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Michel Abeßer, M.A.

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Mail: michel.abesser@geschichte.uni-freiburg.de

http://global-studies.academia.edu/MichelAbesser

Telefon: +49-761-203-3456

Raum: 4455


Sprechstunde im WS 2018/19:
 

jeden Mittwoch von 12:00 - 13:00 Uhr
 

   

Werdegang

6/2006 International Master in Russian Studies an der Europäischen Universität in St. Petersburg
2001 - 2008 Magisterstudium Friedrich-Schiller- Universität Jena (Osteuropäische und Neuere Geschichte, Soziologie)
2008 - 2012 Doctoral Fellow an der FRIAS School of History
9/2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg
9/2016 Disputation der Dissertation „Jazz nach Stalin. Integration, Freiräume und Innovation in der sowjetischen Kultur“
5/2016 Monika-Glettler-Preis des Verbands der Freunde der Universität Freiburg e.V. für die Dissertation
5/2017 Berufung zum Akademischen Rat auf Zeit

 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Sowjetunion/ Russische Zeitgeschichte
  • Medien- und Jugendkultur im Sozialismus
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Russischen Imperiums

 

Publikationen

Herausgeberschaften

  • Abeßer, Michel/ Radauer, Lena/ Urbansky, Sören (Hgg.): Zwischen imperialer Peripherie und nationaler Identität – Usbekistan im 20. Jahrhundert, DigiOst. (Erscheint 2019)
  • Den Jazz sowjetisch machen. Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970, Köln, Weimar, Wien 2018 (=Beiträge zur Geschichte Osteuropas, Bd. 52).
    (Erscheint November 2018)
  • Progressiv weil national? Estland und die Neuerfindung des sowjetischen Jazz zwischen 1945 und 1970 [in Planung, Themenheft zur Konferenz „Die große Freundschaft? Die Sowjetunion als Vielvölkerstaat, 1953-1991“ am DHI Moskau, 16.-17.02.2017]
  • Abeßer, Michel/ Bohn, Thomas/ Einax, Rayk (Hgg.) De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union, Frankfurt, New York 2014.

Aufsätze

  • Verflechtung wider Willen? Sowjetische Politik und westlicher Musikmarkt im Kalten Krieg, 1956-1962, in: Jahrbücher für die Geschichte Osteuropas. (erscheint im Heft 2/2019)
  • Stümperei kultivieren – Sowjetischer Jazz und musikalische Schattenwirtschaft nach 1953, in: Narskij, Igor (Hg.): Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive, (=Schriftenreihe des Historischen Kollegs 97) München 2018.
  • Staging a cultured community. Soviet Jazz after 1953, in: Abeßer, Michel/ Bohn, Thomas/ Einax, Rayk (Hgg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union, Frankfurt, New York 2014, S. 223-237.
  • Gemeinsam mit Rayk Einax und Thomas Bohn: From Stalinist Terror to Collective Constraints. ‘Homo Sovieticus’ and the ‘Soviet People’ after Stalin, in: Abeßer, Michel/ Bohn, Thomas/ Einax, Rayk (Hgg.) De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union, Frankfurt, New York 2014, S.11-27.
  • Das New Orleans an der Newa. Leningrad und die Sowjetisierung des Jazz in den fünfziger und sechziger Jahren, in: Zeitgeschichte in Hamburg 2012, hrsg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg 2013, S. 29-46.
  • Between Cultural Opening, Nostalgia and Isolation - Soviet Debates on Jazz between 1953 and 1964, in: Pickhan, Gertrud/ Ritter, Rüdiger (Hgg.) Jazz behind the Iron Curtain (=Jazz. Jazz under State Socialism, Vol.1), Frankfurt am Main 2010, S. 99-116.
  • „WWW-Ressourcen zu Osteuropa“, in: Bohn, Thomas/ Neutatz, Dietmar (Hgg.): UTB Studienhandbuch Osteuropa, 2 Bd., 2. Aufl., Köln, Weimar, Wien 2009, S. 487-493.
  • “Alleingelassen an der historischen Front” – zur besonderen Situation der Osteuropäischen Geschichte an der Universität Jena zwischen Ideologie und Wissenschaftlichkeit 1945 bis 1989/90, in: Hoßfeld, U./ Kaiser, T./ Mestrup, H. (Hgg.): Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945-1990), 2 Bd., Köln, Weimar, Wien 2007, S. 1715-1748.

