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Podcast zur Vorlesung "Polen im 20. Jahrhundert"

1. Sitzung: Einführung. Die Teilungen Polens am Ende des 18. Jahrhunderts. Das geteilte Polen im 19. Jahrhundert.

 

Die Vorlesung "Polen im 20. Jahrhundert" von PD Dr. Martin Faber wird während der Veranstaltung aufgezeichnet und als Video- und Audio Podcast online zur Verfügung gestellt. Zurzeit finden sie diese hier auf der Podcast Website der Universität Freiburg.

 

Die Geschichte Polens war im 20. Jahrhundert geprägt von einer Abfolge von Fremd- und Selbstherrschaft. Bis 1918 war das Land noch geteilt zwischen seinen Nachbarn Deutschland, Österreich und Russland. Nach der Wiedererrichtung als selbstständiger Staat mussten die Grenzen neu bestimmt werden. Schließlich lebten in dem neuen Staat zahlreiche Minderheiten, die sich ihrerseits oft unterdrückt fühlten, während Polen nun sogar nach Kolonialherrschaft in Afrika strebte. Der Zweite Weltkrieg brachte die größte historische Katastrophe für das Land und anschließend eine massive Verschiebung seiner Grenzen und seiner Bevölkerung. Es folgte ein vierzigjähriges kommunistisches Regime, von dem immer noch diskutiert wird, inwieweit in ihm Polen oder Russen dominierten. Die Wiedererlangung der vollständigen Unabhängigkeit machte es ab 1989 erforderlich, Polens Selbstverständnis und seinen Platz in Europa neu zu bestimmen, ein Prozess der bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Die Vorlesung soll vor allem darauf eingehen, wie dieses Geschehen aus der polnischen Innenperspektive erlebt wurde. Das Schwanken des nationalen Bewusstseins zwischen Opferrolle und Größenwahn hat Mentalitäten geprägt, die so in kaum einem anderen Land anzutreffen sind und die zumal in der epochalen Gestalt von Papst Johannes Paul II. Einfluss auf die ganze Welt genommen haben. Um dies deutlich zu machen, sollen im Lauf der Vorlesung auch historische polnische Filmdokumente mit deutscher Übersetzung gezeigt werden.

 

 

Weiterführender Link zur Veranstaltung

 

 

Neuerscheinungen
  • Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hrsg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891–1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte. Essen 2017 (Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa, Band 48).
  • Peter Kaiser: Das Schachbrett der Macht. Die Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938). Stuttgart 2017.
  • Reinhard Nachtigal: Verkehrswege in Kaukasien. Ein Integrationsproblem des Zarenreiches 1780–1870. Wiesbaden 2016.
  • Thomas Bohn, Rayk Einax, Michel Abeßer (Hrsg.): De-Stalinisation Reconsidered. Persistence and Change in the Soviet Union. Frankfurt am Main/New York 2014.

 

Kontakt
Besucheranschrift:
Rempartstraße 15
Kollegiengebäude IV
Raum 4410
 
Postanschrift:
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
79085 Freiburg im Breisgau

Tel.:  +49 (761) 2 03-34 35
Fax.: +49 (761) 2 03-91 90
Mail: oeg@geschichte.uni-freiburg.de
 
 


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