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Wintersemester 2018/19

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Vorlesungen     Haupt-/Masterseminare      Proseminare      Kolloquium      Übungen


Hinweise zu den Lehrveranstaltungen

  • Die Belegung findet ausschließlich über das Portal HISinOne statt.
  • Alle aktuellen Veranstaltungen sowie Lehrmaterialien finden Sie bei ILIAS.
  • Haben Sie Fragen zu unseren Lehrveranstaltungen, mailen Sie bitte dem HiWi-Team.

 

   

Vorlesungen

Prof. Dr. Dietmar Neutatz

Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert

Dienstag, 8:30 bis 10 Uhr s.t. – Raum: KG III, HS 3044

Südosteuropa ist eine der in politischer, ethnischer und kultureller Hinsicht buntesten und bewegtesten Großregionen Europas. Es erlebte in den vergangenen zweihundert Jahren eine wechselhafte Geschichte, die mehrmals weit über die Region hinaus auf die europäische und internationale Politik ausstrahlte, wie gerade die Entwicklung seit dem Zerfall Jugoslawiens wieder gezeigt hat. Die Vorlesung wird einen Überblick über die Entwicklungslinien vom beginnenden Nationalismus und der Emanzipationsbewegung der südosteuropäischen Völker gegenüber dem Osmanischen Reich, über die beiden Weltkriege bis in die postsozialistische Zeit geben.

  • Einführende Literatur: Clewing, Konrad; Schmitt, Oliver Jens (Hg.): Geschichte Südosteuropas. Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg 2011. Hösch, Edgar; Nehring, Karl (Hg.): Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Köln, Weimar, Wien 2004. Kaser, Karl: Balkan und Naher Osten. Einführung in eine gemeinsame Geschichte. Wien 2011. Magarditsch, Hatschikjan; Troebst, Stefan (Hg.): Südosteuropa. Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur. Ein Handbuch. München 1999. Roth, Harald (Hg.): Studienhandbuch östliches Europa. Bd. 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. 2. Aufl. Köln 2009.

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Hauptseminare

PD Dr. Martin Faber

Die Hussiten

Freitag, 10 bis 12 Uhr c.t. - Raum: KG I, HS 1243

Es geht um ein Phänomen, das auf der Grenze zwischen Mittelalter und früher Neuzeit steht. Die christliche Reformbewegung des Johannes Hus in Böhmen erwuchs im 15. Jahrhundert aus der Tradition mittelalterlicher Häresien, wird aber mittlerweile in der Historiografie auch mit dem Etikett “Vorreformation” belegt. Vielfach setzten schon Hus und seine Anhänger mit ihrer Kirchenkritik und ihren theologischen Gedanken an ähnlichen Punkten an wie später die Reformatoren im 16. Jahrhundert: bei Sittenlosigkeit und weltlicher Herrschaft der Kirche, beim Gehorsam gegenüber Papst und Bischöfen, bei der Rolle von Laien in der Kirche, beim Bezug auf die Bibel, bei den Sakramenten. Zwar gelang es der römischen Kirche noch, den führenden Kopf der Bewegung zu eliminieren, indem sie Hus 1415 beim Konzil von Konstanz als Ketzer verbrennen ließ. Doch seine Anhänger wehrten sich gegen die Rekatholisierungsmaßnahmen des böhmischen Königs, der gleichzeitig der deutsche König war, und 1419 begannen mit dem ersten Prager Fenstersturz die Hussitenkriege in Böhmen. Die Hussiten kämpften erfolgreich gegen fünf Kreuzzüge, die von Deutschland aus nach Böhmen geschickt wurden. Dabei spaltete sich jedoch die Bewegung in die radikalen Taboriten, die alle Standesunterschiede abschaffen und mit Waffengewalt das Reich Gottes auf Erden einführen wollten, und in die gemäßigten Kalixtiner. Letztere einigten sich schließlich mit Papst und Konzil auf einen Kompromiss, mit dem sie von der katholischen Kirche offiziell als eigene Konfession anerkannt wurden. Sie breiteten sich zwar nicht über Böhmen hinaus aus, aber nach 1517 stellte sich für sie die Frage, wie sie sich zur Reformation in Westeuropa stellen sollten, die zwar ähnliche, aber nicht die gleichen Lehren vertrat wie sie und die sich auf Dauer eine stärkere Position gegenüber der katholischen Kirche eroberte. Dadurch wurde Böhmen im 16. Jahrhundert zu einem Land mit einer einzigartigen religiösen Vielfalt. Doch schließlich machte sich immer stärker die von den habsburgischen Landesherrn betriebene Gegenreformation bemerkbar. Die Konflikte mündeten schließlich in den zweiten Prager Fenstersturz von 1618, der den Dreißigjährigen Krieg auslöste, und in die Schlacht am Weißen Berg, in der die Protestanten 1620 eine vollständige Niederlage  erlitten - zumindest in Böhmen - und nach der das Land zwangsweise rekatholisiert wurde. Doch im tschechischen Volk hielt sich das Andenken an die Hussiten, die im 19. Jahrhundert zu einem Identifikationsobjekt der tschechischen Nationalbewegung wurden und es bis heute geblieben sind. Das Seminar soll versuchen, diesen großen Entwicklungsbogen nachzuzeichnen.

