Dr. Rudolf Post
Kontaktdaten bis 31.07.2009
Albert-Lu
dwigs-Universität Freiburg
Deutsches Seminar I - Arbeitsbereich Badisches Wörterbuch
Belfortstr. 14
79085 Freiburg
Belfortstr. 14 / Raum 107
Tel.: 0761/203-3240
Fax: 0761/203-3352
Homepage: Rudolf Post
Badisches Wörterbuch
Akademische Laufbahn / Lebenslauf / Curriculum vitae:
- Studium der kath. Theologie, Philosophie und Germanistik in Fulda und Mainz (1968-1974)
- 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (1974)
- Graduiertenstudium Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft, Philosophie in Mainz (1974-1977)
- Studienreferendariat für den höheren Schuldienst und 2. Staatsexamen (1977-1978)
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut der Universität Mainz (1978-1981); Lehraufträge: Einführung in die Mediävistik; Einführung in die historische Sprachwissenschaft und das Althochdeutsche; Einführung in die neuere deskriptive Sprachwissenschaft.
- Promotion (1982)
- Leiter der Arbeisstelle "Pfälzisches Wörterbuch" der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur; Bearbeiter der Bände 4-6 des "Pfälzischen Wörterbuchs; Lehraufträge an der Universiät Mannheim für "Germanistische Linguistik" (1981-1997)
- Leiter des Arbeitsbereichs "Badisches Wörterbuch" am Deutschen Seminar 1 der Universität Freiburg; Bearbeiter von Band 4 des Badischen Wörterbuchs; Dozent im Bereich "Sprachwissenschaft des Deutschen" (seit 1998)
Lehre / Veranstaltungen:
Wintersemester 2007/08
Phraseologie des Deutschen
In natürlichen Sprachen finden sich oberhalb der Einzelwortebene sprachliche Einheiten, die sich durch Polylexikalität einerseits und eine gewisse Festigkeit der Fügung andererseits auszeichnen. Diese Einheiten, welche die Funktion von Wörtern, Satzgliedern oder Sätzen haben können, werden häufig mit Termini wie: feste Wendung, Idiom, Redensart, Idiomatismus, Phraseologismus, geflügeltes Wort, Floskel, Gemeinplatz, Sprichwort, Wellerismus usw. bedacht. Die Erforschung dieser Phänomene ist Gegenstand der Phraseologie. - Das Proseminar soll einen ersten Einblick in die Phraseologie im weiteren Sinne (mit Einschluß der Parömiologie = Sprichwörterkunde) bieten. Dabei geht es einerseits um die Stellung von Phraseologismen im sprachlichen System, um ihre Terminologie und Klassifikation aber auch um Themen wie: Geschichtliche Aspekte; regionale oder sprachübergreifende Differenzen und Gemeinsamkeiten; Phraseologismen als Problem der Übersetzungswissenschaft; Phraseologie und Stilistik; Einfluß von Fach- und Sondersprachen (Militär, Sport, Musik, Bibel u. a.); Bilder und Vergleiche im Phraseologismus; Rollen- oder Geschlechterklischees in Redensarten oder Sprichwörtern; Phraseologismen als Objekt der Volkskunde, der Literaturwissenschaft; Sprichwörter - Antisprichwörter; Phraseologismen in der Werbung; neue Phraseologismen in der Jugend- und Szenesprache; Phraseologismen im Wörterbuch u. a.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Kurzreferat, Abschlussklausur. Planung des Seminars und Themenvergabe in der ersten Sitzung. Anmeldung über das zentrale Belegverfahren.
Literatur: Harald Burger (2007): Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen. 3. Aufl. Berlin. - Wolfgang Fleischer (1997): Phraseologie der dt. Gegenwartssprache. 2. Aufl. Tübingen. - Christine Palm (1997): Phraseologie - eine Einführung. 2. Aufl. Tübingen.
Überblick zu früheren Lehrveranstaltungen
Forschung:
Im Arbeitsbereich "Badisches Wörterbuch" wird das wissenschaftliche Großraumdialektwörterbuch für das Gebiet des ehemaligen Landes Baden erarbeitet. Die Arbeiten zu diesem Wörterbuch begannen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ziel dieses Wörterbuchs ist die umfassende lexikographische Dokumentation der Mundarten im Untersuchungsbereich. Das gesammelte Material von ca. 1,8 Millionen Belegen wird alphabetisch nach Stichwörtern unter lautlichen, morphologischen, semantischen und phraseologischen Gesichtspunkten in Wortartikeln dargestellt. Bisher sind drei von fünf Bänden publiziert. An Band 4 wird gerade gearbeitet.
Weitere Informationen zum Arbeitsbereich "Badisches Wörterbuch"
Publikationen / Veröffentlichungen:
Ausführliche Liste der Publikationen
Studentische Hilfskräfte:
- Marianne Stritt

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