Rezensionen und Berichte

Konferenzen/Workshops

Februar 2012 Organisation der Konferenz “From a totalitarian state to an open society? De-Stalinisation in the Soviet Union 1953-1964” (gemeinsam mit Thomas Bohn und Rayk Einax, Universität Giessen)

Mai 2010 Organisation des Workshops „Erosion and Stabilisation of Authoritarian Regimes in the 1950s and 60s“ an der FRIAS School of History (gemeinsam mit Anna Catharina Hofmann und Andrés Antolin Hofrichter)

Vorträge und Kommentare

  • 04/2018 "Imperial Cities Merging – Rostov and Nakhichevan in the 19th and early 20th century”, Konferenz „Imperial Cities: The Tsarist Empire, the Habsburg Empire and the Ottoman Empire in Comparison” am DHI Moskau, 26.-27.04.2018
  • 02/2017 „Ein kultureller Vorreiter? Estland und die Neuerfindung des sowjetischen Jazz in den 1950er und 1960er Jahren“, Konferenz „Die große Freundschaft? Die Sowjetunion als Vielvölkerstaat, 1953-1991“ am DHI Moskau
  • 11/2016 “Red moonlighting – Estrada Musicians in the post-Stalin cultural economy”, Vortrag im Rahmen des Panels "The Working Underbelly: Precarious Lifes in Post-War Socialism" auf der “Association for Slavic, East European, & Eurasian Studies Convention” in Washington D.C.
  • 05/2015 „Ernsthaft, modern und exklusiv? – Sovetskij Džaz als kulturelles und soziales Projekt der 1960er Jahre“, Kolloquium „Hochkultur in der Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten im 20. Jahrhundert in kulturgeschichtlicher Perspektive“, Historisches Kolleg München
  • 11/2012 „Das New Orleans an der Newa – Leningrad und die Sowjetisierung des Jazz in den 50er und 60er-Jahren“, Konferenz „Das Globale lokal – Historische Perspektiven auf das Verhältnis von Stadt und Globalisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
  • 03/2012 „Potentiale und Probleme des Öffentlichkeitsbegriffs im Spätsozialismus“, Panel „Öffentlichkeit(en), Macht und Medien in Russland seit den 1960er Jahren“ der DGO Jahrestagung „Russland. Macht und Öffentlichkeit“
  • 02/2012 “A Cultural Playground for the Soviet Middle Class? – Soviet Jazz in the 1950s and 60s”, Konferenz “From a Totalitarian State to an Open Society? De-Stalinisation in the Soviet Union”, Rauischholzhausen
  • 06/2011 „Über Geschmack muss man streiten!‹ Jazz in der Sowjetunion nach Stalin“, Kolloquium des Lehrstuhls für Geschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen

Lehrveranstaltungen

WS 2012/13

Proseminar: „Der Neustart des sozialistischen Projekts? Die Sowjetunion zwischen 1945 und 1970“

Übung: „Mobilisieren, Unterhalten, Zerstreuen - Quellen zur Unterhaltungsmusik in der Sowjetunion“

SS 2013

Proseminar: „Die schleichende Rückkehr des Kapitalismus. „Mafia“ als Problem der russischen Zeitgeschichte, 1982-1999“

Übung: „Mit den eigenen Augen sehen“ - Reisen in die Sowjetunion (1917-1991)

WS 2013/14

Proseminar: „Das Russische Reich zwischen Reform und Revolution 1861 bis 1905

Übung: „Ein Jahrhundert deutscher Osteuropaforschung“

SS 2014

Proseminar: „Ein Jahr, zwei Revolutionen - 1917 als Schlüsseljahr der russischen Geschichte“

Übung mit Exkursion: „Zwischen imperialer Peripherie und nationaler Identität – Usbekistan im 20. Jahrhundert“

WS 2014/15

Proseminar „Ivan der Schreckliche, 1533-1584“

Übung: „Das Russische Imperium zwischen 1783 und 1936“

SS 2015

Übung: „Heimat? Russlanddeutsche in Freiburg – ein Oral History Projekt“

WS 2015/16

Proseminar „Von der Perestroika zu Putin: Russlands wilde Neunziger?“

Übung: "Voran, egal, dagegen": Jugend und Staatssozialismus nach 1945“

SS 2016

Proseminar: „(Ohn-) Macht der Bilder – Fotografie im Sozialismus“

Übung: „Die Deutschen des Baltikums im 19. Jahrhundert“

WS 2016/17

Proseminar mit Tutorat (3SWS): „Adler und Halbmond – Russisches und Osmanisches Reich im 18. und 19. Jahrhundert“

Übung: „Von Kronstadt bis Tian'anmen – Volksaufstände im Sozialismus“

SS 2017

Proseminar „Zeitenwende - Russland zwischen den Revolutionen von 1905 und 1917“

Hauptseminar mit Exkursion (gemeinsam mit Prof. Dr. em. Bernd Martin: „Ostpreußen in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sowjetischer und polnischer Teil im Vergleich“

WS 2017/18

Proseminar „Russische Wirtschaftsgeschichte 1613 bis 1917“

Seminar University College Freiburg (gemeinsam mit Dr. Iannis Carras) „The Cultural Cold War“

SS 2018

Proseminar (3 SWS) „Sputnik, Jazz und Ballerinen. Die Sowjetunion im kulturellen Kalten Krieg“

Übung (2 SWS): „Edle Wilde und gemeine Banditen. Der Kaukasus und das russische Imperium“

WS 2018/2019

Proseminar (3SWS) „Eine Deutsche auf dem Zarenthron. Katharina II. und ihre Zeit“

Seminar  am University College Freiburg, gemeinsam mit Dr. Iannis Carras (2 SWS) „Eurasian Empires“

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Rostov, Nachičevan und das Don-Delta als imperialer Wirtschaftsraum des 18. und 19. Jahrhunderts.