  • Einführende Literatur: Malcolm Lambert: Häresie im Mittelalter. Von den Katharern bis zu den Hussiten. Darmstadt 2001; Jan Hus. Zwischen Zeiten, Völkern, Konfessionen. Hg. von Ferdinand Seibt. München 1997; A companion to Jan Hus. Hg. von František Šmahel. Leiden 2015.

 

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Proseminare

Michel Abeßer, M.A.

„Eine Deutsche auf dem Zarenthron – Katharina die Große und die Transformation des Russischen Imperiums“

Montag, 13 - 16 Uhr c.t. - Raum: R 1, Peterhof

Zum Ende der Herrschaft Katharinas, der Tochter eines verarmten deutschen Fürsten, hatte sich das Russische Reich umfassend verändert. Mit der Inkorporation Neurusslands und der Krim in das Imperium, der Zurückdrängung des Osmanischen Reichs aus dem nördlichen Schwarzmeergebiet und den polnischen Teilungen war Russland als feste europäische Großmacht etabliert. Die unter Peter dem Großen begonnene ökonomische Modernisierung führte Katharina II. mit einer aktiven Wirtschaftspolitik des Staates fort und versuchte, in den Städten einen aktiven bürgerlichen Stand als gesellschaftliche Triebkraft der Modernisierung zu schaffen. Hier wie auch in den für Zeitgenossen revolutionär anmutenden Reformvorhaben der „Großen Instruktion“ war die Zarin zwar nicht bereit, die Grundprinzipien autokratischer Herrschaft aufzuweichen. Gesetzes- und Verwaltungsreformen aber zeigen, dass Katharina durchaus bemüht war, den regen Ideenaustausch mit westlichen Aufklärern in die Rationalisierung des russländischen Staatswesens einfließen zu lassen. Dabei provozierte sie zahlreiche Widerstände – Hofintrigen, Kosaken- und Bauernaufstände, Schmähschriften oder Polemiken in der westlichen Publizistik richteten sich nicht nur gegen ihre gesellschaftlichen und politischen Modernisierungsprojekte, sondern die Tatsache, dass es eine Frau war, die der Epoche ihre Prägung verlieh.
Im Seminar diskutieren wir Eckpunkte der politischen Biografie Katharinas und ihre kontroverse zeitgenössische Wahrnehmung. Zahlreiche edierte Quellen erlauben es, den nachhaltigen Einfluss ihrer Politik auf das Imperium, seine Sozialstruktur, Wirtschaft und Kultur genauer zu bestimmen und kritisch zu hinterfragen.

Einführende Literatur: Hübner, Eckhard (Hg.): Russland zur Zeit Katharinas II.: Absolutismus, Aufklärung, Pragmatismus, Köln 1998.; Madariaga, Isabelle: Russia in the Age of Catherine the Great, London 1981.; Scharf, Claus: (Hg.): Katharina II, Russland und Europa, Mainz 2001.

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Kolloquium

Prof. Dr. Dietmar Neutatz

Aktuelle Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte

Dienstag, 18 bis 20 Uhr c.t. – Raum: KG IV, Konferenzraum (4429)

Das Kolloquium wendet sich an Abschlusskandidat/inn/en und Doktorand/inn/en. In den Sitzungen werden laufende Qualifikationsarbeiten und Vorträge auswärtiger Wissenschaftler diskutiert. Das Programm wird zu Beginn des Semesters über die Homepage des Lehrstuhls für Neuere und Osteuropäische Geschichte bekannt gegeben.

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Übungen

Prof. Dr. Victor Dönninghaus

„Civitas solis“: Alltag und Lebenswelten in der Sowjetunion, 1922–1941

Die Veranstaltung wird in Blockform durchgeführt und findet an folgenden Terminen statt:

Fr 19.10.2018    09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG I, HS 1134

                          13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, HS 4429

Fr 16.11.2018    09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2

                          13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2

Fr 14.12.2018    09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG I, HS 1136

                          13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, HS 4429

Fr 18.01.2018    09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2

                          13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2

Zur Geschichte der UdSSR gehören nicht nur die Umgestaltung Russlands sondern auch die des russischen Volkes, denn die Kommunistische Partei übte einen großen Einfluss auf alle Sphären des Lebens aus. Durch sie wurde nicht nur der Charakter des homo sovieticus geprägt, sondern auch der normale Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung gestört. Es bildete sich ein bis dahin in der Geschichte unbekanntes Staatswesen heraus.

