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Das LÖWE-Projekt: Informationen für Eltern

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1. Ziel der Untersuchung

Im Alltag von Familien müssen Alltagsanforderungen gemeinsam gelöst werden und auch in der Freizeit, z.B. beim Spielen, kommt es oft auf die Zusammenarbeit an. Nicht immer funktionieren die Zusammenarbeit und der Austausch richtig gut. Umso schwerer ist es, wenn ein Kind unter Ängsten leidet. In einem Forschungsprojekt der Universität Freiburg beschäftigen wir uns daher damit, wie Aufgaben alleine oder gemeinsam durchgeführt werden können und wie die Beteiligten sich dabei fühlen. Auch wollen wir untersuchen, wie Alltagssituationen gemeinsam gestaltet werden: Familien erleben manchmal Alltagssituationen als schwierig, in manchen Familien steigern sich derartige Alltagsprobleme bis hin zu ständigen Konflikten und Streitereien, die für alle Teilnehmenden sehr belastend sind. Das Ziel ist es, besser zu verstehen, wie man gemeinsam und alleine an Aufgaben herangeht, wenn man sehr ängstlich ist. Zum Vergleich nehmen daher auch Kinder teil, die kaum Ängste von sich kennen. Es gibt bereits gute Konzepte zur Behandlung sowie ein erstes Verständnis, wie Ängste entstehen können. Allerdings fehlen immer noch Modelle, um diese Probleme genau zu verstehen.

In diesem Projekt beziehen wir uns insbesondere aus Forschungsgründen zunächst nur auf die Mütter von Kindern. Erste Studien der letzten Jahre weisen darauf hin, dass Väter sowie Mütter wichtig für die Entwicklung in den Familien sind, jedoch verschiedene Rollen einnehmen. Eine Erweiterung zu einer expliziten Fragestellung zu Vätern, u.a. im Vergleich zu Müttern, ist in der Zukunft von großer Relevanz. Im aktuellen Projekt erheben wir jedoch bereits über breite Fragebögen die Perspektive von Vätern und Müttern gleichermaßen. Mit Ihrer Teilnahme an unserer Studie können Sie somit in jedem Fall maßgeblich dazu beitragen, das Ziel eines besseren Verständnisses der Schwierigkeiten der betroffenen Kinder und Familien zu erreichen.

 

 

2. Ablauf und Inhalt der Untersuchung

Sie und Ihr Kind werden nach einem E-Mail-Kontakt oder einem Anruf mit uns zu ein bis zwei Terminen an die Universität eingeladen. Der erste Termin findet nicht statt, wenn Sie im vergangenen Jahr bereits an einem unserer Projekte teilgenommen haben und dabei ein diagnostisches Interview durchgeführt wurde. In diesem stellen wir Ihnen viele Fragen zu Ihrem Kind, um einschätzen zu können, ob es zu den Kindern gehört, für die wir diese Studie durchführen. Des Weiteren bitten wir Sie vor dem zweiten Untersuchungstermin einige Fragebögen online zu bearbeiten, in denen wir Ihnen Fragen zu Ihnen und Ihrem Kind stellen.

Beim zweiten Termin (Dauer etwa 1,5 Stunden) geht es darum, genau zu verstehen, was in Kindern vorgeht, wenn sie sich in geistig anstrengende Situationen begeben. Die Kinder erhalten eine Puzzle-Aufgabe am Computer, die einige Kinder alleine lösen sollen, während bei anderen Kindern die Mütter unterstützen können. Im Anschluss gibt es eine weitere Puzzle-Aufgabe für das Kind, bei der bei allen Kindern die Mutter dabei ist. Daher ist es wichtig, dass auch die Mütter Zeit mitbringen.

Des Weiteren interessiert uns in dieser Untersuchung, wie der Körper Ihres Kindes sowie auch Ihr Körper auf körperliche und geistige Anforderungen reagiert.  Wir erfassen deshalb sprachliche Äußerungen, die jedoch nicht auf Ihren Inhalt betrachtet werden, sondern z.B. auf die Stimmhöhe. Die genauen Äußerungen von Ihnen oder Ihrem Kind werden somit nicht untersucht.

