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DFG-Projekt "Deutscher Familiennamenatlas (DFA)"

Das Projekt wird von der DFG als Langfristvorhaben seit 1.2.05 gefördert. Es wird in Zusammenarbeit desDeutschen Seminars  der Universität Freiburg und des Deutschen Instituts der Universität Mainz durchgeführt.

 

Projektbeschreibung
Beispielkarten
Kommentare
Laufzeit
Mitarbeiter
Literatur / Weblinks zum Thema

 

 

Projektbeschreibung


 

Die Familiennamen sind der einzige Bereich der europäischen Sprachen, der in seiner ausgeprägten räumlichen Vielfalt noch höchst unzureichend erfasst ist. Noch sind die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften in erstaunlicher Stabilität erhalten.
Sie sollen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland auf der Basis von Telefonanschlüssen (Stand 2005) anhand systematisch ermittelter und durch repräsentative Beispiele abgedeckter Themenkomplexe analysiert und die Ergebnisse in einem vierbändigen Atlas mit ca. 970 kommentierten Karten dargestellt werden.

 

Philologischen Interessen wird durch einen grammatischen Teil (Bde. 1 und 2: Graphematik, Phonematik, Morphematik, Syntagmatik der Namen) Rechnung getragen, kulturhistorischen durch einen lexikalischen Teil (Bde. 3 und 4), der jeweils den spezifischen Aussagewert der fünf unterschiedlich motivierten Familiennamenklassen (aus Rufnamen, nach Herkunft, Wohnstätte, Beruf, körperlichen oder charakterlichen Merkmalen) berücksichtigt. Dadurch wird die Namenforschung erstmals auf ein tragfähiges Fundament rezenter Daten gestellt, das die Überprüfung alter und besonders die Entwicklung neuer Fragestellungen ermöglicht; ferner wird – da Namen sich gegenüber anderen Sprachbereichen retardiert entwickeln – eine erstrangige Quelle für die Sprachgeschichte, des Weiteren ein hilfswissenschaftliches Instrument für Fächer von der Kirchen- und Sozialgeschichte über die Siedlungs- und Migrationsforschung bis zur Genetik bereitgestellt.

 

Beispielkarten


  • Absolute Verbreitung von Richter hier
  • Relative Verbreitung von Richter hier
  • Relative Verbreitung von Schmitz, Schmitt, Schmi(e)d hier
  • Relative Verbreitung von Müller, Möller, Miller hier
  • Relative Verbreitung von Meyer, Meier, Mayer, Maier hier
  • Relative Verbreitung von Hof(f)mann hier
  • Relative Verbreitung von Schröder hier
  • Relative Verbreitung von Schneider hier
  • Relative Verbreitung von Westphal hier
  • Relative Verbreitung von Klein hier

 

Kommentare


Jede Karte wird durch einen Kommentar begleitet. Als Ergänzung der auf der Karte komprimierten Primär-Information hat der Kommentar weiterführenden dokumentarischen Status: Ausweis der Materialbasis, Auflisten von Sekundär-Informationen, Präzisierung auffälliger Befunde.

 

Beispielkommentar zur Karte Pfaffe/Pape/Paffe hier

 

Laufzeit


Bewilligungszeitraum: 01.02.2005 – 31.01.2007 (plus 1 Jahr).
Gesamtdauer: sieben Jahre.                                                                                        
Planung:

  • Jahr 1-3: Abschluss der Teilbände 1 und 2 (Grammatik),
  • Jahr 4-7: Abschluss der Teilbände 3 und 4 (Lexik).

 

Mitarbeiter


 

Freiburg


Projektleiter

Prof. Dr. Peter Auer
Tel.: 0761/203-97861
E-Mail: peter.auer@germanistik.uni-freiburg.de

Prof. Dr. Konrad Kunze
Tel.: 0761/203-3208
E-Mail: konrad.kunze@germanistik.uni-freiburg.de

Wiss. Mitarbeiter

Christian Bochenek M.A.
Tel.: 0761/203-3208
E-Mail: christian.bochenek@germanistik.uni-freiburg.de

Kathrin Dräger M.A.
Tel.: 0761/203-3208
E-Mail: kathrin.draeger@germanistik.uni-freiburg.de

Wiss. Hilfskraft

Aksana Prakapovich M.A.