Anhand von Sekundärliteratur und Quellen werden wir uns in der Übung mit dem „Antlitz“ des sowjetischen Alltags speziell in der Zeit von 1922 bis 1941 vertraut machen. Dabei werden wir uns mit den kontinuierlichen Entwicklungsprozessen, aber auch mit den Brüchen im Leben der Menschen befassen, welche die Periode des aufkommenden Stalinismus in der Sowjetunion kennzeichneten, und uns auf diese Weise sowohl mit den Lebenswelten des Sowjetmenschen in den Dörfern als auch in den Städten vertraut machen. Vor allem werden uns folgende Fragen interessieren: Welche politischen Ereignisse trugen zur Herausbildung des homo sovieticus bei? Welche Veränderungen struktureller Art führten zur „Verwandlung“ der Sowjetbürger?

  • Einführende Literatur: Gronow, Jukka: Caviar with Champagne. Common Luxury and the Ideals of the Good Life in Stalin's Russia. Oxford 2003; Goehrke, Carsten: Russischer Alltag: eine Geschichte in neun Zeitbildern. Bd. 3: Sowjetische Moderne und Umbruch, Zürich 2005; Schlögel, Karl:Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt. München 2017..

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Aleksandra Pojda de Pérez

Polnisch für Historiker*innen I (Niveau A1 ohne Vorkenntnisse)

Donnerstag, 13:30 bis 15:00 Uhr s.t. – Raum: KG IV, Raum 4450

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die polnische Sprache und Kultur. Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive (Nominativ, Akkusativ und Instrumental), der Personal-, Possessiv-, Interrogativ- und Demonstrativpronomina; Präsens polnischer Verben sowie deren Reaktion. Es wird mit dem Lehrbuch "Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet.

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Aleksandra Pojda de Pérez

Polnisch für Historiker*innen II (Niveau A2 mit Vorkenntnissen)

Donnerstag, 12:00 bis 13:30 Uhr s.t. – Raum: KG IV, Raum 4450

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und richtet sich an Studierende mit polnischen Sprachvorkenntnissen (Niveau A1/ A2, Fortsetzung des Kurses vom SS 2017). Im Mittelpunkt des Kurses stehen Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden. Außerdem werden auch landeskundliche Besonderheiten Polens zur Sprache gebracht. Der Kurs hat das Erlernen folgender Themenbereiche der polnischen Grammatik zum Ziel: Deklination der Substantive und Adjektive (Genetiv und Lokativ), Präteritum und Futur polnischer Verben sowie Aspekt der Verben.  Es wird mit dem Lehrbuch "Hurra! Po polsku 1“ gearbeitet (ab Lektion 7).
 

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Iryna Dzyubynska

Russisch für Historiker*innen I

Montag, 14 bis 16 Uhr c.t. –  Raum: KG IV, HS 4450

Donnerstag, 14 bis 16 Uhr c.t. - Raum: KG IV, HS 4121

Die vierstündige Übung ist auf zwei Semester angelegt und wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet. Ziel dieses Kurses ist es, Lesekenntnisse in der russischen Sprache zu erwerben, die ein Quellen- und Literaturstudium ermöglichen. Grundkenntnisse sind im Wintersemester keine erforderlich; im Sommersemester besteht dann für Neueinsteiger mit entsprechenden Vorkenntnissen ebenfalls noch die Möglichkeit, am Kurs teilzunehmen.

Russisch für Historiker*innen III

Montag, 16 bis 18 Uhr c.t. –  Raum: KG IV, HS 4450

Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits den Russisch für Historiker*innen II - Kurs absolviert haben oder über vergleichbare Sprachkenntnisse verfügen.

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Maria Krempels

Ungarisch für Historiker*innen

Donnerstag, 18 bis 19:30 Uhr s.t. – Raum: KG IV, Raum 4121

Der Kurs wird von einer muttersprachlichen Dozentin geleitet und bietet einen Einblick in die ungarische Sprache und Kultur. Im Mittelpunkt des Kurses stehen erste Sprech-, Grammatik- und Konversationsübungen, die in die Alltagssituation eingebettet werden.

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Neuerscheinungen
  • Michel Abeßer: Den Jazz sowjetisch machen. Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970. Köln 2018.
  • Ingrid Bertleff, Eckhard John, Natalia Svetozarova: Russlanddeutsche Lieder. Geschichte - Sammlung - Lebenswelten, 2 Bände, Essen 2018. (Ausgezeichnet mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg 2018)
  • Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hrsg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891–1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte. Essen 2017 (Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 48).
  • Peter Kaiser: Das Schachbrett der Macht. Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938). Stuttgart 2017.
  • Reinhard Nachtigal: Verkehrswege in Kaukasien. Ein Integrationsproblem des Zarenreiches 1780–1870. Wiesbaden 2016.
  • Thomas Bohn, Rayk Einax, Michel Abeßer (Hrsg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union. Frankfurt am Main/New York 2014.

 

Kontakt
Besucheranschrift:
Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau

Tel.:  +49 (761) 2 03-34 35
Fax.: +49 (761) 2 03-91 90
Mail: oeg@geschichte.uni-freiburg.de
 
 


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