6th European Music Analysis Conference
zugleich VII. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie
| 11. – 14. Oktober 2007, Freiburg | ||
| »Interpretation« |
Nach den Konferenzen in Colmar (F), Trento (I), Montpellier (F) and Rotterdam (NL) und Bristol (GB) findet die 6th European Music Analysis Conference zum ersten Mal in Deutschland statt. Entsprechend dem interdisziplinären Thema arbeiten bei diesem Kongress drei Institutionen zusammen: Albert-Ludwigs-Universität, Musikhochschule Freiburg und die Gesellschaft für Musiktheorie. In der Tradition der europäischen Kongresse für musikalische Analyse stehend, ist es den Veranstaltern ein besonderes Anliegen, die unterschiedlichen nationalen Forschungstraditionen zusammenzuführen. Zahlreiche Interpreten, Musikwissenschaftler und Musiktheoretiker aus fast allen europäischen Ländern sowie aus Serbien, Russland, der Türkei, Israel, den USA, Kanada, Brasilien, Australien, China und Japan nehmen an dieser Veranstaltung teil.
Der Kongreß beleuchtet in zahlreichen Sektionen den Interpretationsbegriff in seiner schillernden Vielschichtigkeit. Dabei werden sowohl kulturhistorische und systematische Ansätze verfolgt als auch phänomenologische Fragestellungen. Das Verhältnis von Wort und Musik in Oper und Lied wird ebenso Thema sein, wie die Frage nach dem Verhältnis von musikalischer Analyse und musikalischer Interpretation oder der "Geschichtsmächtigkeit" von Tonaufzeichnungen und dem durch sie bewirkten Wandel des Interpretationsbegriffs. Folgende Sektionensthemen sind vorgesehen: Lied, Formenlehre, Neue Musik, Perfomance Analysis, Historische Satzlehre, Wiener Schule, Schenkerian Studies, Musik und Text, Musik und Stimme, Symposium "Stimme", Rennaissance, Arnold Schönbergs Berliner Schule, Partimento, Methodologie, Popularmusik, Metapher, Messiaen, Ethnologie, Set Theory sowie zudem das Symposium "Zahl und Struktur in Josquins Werk".
Die insgesamt ca. 180 Vorträge (hier können Sie das detaillierte Programm und die Abstracts (2.9MB) herunterladen) werden durch Workshops und Kurse ergänzt sowie von Konzerten namhafter Freiburger Interpreten und Dozenten der Musikhochschule Freiburg umrahmt: Der Tenor Hans-Jörg Mammel wird die Konzertfolge am ersten Abend – die Sektion ›Text und Musik‹ abrundend – mit einem Liederabend eröffnen. Er wird begleitet vom renommierten Generalbaßspezialisten Michael Behringer. Robert Hill, Lehrstuhlinhaber der Professur für historische Aufführungspraxis, wird am Freitagabend das Sektionsthema ›Zum Begriff der Improvisation im 18. Jahrhundert‹, gleichsam zum Leben erwecken, und am Samstag schließlich wird Teodoro Anzellotti, der derzeit wohl bekannteste Akkordeonist der Welt, einen Soloabend zum Sektionsthema ›Zur Interpretation Neuer Musik‹ gestalten.
Zur Teilnahme am Kongreß ist eine Anmeldung erforderlich (für Studierende ist die Teilnahme kostenlos, aber eine Anmeldung dennoch erforderlich).
Informationen zu möglichen Hotelunterkünften in Freiburg finden Sie hier.