E-Mail: aksanabel@web.de

 

 

Mainz

mainzer

Projektleiterin

Prof. Dr. Damaris Nübling Homepage
Tel.: 06131/39-22611
E-Mail: nuebling@uni-mainz.de

Wiss. Mitarbeiter

Dr. Rita Heuser
Tel.: 06131/39-20933
E-Mail: heuserr@uni-mainz.de

Antje Dammel M.A.
Tel.: 06131/39-26704
E-Mail: dammel@uni-mainz.de

Jessica Nowak M.A.
Tel.: 06131/39-26704
E-Mail: nowakj@uni-mainz.de

Mirjam Schmuck M.A.
Tel.: 06131/39-26704
E-Mail: mschmu@uni-mainz.de

Wiss./Stud. Hilfskräfte

Amaru Flores Flores
E-Mail: flores@uni-mainz.de

 

Literatur / Weblinks zum Thema


  • Homepage des DFA Mainz hier
  • Kleiner Familiennamenatlas für Rheinland-Pfalz und Saarland hier
  • Beiträge zur Namenforschung hier
  • Bücher, Aufsätze, etc.
    • Kunze, Konrad (2001): Zur Verbreitung der häufigsten deutschen Familiennamen. In: Eichhoff, Jürgen/ Seibicke, Wilfried/ Wolffsohn, Michael (Hgg.): Name und Gesellschaft. Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung. Mannheim u.a.: Dudenverlag (Thema Deutsch, 2), S. 179-208.

    • Kunze, Konrad/ Kunze, Richard (2003): Computergestützte Familiennamengeographie. Kleiner Atlas zur Verbreitung der Apokope. In: BNF (N.F.) 38/2, S. 121-324.

    • Kunze, Konrad (2004): dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. 4., überarb. und erw. Aufl. München: dtv. [digital: Atlas Namenkunde (2005). Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Berlin: Directmedia.]

    • Nübling, Damaris/Kunze, Konrad (2006): New perspectives on Müller, Meyer, Schmidt. Computer-based surname geography and the German Surname Atlas project. In: Studia Anthroponymica Scandinavica 24, S. 53-85. hier

    • Kunze, Konrad / Nübling, Damaris (2007): Der deutsche Familiennamenatlas (DFA). Konzept, Konturen, Kartenbeispiele. In: Beiträge zur Namenforschung 42/2, S. 125-172.
  • Onomastik an der Universität Leipzig hier
  • Kartierungsprogramme
    • Geogen (Deutschland und Österreich) hier
    • Kommision für Mundart- und Namenforschung Westfalens (nur mit Explorer) hier
    • Niederlande (Meertens Instituut hier, familienaam hier)
  • Zeitungsartikel
    • Rheinpfalzserie hier
    • "Lebendige Sprachfossilien" (Focus 42/2006) Teil 1, Teil 2
    • "Name verrät Herkunft der Ahnen" (Rheinland-Pfalz 07.12.05) hier
    • "Alles Müller - oder was?" (Rheinland-Pfalz 08.08.05) hier
    • "Zurück zu den Wurzeln" (Deutsche Presse 22.06.05) hier
    • "Nur Brinkmann passt nicht" (Der Sonntag 10.04.05) hier
    • "Oft verrät der Name, wo man wohnt" (Badische Zeitung 06.04.05) hier
    • "Die Häberles fühlen sich im Südwesten zu Hause" (Stuttgarter Nachrichten 08.03.05) hier
    • "Vielfältige Namenswelt" (Badische Zeitung 17.01.05) hier
    • "Wer zählt die Müllers?" (Freiburger Uni-Magazin 5/2001) hier

 

Kontakt

Deutscher Familiennamenatlas (DFA) Deutsches Seminar I
Institut für deutsche Sprache und ältere Literatur
Universität Freiburg
D-79085 Freiburg

Tel.: 0761/203-3208
Fax: 0761/203-3355

Liste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter siehe weiter unten.

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