen Status Quo, im Anschluss folgt die Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich ausgewählter Herausforderungen, mit denen sich die Institution des demokratischen Nationalstaats grundsätzlich konfrontiert sieht. 

 

Stefan Weidemann: Methoden der Sicherheitsethik

Stefan Weidemann hat Politikwissenschaft und Geschichte in Berlin und Freiburg studiert. Seit Mai 2012 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for Security and Society der Universität Freiburg tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen derzeit bei der Konzeption und Vorbereitung des jährlichen Symposiums für Sicherheit und Gesellschaft, sowie bei der Antragstellung des Zentrums im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Maritime Sicherheit“. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit am Zentrum untersucht er darüber hinaus Fragen der Sicherheitsethik aus sozialwissenschaftlicher Sicht.
 
Das  Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Methodologie der ethischen Bewertung von Sicherheitspolitik und -technologien. Dabei  wird untersucht, ob und inwieweit Methoden und Ansätze rationalistischer Wissenschaftstheorien so transformiert werden können, dass sie sich - unter Erhaltung ihrer epistemologischen Funktion - auf normative Fragestellungen des Sicherheitssektors anwenden lassen. Ziel der Arbeit ist ein methodologisches Modell der Sicherheitsethik, das die Plausibilität rationalistischer Ansätze für ethische Bewertungen im Sicherheitssektor fruchtbar macht.

 

 

 

 

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