Abschließend erhalten Sie und Ihr Kind noch einen kleinen Fragebogen dazu, wie es Ihnen während dieser Aufgaben ergangen ist.

Im Anschluss an die Untersuchung besteht die Möglichkeit, noch offene Fragen zu der Untersuchung zu klären.

  

3. Freiwilligkeit und Anonymität

Die Teilnahme Ihres Kindes sowie Ihre eigene Teilnahme an der Untersuchung sind freiwillig. Neben den Mitarbeitern, die die Befragung und Untersuchung mit Ihnen und Ihrem Kind persönlich durchführen werden, wird keine weitere Person über Ihren Namen informiert. Diejenigen Mitarbeiter, die durch den direkten Kontakt mit Ihnen über personenbezogene Daten verfügen, stehen unter Schweigepflicht. Alle Informationen, die wir im Rahmen des Projekts von Ihnen erhalten, werden absolut vertraulich behandelt. Bei der Auswertung und Aufbereitung Ihrer Daten werden wir die Unterlagen anonymisieren, so dass keine Rückschlüsse mehr auf Sie und/oder Ihre Familie gemacht werden können. Alle personenbezogenen Informationen werden nach der erforderlichen Aufbewahrungsempfehlung 10 Jahre nach der Auswertung komplett vernichtet. Bis dahin werden die Unterlagen in einem verschlossenen Stahlschrank aufbewahrt.

Die Videoaufnahme wird ebenfalls 10 Jahre nach ihrer Auswertung gelöscht. Jede Videoaufnahme ist von außen lediglich durch einen Code (eine Reihung von Zahlen und Buchstaben) gekennzeichnet, die nur von den direkten Mitarbeitern des Projekts zugeordnet werden können. Die Videoaufnahmen werden für keinen anderen Zweck benutzt als für die Auswertung der Situation. Es findet auch keine Verwendung in Lehrveranstaltungen statt.

 

4. Was nutzt Ihre Teilnahme?

Sie würden einen erheblichen Beitrag zur Erforschung von familiären Prozessen und Interaktionen zwischen Müttern und Kindern mit Ängsten leisten. Die Erkenntnisse können genutzt werden, um mögliche Trainingsprogramme für Kinder zu verbessern. Auch kann man durch die Teilnahme an einer Forschungsstudie neue Erfahrungen machen und neue Erkenntnisse über sich und sein Kind gewinnen. Darüber hinaus erhalten die Familien als Aufwandsentschädigung 30 Euro in Form eines Gutscheins. Nach dem Ende ihrer Teilnahme haben Sie die Möglichkeit eine ausführliche Rückmeldung über die Ergebnisse ihres Kindes zu bekommen.

  

5. Was kann bei einer solchen Studie passieren?

Es kann sein, dass Kinder, manchmal auch Erwachsene, während der Aufgabe aufgeregt oder ängstlich sind bzw. dass sie andere negative Stimmungen haben. Die Intensität solcher Gefühle ist in der Regel moderat und entspricht in etwa dem, was man auch im Alltag an Missempfindungen haben kann. Zudem können Sie und Ihr Kind die Befragung und Untersuchungen jederzeit unterbrechen, ohne dass Sie oder Ihr Kind einen Nachteil davon tragen, lediglich die Aufwandsentschädigung wird gegebenenfalls  nur anteilig bezahlt. Auch wenn wir Ihre personenbezogenen Daten mit höchster Sorgfalt und dem Datenschutz entsprechend aufbewahren, besteht ein Restrisiko, dass sich Unbefugte Zugang zu den Daten beschaffen. Nach Ende der Aufbewahrungszeit werden die Daten komplett vernichtet und können auch auf Ihren Wunsch jederzeit vernichtet werden. Wir achten bestmöglich auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ihnen und Ihrem Kind und halten höchste Vorschriften zum Datenschutz ein, sodass das Eintreten rein theoretisch denkbarer Risiken äußerst gering ist.

 

 

Kontakt zur Teilnahme an der Studie:

 

Tel.: +49 (0) 761 203-96766

kinderprojekt@psychologie.uni-freiburg.de

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