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Prof.in Dr. Helga Kotthoff

Biografie

Helga Kotthoff ist Sprachwissenschaftlerin mit angewandtem, allgemeinem und germanistischem Schwerpunkt. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit Interaktionsanalyse, Soziolinguistik und interkultureller Kommunikation.

Promotion 1988 an der Universität Konstanz mit einer Studie zu deutsch-amerikanischen interkulturellen Konflikten in argumentativen Gesprächen zwischen Studierenden und Lehrenden (Pro und Kontra in der Fremdsprache, Lang).

Habilitation 1996 an der Universität Wien (Zur Pragmatik von konversationellem Humor).

Bis 1988 arbeitete H.K.  im Bereich Deutsch als Fremdsprache an der Universität Konstanz. Von 1988-1991 Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes im kaukasischen Georgien (Tbilisi). Dort anthropologisch-linguistische Arbeiten zu Alltagsritualen und mündlicher Poesie, wie sie z.B. in Lamentationen auf Verstorbene als Teil von Trauerritualen praktiziert werden. Im Anschluss verschiedene Forschungsprojekte zu ritueller Kommunikation in Georgien (u.a. im Rahmen eines DFG-Sonderforschungsbereich zu "Literatur und Anthropologie" an der Universität Konstanz, Projekt zur kulturell geprägten Kommunikation von Emotionen).

Scherzkommunikation gehört zu den Themenschwerpunkten. 1988 erschien der Band "Das Gelächter der Geschlechter" (zuerst Fischer, heute Universitätsverlag Konstanz), der Studien zu Rollenverhalten der Geschlechter, Humor und Macht vereint; 1998 im Tübinger Niemeyer-Verlag ein Buch zur Analyse von Scherzformen im Alltag: "Spass Verstehen. Zur Pragmatik von konversationellem Humor," 2006 das Themenfest „Gender and Humor“ der Zeitschrift Journal of Pragmatics.

Zu Kommunikation in Lehr-Lernkontexten fand unter der Ko-Leitung von H.K. von 2003 bis 2009 ein Graduiertenkolleg an den PHs Freiburg und Ludwigsburg statt.

Gesprächsanalytische gender studies bilden einen weiteren Themenbereich  Projekt dazu, wie sich Frauen und Männer in Fernsehgesprächen und akademischen Debatten als Expert(inn)en inszenieren (verschiedene Ko-Editionen).

Sie edierte und ko-edierte auch verschiedene Bände zur interkulturellen Kommunikation, z.B. 2007 "Handbook of Intercultural Communication" (zusammen mit Helen Spencer-Oatey, Mouton de Gruyter).

 

Lehre an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland (Tbilisi, Wien, Zürich, Darmstadt, Fulda, Tübingen, Konstanz, Freiburg).

Seit Oktober 2009 Professur für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Freiburg,  von 2001-2009 Professorin für Deutsche Sprache und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule, Freiburg.  

 

Derzeit bilden die Erforschung von Komik in multikulturellen Kontexten, Gesprächsanalyse und Zweitspracherwerb, Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Vergleich und interkulturelle (west- und osteuropäische) Kommunikationskontexte zentrale Lehr- und  Forschungsinteressen.

 

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