Mein gegenwärtiges Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Geschichte der südrussischen Handelsmetropole Rostov am Don im 18. und 19. Jahrhundert. Es ist angesiedelt im Bereich der „new imperial history“ und verknüpft wirtschafts- und kulturgeschichtliche Fragen mit denen nach der Multiethnizität des Russländischen Imperiums. Rostov weist eine einzigartige Entstehungsgeschichte als Siedlung innerhalb des autonomen Gebietes der Don-Kosaken auf, in der aus einer russischen Militärvorstadt und der armenischen Kolonie Nachičevan im Verlauf des 19. Jahrhunderts eines der größten Handelszentren des Imperiums wurde. Diese einmalige Konstellation erlaubt es, nach den kulturellen und religiösen Prämissen zu fragen, mit denen Kosaken, Russen und Armenier zwischen der Entstehung der Stadt Ende des 18. Jahrhunderts und dem Zerfall des Imperiums 1917 im Alltag in wirtschaftliche Interaktion miteinander traten. In der Region Rostov am Don können so wirtschaftliche Kooperation und Konflikte dieser Gruppen und die dahinterstehenden ethnischen Wirtschaftskulturen analysiert werden. Mit diesem neuen Zugang knüpfe ich einerseits an Diskussionen an, die in den letzten Jahren jene Vorstellungen einer wirtschaftlichen Rückständigkeit hinterfragen, nach denen auch die Großen Reformen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die wirtschaftliche Divergenz des Imperiums zum westlichen Europa nicht überwinden konnten. Meine Studie wird zeigen, dass Multiethnizität an der Peripherie des Imperiums als Faktor wirtschaftlicher Prosperität stärker berücksichtigt werden muss. Sie ermöglicht darüber hinaus zu fragen, ob und inwieweit sich das aus dem 18. Jahrhundert stammende Prinzip der „interethnischen Arbeitsteilung“ (Andreas Kappeler) durch die Modernisierungsschübe des 19. Jahrhunderts wandelte. Ich untersuche also, ob durch die Entstehung eines gesamtrussischen Binnenmarktes auch eine Homogenisierung der vielfältigen Wirtschaftskulturen stattfand.

 

Publikationsprojekt

Lexikon zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion

Gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Julia Herzberg aus München plane ich ein englischsprachiges Lexikon der Geschichte Russlands. Dieses Projekt wird zum einen der Tatsache Rechnung tragen, dass sich der Forschungsstand zu den meisten Themen, die in den Lexika der Geschichte Russlands und dem Historischen Lexikon der Sowjetunion (beides Hans-Joachim Torke) aus den 1980er Jahren behandelt wurden, inzwischen deutlich gewandelt und erweitert hat. Zum anderen gilt es, bei der Auswahl der Lemmata die digitale Verfügbarkeit historischen Detailwissens durch Plattformen wie Wikipedia zu berücksichtigen. Ein Schwerpunkt wird daher auf epochenübergreifende Themen und Schlagwörter gelegt. Mit der Ausweitung des Zeitraums von der frühen Rus’ bis in die jüngste Gegenwart der Russischen Föderation leisten wir damit auch einen Beitrag zur Historisierung des postsowjetischen Russlands. Im Juli 2019 planen wir einen ersten Autorenworkshop.

Neuerscheinungen
  • Ingrid Bertleff, Eckhard John, Natalia Svetozarova: Russlanddeutsche Lieder. Geschichte - Sammlung - Lebenswelten, 2 Bände, Essen 2018.
  • Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hrsg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891–1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte. Essen 2017 (Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 48).
  • Peter Kaiser: Das Schachbrett der Macht. Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938). Stuttgart 2017.
  • Reinhard Nachtigal: Verkehrswege in Kaukasien. Ein Integrationsproblem des Zarenreiches 1780–1870. Wiesbaden 2016.
  • Thomas Bohn, Rayk Einax, Michel Abeßer (Hrsg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union. Frankfurt am Main/New York 2014.

 

Kontakt
Besucheranschrift:
Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau

Tel.:  +49 (761) 2 03-34 35
Fax.: +49 (761) 2 03-91 90
Mail: oeg@geschichte.uni-freiburg.de
 
 


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